Zielsetzung des Handouts
Das Handout beschreibt den fachlichen Hintergrund und die notwendigen
Konfigurationen, um die KMS Inso Schnittstelle nutzen zu können.
Es richtet sich in erster Linie an Administratoren, die in die Lage
versetzt werden sollen, die Systeme fertig einzurichten.
Fachlicher Hintergrund
Über die Schnittstelle werden die Systeme winsolvenz.p4 und
LEXolution.KMS/LEXolution.FoMa miteinander verbunden.
Damit können Verfahren mit Debitoren effizient und einfach zur
Beitreibung weitergeleitet werden.
Von winsolvenz.p4 können automatisiert Verfahren nach LEXolution übertragen werden. In LEXolution.KMS wird pro Verfahren eine entsprechende KMS-Insolvenz-Akte mit Beteiligten und Verantwortlichen angelegt, so dass hier eine doppelte Anlage von Akten und Kontakten entfällt.
Das gleiche gilt für die Möglichkeit, automatisiert Debitoren von
winsolvenz.p4 nach LEXolution zu bertragen.
Pro Debitor wird in LEXolution.KMS eine KMS-Akte angelegt.
Die Akte wird der Verfahrensakte als Unterakte zugeordnet.
Eine doppelte Anlage von Akten und Kontakten entfällt, was bei der
Vielzahl an Debitorforderungen, die in einem Verfahren vorhanden sein
können, eine erhebliche Arbeitserleichterung bedeutet.
Weiterhin werden die Debitorforderungen (eine oder mehrere pro
Debitor) automatisiert nach LEXolution.KMS in die zugehörigen KMS-Akten
übertragen.
Die Forderungen können in LEXolution.KMS angezeigt und bei Bedarf weiter
nach LEXolution.FoMa übertragen werden.
Die Forderungen müssen nicht erneut in LEXolution.FoMa erfasst werden,
eine Doppelanlage entfällt.
Konfiguration in winsolvenz.4
Programmbasis/Lizenz
Ein KMS Inso Export setzt winsolvenz.p4 Version ab 10.1 voraus, ein
Export aus winsolvenz.p3 ist nicht möglich.
Für den Export muss eine winsolvenz.p4 Enterprise Lizenz in der Kanzlei
vorhanden sein.
Mitarbeiterkürzel Verwalter
Unter Einstellungen/Verwalter muss in winsolvenz P4 ein
Mitarbeiter mit Mitarbeiterkürzel bei den Insolvenzverwaltern
eingetragen werden, das dem Mitarbeiterkürzel eines
Hauptverantwortlichen Rechtsanwalts in LEXolution entspricht.
Das Kürzel ist alphanumerisch und kann maximal fünfstellig sein.
Abb. Eintragung Mitarbeiterkürzel winsolvenz P4
Einstellungen System
Unter Einstellungen/Kanzlei/Allgemeine Einstellungen
muss die URL zur Lexolution Schnittstelle, sowie die AppID eingetragen
werden.
Die Einstellungen heißen
KLexolution Schnittstelle Externe App-ID und Lexolution Schnittstelle URL
Die URL setzt sich zusammen aus “http://[Servername_KMS]:[Port]”
Servername: Der Server, auf dem der
Lexolution-Serverdienst läuft.
Portnummer: Der Port, unter der die externe
Schnittstelle von Lexolution läuft (standardmäßig 8002).
Abb. URL und APP-ID winsolvenz P4
Die externe App-ID muss in LEXolution
Administration/System/unter
Systemadministration/Externe Anwendungen angelegt
werden.
Diese muss natürlich mit der, in winsolvenz vorhandenen APP-ID
übereinstimmen, bzw. wenn nicht vorhanden, aus lexolution übernommen
werden.
Die APP-ID selbst hat keine funktionale Bedeutung und dient nur zum
Abgleich.
Es kann sich hierbei um eine beliebige GUID handeln.
Rolle/Berechtigung für den Export
Dem für den Export vorgesehenen Mitarbeiter muss unter Einstellungen/Benutzer die Rolle Export LEXolution zugeordnet werden. Bei der Rolle handelt es sich um eine sog. Kombinationsrolle, d.h. bei dem Benutzer muss mindestens eine weitere Rolle zugeordnet sein (auch wenn der Benutzer eine der Administrator-Rollen zugeordnet hat).
Abb. Benutzerrollen
Export von winsolvenz.p4 Insolvenzakten als Verfahrensakten in LEXolution
- Der Export, direkt aus einem Verfahren bzw. Akte ist möglich.
- Es können ein oder mehrere Akten auf einmal exportiert werden.
- Der Export ist jeweils nur einmal möglich.
- Ist eine Akte exportiert worden, so wird das durch ein Häckens in der Spalte Exportiert LEXolution gekennzeichnet.
