4. Installation und Konfiguration STP Winsolvenz OnPremise Connector

Dauer: Die Installation und Einrichtung des STP Winsolvenz OnPremise Connector dauert ca. 15 Minuten

In diesem Kapitel erfahren Sie, wie Sie den „STP Winsolvenz OnPremise Connector” (nachfolgend auch “WOPC” genannt) installieren und konfigurieren. Gehen Sie dazu wie folgt vor:

Erstellen des technischen Agent-Benutzers für den WOPC

  1. Stellen Sie eine Verbindung zu Ihrem Applikationsserver her.

  2. Legen Sie in der Zentralen Benutzeradministration (STP Usermanagement (OnPrem)) einen neuen Benutzer an. Dieser benötigt mindestens folgende Eigenschaften:

    • Loginnamen
    • Passwort (Bitte verwenden Sie ein 15-stelliges Kennwort, das Sie frei wählen können. Merken Sie sich dieses Kennwort, da Sie es zu einem späteren Zeitpunkt nochmals eingeben müssen.)
    • E-Mail-Adresse (die E-Mail-Adresse muss nicht existieren)
    • Kürzel

    Zudem muss der Benutzer die folgenden Gruppen zugewiesen bekommen:

    • Alle DMS(…)
    • CloudAccess-TenantName

    Neu angelegten Benutzer speichern.

    Dialog zur Benutzeranlage in der Zentralen Benutzeradministration (STP Usermanagement (OnPrem)). Das Fenster zeigt Eingabefelder für Loginnamen, Passwort, E-Mail-Adresse und Kürzel. Im unteren Bereich ist eine Liste von Benutzergruppen sichtbar, in der die Gruppe CloudAccess-TenantName ausgewählt ist.
  3. Konfiguration des technischen Agent-Benutzers im User Management der STP-Cloud

  • Melden Sie sich in Ihrem Tenant https://your-tenant.stp-cloud.de an.

  • Falls Sie die Standardgruppen Ihrer neuen Cloud-Lizenz in einem der vorherigen Schritte noch nicht wiederhergestellt haben, dann navigieren Sie bitte jetzt in der STP-Cloud über User-Management zu Gruppen und klicken Sie auf Fehlende Standardgruppen wiederherstellen.

  • Navigieren Sie in der STP-Cloud über User-Management zu Benutzer und klicken Sie bei dem nun ebenfalls in der Cloud vorhandenen, neu angelegten Benutzer auf Bearbeiten.

  • Vergeben Sie ein Passwort für den Benutzer. Es wird empfohlen, dasselbe Passwort zu verwenden wie zuvor bei der Anlage in der Zentralen Benutzeradministration (STP Usermanagement (OnPrem)).

Fügen Sie die Gruppe Winsolvenz.EntitySync hinzu und klicken Sie auf Speichern.

Benutzerbearbeitungsdialog im User Management der STP-Cloud. Das Fenster zeigt Eingabefelder für Benutzername, Passwort und Gruppen. Die Gruppe Winsolvenz.EntitySync ist ausgewählt. Im oberen Bereich befinden sich Navigationsregisterkarten für Benutzerverwaltung.

Download des WOPCs

Laden Sie sich den WOPC herunter: Winsolvenz Downloadbereich

WOPC

Ausführen des WOPC-Installers

  1. Starten Sie die Installation des STP Winsolvenz OnPremise Connector.

  2. Sofern die erforderlichen Microsoft.NET Runtimes noch nicht vorhanden sind, werden Sie aufgefordert diese zu installieren.

    Screenshot des STP Winsolvenz OnPremise Connector Setup-Fensters mit Begrüßungstext und den Schaltflächen Zurück, Weiter und Abbrechen in einer typischen Windows-Installationsoberfläche.
  3. Als nächstes öffnet sich der Willkommensbildschirm. Klicken Sie dort auf Weiter.

