20.5 ZEFIS-Schlussrechnung erstellen
In Winsolvenz ist seit Version 6.1 die Möglichkeit hinterlegt, eine Schlussrechnung nach Vorgaben der ZEFIS Forschungsgruppe Schlussrechnung zu erstellen. Derzeit wird dieses Formblatt von einzelnen Insolvenzgerichten aus dem OLG-Bezirk Zweibrücken angefragt.
Hinweis Die ZEFIS-Schlussrechnung setzt die Verwendung des „SKR04-InsO ab 2012“-Kontenrahmens für die betroffenen Verfahren voraus. Der Kanzleikontenrahmen „ZEFIS KR ab 2011“ ist nicht mehr gültig und wird im Rahmen der Updates nicht mehr gepflegt. Er verbleibt zur Abwicklung bestehender Verfahren im Programm. |
Hinweis Bitte beachten Sie, dass dieses Handbuch lediglich Informationen zur korrekten Handhabung von Winsolvenz beim Erstellen der Schlussrechnung bereitstellen kann. Informationen zur fachlichen Umsetzung und Handhabung der ZEFIS-Schlussrechnung finden Sie beim ZEFIS selbst: http://www.zefis.org/. Dort ist auch ein Kontierungshandbuch hinterlegt. Lediglich die im Folgenden beschriebenen programmbedingten Besonderheiten sind hier vorrangig zu beachten. |
| Struktur | Die ZEFIS-Schlussrechnung besteht aus zwei Teilen: Der Verwertungsübersicht und dem Schlussrechnungsteil. |
| Verwertungsübersicht | Die Verwertungsübersicht stellt nach Verzeichnis- bzw. Bilanzpositionen gegliedert folgende Werte dar:
Hier fließen je nach Reportoption entweder der Liquidations- oder der Fortführungswert zum Stichtag in die Auswertung ein.
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Folgende Besonderheiten gelten für die Verwertungsübersicht:
- Position B. Umlaufvermögen, Anderkonto und Kasse: Ausgewiesen wird hier der Anfangsbestand der Geldkonten (Anderkonto, Kasse) zum Stichtag Insolvenzeröffnung. Aus diesem Grund wird hier lediglich die Spalte „Vermögensüber-sicht des Insolvenzverwalters“ befüllt und in die Spalte „Freie Masse“ übertragen. Damit die Saldenvortragsbuchung zum Stichtag IE ermittelt werden kann, ist hier im Bilanzschema ein entsprechendes Saldenvortragskonto konfiguriert.
- Position B.Umlaufvermögen, Sonstige Geschäftskonten: Ausgewiesen wird hier der Geldbestand der letzten verfügbaren Aufstellung des Vermögens vor Insolvenzantrag. Insofern erfolgt auch ausschließlich eine Darstellung in dieser Spalte. Ein Übertrag in die freie Masse findet nicht statt, da dieser bereits wertmäßig in der Saldenvortragsbuchung zum Stichtag IE in der freien Masse berücksichtigt wird.
Die sonstigen Geschäftskonten müssen zur korrekten Darstellung als Vermögensgegenstand im Verzeichnis der Vermögensgegenstände angelegt werden. Der FiBuwert entspricht dem Geldbestand. In die Felder Liquidations- und Fortführungswert muss explizit der Wert 0,00 eingetragen werden. - Position C. Rechnungsabgrenzungsposten: Dieser Wert wird über ein Eingabefeld auf der Optionsseite des Reports 7030 Schlussrechnung gefüllt.
Hinweis Damit eine korrekte Zuordnung einer Einnahme buchung für die Verwertung eines Vermögensgegenstandes zu der entsprechenden Verzeichnispoition stattfinden kann, muss der Vermögenswert im Verzeichnis der Vermögensgegestände erfasst sein und im Rahmen des Inventarverkaufs aus diesem Verzeichnis ausgebucht werden. Im Debitorenverzeichnis geschieht dies im Rahmen des Inventarverkausassistenten. In der Maske Dialogbuchen geschieht dies über die Schaltfläche Inventarverkauf . |
Hinweis Damit eine korrekte Zuordnung einer Auszahlung auf Aus- und Absonderungsberechtigte zu der entsprechenden Verzeichnisposition erfolgen kann, ist es notwendig, dass im Bereich Gläubiger , Tabelle-Opos für die verwerteten Vermögensgegenstände und die eingezogenen Debitorenforderungen, die mit einem Fremdrecht belastet sind, ein Auskehrdatensatz angelegt wird. Diesem muss dann die Auskehrbuchung zugeordnet sein. |
Achtung Vergleichen Sie den Wert der freien Masse aus der Verwertungsübersicht in der Zeile Einnahmeüberschuss aus der Verwertungsübersicht mit dem Wert des Schlussrechnungsteils. Wenn diese zwei Werte nicht übereinstimmen, haben Sie entweder keine oder fehlerhafte Zuordnungen im Rahmen des Inventarverkaufs oder bei den Auskehrbuchungen getroffen. |
| Schlussrechnungsteil | Der Schlussrechnungsteil stellt nach Schlussrechnungspositionen gruppierte Kontensalden dar. Hier erfolgt eine einfache Saldierung der Werte zu der jeweiligen Position. Folgende Felder/Zeilen werden über die Optionsseite des Reports durch händische Eingabe befüllt:
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| So können Sie die ZEFIS-Schlussrechnung erstellen | |
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| Schlussrechnung erstellen | Und so erstellen Sie das Formular ZEFIS-Schlussrechnung mit den dafür erforderlichen Daten korrekt: |
| Schritt 1 | Wechseln Sie über den Navigationsbaum in den Bereich Insolvenzbilanz/Bilanzerstellung , Filtern Sie das Verfahren und aktivieren Sie die Schaltfläche Anlegen . |
| Schritt 2 | Tragen Sie im Feld Bezeichnung „Schlussrechnung“ ein, wählen Sie als Stichtag das Datum der Insolvenzeröffnung aus und wählen Sie als Schema „Verwertungsübersicht ZEFIS-Schlussrechnung für SKR 04 InsO Kontenrahmen“. |
Achtung Das Bilanzgliederungsschema „Verwertungsübersicht ZEFIS-Schlussrechnung“ war für einen den ZEFIS KR ab 2011 gedacht und ist für den SKR04-InsO und die anderen Kontenrahmen nicht gültig. |
| Schritt 3 | Konfigurieren Sie die weiteren Optionen wie folgt:
Die weiteren Einstellungsmöglichkeiten sind für die ZEFIS-Schlussrechnung nicht relevant. |
| Schritt 4 | Aktivieren Sie die Schaltfläche Erstellen . |
| Schritt 5 | Aktivieren Sie die Schaltfäche Reports , und wählen Sie Report 7030 – Schlussrechnung. |
| Schritt 6 | Wählen Sie den Auswertungs zeitraum für den Schlussrechnungsteil , die darzustellenden Werte der Verwertungsübersicht und ergänzen Sie die manuellen Eingabewerte . |
| Schritt 7 | Aktivieren Sie die Schaltfäche Weiter . |
| ✔ | Der Report 7030 – Schlussrechnung wird erzeugt. |
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