Exportiert werden Daten zum Verfahren, zum Schuldner sowie zum Anwalt des Schuldners (soweit anwaltlich vertreten). Außerdem werden das Gericht und der Insolvenzverwalter exportiert.
Export von winsolvenz.p4 Debitoren als Beitreibungsakten in LEXolution
Ein Export von ein oder mehreren Debitoren aus Vermögen/Debitoren mit
den markierten Forderungen ist möglich.
Soweit noch keine Forderung angelegt ist, ist auch der Export der reinen
Adressdaten möglich.
Der Export einer Adresse und einer Forderung ist jeweils nur einmal
möglich.
Ob eine Forderung exportiert worden ist, ist im Grid in der Spalte
Spalte Stand Ford-Einzug sowie im gleichnamigen Feld im rechten unteren
Detail sichtbar.
Soweit die Verzeichnisposition Anfechtung enthält, wird die Forderung
als Anfechtungsanspruch für den Export gewertet.
Bei allen anderen Verzeichnispositionen wird die Forderung als
Beitreibung für den Export gewertet.
Bei Beitreibungs- und Forderungsakten werden die Forderungen einer
Art jeweils als eine Akte zusammengefasst, wenn sie zeitgleich
exportiert werden.
Forderungen, die noch nicht exportiert worden sind, können später in
einem weiteren Zuge exportiert werden.
Konfiguration in LEXolution
Programmbasis/Lizenz
Lexolution unterstütz ab der Version 5.3 FP1 den Import aus
winsolvenz P4.
In der “STP.Kms.Server.exe.config” muss folgender Key auf value
1 gesetzt werden.
<add key\="IsExternalCommunicationServiceEnabled" value\="1"></add\>
Winsolvenz.p4 als externe Applikation konfigurieren
Unter Administration/System/Externe Anwendungen muss für
winsolvenz.p4 eine Applikations-ID vergeben werden.
Abb. Externe Anwendungen
Wichtig ist, dass die App-ID in Lexolution der entspricht, die auch in winsolvenz.p4 unter
Einstellungen/Kanzlei/Allgemeine Einstellungenals Lexolution(KMS) Schnittstelle externe Applikations- ID vergeben ist.
Winsolvenz.p4 Benutzer in LEXolution
Die winsolvenz.p4 Benutzer, die einen Export durchführen, müssen mit
gleichlautenden Benutzernamen in LEXolution angelegt sein
(einschließlich dem möglichen Domänen-Präfix).
Administration/Benutzerverwaltung/Benutzer/ z.B. rnd2025
wie in der Abb. gezeigt.
Abb. Benutzer
Hauptverantwortlicher Rechtsanwalt
Der Verwalter, ist in winsolvenz unter
Einstellungen/Verwalter zu finden, und entspricht
(technisch) dem Hauptverantwortlichen Rechtsanwalt (HVRA) in
lexolution.
Der Verwalter, der in der winsolvenz Akte angegeben ist, zu dem die
Verfahrens- und Beitreibungsakten exportiert werden muss identisch mit
dem Mitarbeiterkürzel sein, das auch in lexolution zum HVRA angegeben
ist. > Mitarbeiterkürzel: max fünfstellig, alphanumerisch
Abb. Verwalter in wz
Funktionsrechte für den Import
Als mögliche Funktionsrechte für den Import gibt es:
Abb. Funktionsrechte in lx
Rechtsgebiete
Als Rechtsgebiete müssen “Zivilrecht” sowie “Insolvenzrecht”
unter
Administration/Allgemein/Rechtsgebiete angelegt sein.
Im Filter muss “Akte-Rechtsgebiete” ausgewählt sein.
Insolvenzrecht wird für die Verfahrensakte sowie für Beitreibungsakten
bei Anfechtung beim Import zugeordnet.
Zivilrecht wird bei Beitreibungsakten zugeordnet, die nicht in
Anfechtung stehen.
Standorte
Der durch den Verwalter in winsolvenz verwendete Standort muss auch
in lexolution vorhanden sein.
Hierbei handelt es sich um den ansässigen Ort des Verwalters.
Akte Beteiligungsarten
Die Einstllung ist unter
Administration/Allgemein/Beteiligungsarten zu finden. Als
Beteiligungsarten müssen “Vertreter”, “Schuldner” und
“Insolvenzverwalter” angelegt werden.
Wichtig: Sind in winsolvenz andere Beteiligungsarten definiert, so müssen diese auch in lexolution angelegt werden.
Diese können in winsolvenz beliebig angelegt werden.
Sollte eine Beteiligungsart fehlen, so wird Ihnen dies mit Namen der Beteiligungsart beim Export zu lexolution angezeigt.
Abb. Beteiligte in wz
Aktennummernkreis
Der Aktennummernkreis wird unter Administration/Nummernkreise als Typ
Aktennummer angelegt.
Es muss das Kürzel WZ verwendet werden und der Nummernkreis muss erlaubt
sein.
Abb. Nummernkreise in lx
Verknüpfung mit