    Das Setup-Fenster fordert zur Installation der benötigten Microsoft .NET Runtimes auf.
  4. Im nachfolgenden Fenster können Sie wählen, ob die Installation Vollständig oder Benutzerdefiniert erfolgen soll. Bei der Wahl von Benutzerdefiniert können Sie das Installationsverzeichnis selbstständig auswählen und ändern. Klicken Sie auf Vollständig, so wird das Programm standardmäßig in das empfohlene Verzeichnis C:\Program Files (x86)\STP AG\STP Winsolvenz OnPremise Connector\ installiert.

    Setup-Fenster mit Auswahl zwischen Vollständig und Benutzerdefiniert als Installationsart. Unten befinden sich die Schaltflächen Zurück, Weiter und Abbrechen. Im Fenster steht: Wählen Sie den Setup-Typ, der am besten zu Ihren Anforderungen passt. Optionen: Vollständig und Benutzerdefiniert.
  5. Bestätigen Sie den folgenden Dialog mit Installieren.

    Installationsdialog mit Schaltflächen Zurück, Installieren und Abbrechen. Zusammenfassung der gewählten Optionen wie Installationsverzeichnis und Komponentenliste. Im Fenster steht: Das Setup ist bereit, STP Winsolvenz OnPremise Connector auf Ihrem Computer zu installieren.
  6. Konfiguration des STP Winsolvenz OnPremise Connector.

    Konfigurationswert Beschreibung
    Kurzname des Tenants Tragen Sie hier die Subdomain Ihres Tenants ein.
    LSB Host Der Servername auf dem der LSB betrieben wird, zumeist der Applikations Server.
    LSB Port Port für den LSB, Default: 5672
    LSB User Benutzername für den LSB, Default: stpuser
    LSB Passwort Passwort für den LSB, Default: stp.
    LSB Systemid Die Systemid auf dem LSB Server. Sie finden diese Id in Ihrer Zentralen Benutzeradministration (STP Usermanagement (OnPrem)) z. B. in der Gruppe “All WZ” (Wert in der Klammer) Default: main
    LSB PrefetchCount PrefetchCount für LSB Server, Default: 4
    Username (User Management) Benutzername des zuvor angelegten technischen Agent-Benutzers ein.
    Passwort (User Management) 15-stelliges Passwort des zuvor angelegten technischen Agent-Benutzers ein.
    Id (Tenant) Entnehmen Sie diesen Wert den in Schritt erzeugten Daten.
    Winsolvenz Datenbankverbindung Datenbankserver und ggf. Instanz auf dem die Datenbank für Winsolvenz liegt. Die Bezeichnung finden Sie in Ihrem Datenbankmanagementsystem in den Eigenschaften der DB.
    Datenbankname Name der Datenbank für Winsolvenz.
    Username der SQL-Verbindung Benutzername für die Datenbank, Default: wz21
    Passwort der SQL-Verbindung Passwort des Datenbankbenutzers, Default: wz21
    Konfigurationsfenster des STP Winsolvenz OnPremise Connector mit Eingabefeldern für Tenant, LSB, User Management und Datenbankeinstellungen sowie den Schaltflächen Zurück, Speichern und Abbrechen in einer typischen Windows-Installationsoberfläche.
  7. Nach dem Klick auf Speichern werden Sie gefragt, ob Sie den Dienst nun starten wollen. Im Anschluss können Sie den Dialog und die Installation über einen Klick auf Schließen beenden.

    Konfigurationsfenster des STP Winsolvenz OnPremise Connector mit Feldern für Tenant, LSB, User Management und Datenbank. Unten sind die Schaltflächen Zurück, Speichern und Abbrechen.

Erweiterte Anpassung der STP Winsolvenz OnPremise Connector appsettings.json

Bitte beachten Sie, dass wenn Sie mehr als eine Documents (LEXolution.DMS)-Installation im Einsatz haben, müssen Sie die “DMS System ID” Ihres Documents (LEXolution.DMS) in der appsettings.json wie folgt eintragen:

  1. Die “DMS System ID” können Sie über den LEXolution.DMS Client App Service

oder

über die LEXolution Datenbank ermitteln.

Option 1) LEXolution.DMS Client App Service

Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Tray Icon des LEXolution.DMS Client App Service und klicken Sie danach auf LCAS Status .... In dem sich öffnenden Fenster wird Ihnen die System.Id angezeigt.
Fenster LCAS Status des LEXolution DMS Client App Service mit hervorgehobener Zeile System Id und dem dazugehörigen Wert. Das Fenster zeigt weitere Statusinformationen wie Verbindungsstatus und Serverinformationen.

ODER

Option 2) LEXolution Datenbank (Documents Datenbank)

Sie können die “DMS System ID” auch über folgende Datenbankabfrage auf die LEXolution Datenbank ermitteln.

```sql
    SELECT ID FROM tblDatabaseId 
```
  1. Öffnen Sie nun die appsettings.json im Installationsverzeichnis C:\Program Files (x86)\STP AG\STP Winsolvenz OnPremise Connector\ und ändern Sie diesen Wert, wenn Sie mehr zwei oder mehr Documents (LEXolution.DMS) im Einsatz haben.
Konfigurationswert Beschreibung
"UseDatabaseId": Ihre “DMS System ID”

Kopieren der Interface DLLs des Winsolvenz OnPremise Connectors (WOPC) in das Verzeichnis des STP OnPremise Connector (OPC)

In den Auslieferungsdaten des WOPC finden Sie zudem DLLs, die in das Installationsverzeichnis des OPC kopiert werden müssen. Dies ist notwendig, da der WOPC nicht auf demselben System installiert sein muss wie der OPC, auch wenn dies empfohlen wird.

Die Dateinamen der DLLs lauten:

  • STP.Insolvency.Abstractions.dll
  • STP.Insolvency.Cloud.Connector.Abstractions.dll
  • STP.Insolvency.Common.dll
  • STP.Insolvency.OnPremise.Connector.Abstractions.dll

Diese Dateien müssen in das Installationsverzeichnis des OPC, Default: C:\Program Files (x86)\STP AG\STP OnPremise Connector\App.Data\Interfaces kopiert werden.

Im Anschluss müssen die Dienste des OPCs (STP OnPremise Connector) und WOPCs (STP Winsolvenz OnPremise Connector) in Ihrer Windows-Umgebung beendet und neu gestartet werden.

Screenshot des Windows-Explorers mit vier markierten DLL-Dateien im Ordner C:\Program Files (x86)\STP AG\STP OnPremise Connector\App.Data\Interfaces. Die Dateinamen sind sichtbar.

Eine häufige Fehlerquelle birgt ein Sicherheitsfeature von Microsoft welches den Zugriff auf DLLs die vom Netzwerk bezogen wurden blockiert. Dies äußert sich durch folgende Fehlermeldung im Log des OPC

[6] WARN Exception occured in Watchdog: Es wurde versucht, eine Assembly von einer Netzwerkadresse zu laden, was in früheren Versionen von .NET Framework zum Ausführen der Assembly als Sandkastenassembly geführt hätte. In dieser Version von .NET Framework wird die CAS-Richtlinie standardmäßig nicht aktiviert, dieser Ladevorgang kann daher gefährlich sein. Wenn Sie nicht beabsichtigen, durch diesen Ladevorgang eine Sandkastenassembly zu erstellen, aktivieren Sie den loadFromRemoteSources-Schalter. Weitere Informationen finden Sie unter "http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=155569".
   bei System.Reflection.RuntimeAssembly.nLoadFile(String path, Evidence evidence)
   bei System.Reflection.Assembly.LoadFile(String path)
   bei STP.OnPremise.Connector.CommunicationConfigurator.Init()
   bei STP.OnPremise.Connector.OnPremiseConnectorService.DoWatchdog()

Sollte dieser Fehler auftreten, öffnen Sie die Eigenschaften der kopierten DLLs und aktivieren Sie die Option „Zulassen“. Klicken Sie anschließend auf „Übernehmen“. Wiederholen Sie diesen Vorgang für alle DLLs im Verzeichnis und starten Sie den OPC-Dienst neu.

Screenshot des Eigenschaftsfenster einer DLL-Datei ist zu sehen. Die Checkbox Zulassen ist aktiviert.

Fahren Sie bitte mit dem folgenden Artikel fort: Benutzer und Rollen im STP.Cloud User Management

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