Logbuchart

29.6 Logbuchart

Sie können die vorhandenen Eintragsarten für das Logbuch durch eigene Arten ergänzen oder bereits vorhandene eigene Einträge ändern.

Logbucheinträge können entweder einem Verfahren oder einem Beteiligten zugeordnet werden und erscheinen dann nur im entsprechenden Formular (Akte, Logbuch bzw. Beteiligte).

Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl von Einstellungsmöglichkeiten, die im Folgenden beschrieben werden.

So können Sie eine Logbuchart anlegen oder bearbeiten
Logbuchart anlegen oder bearbeitenUm eine Logbuchart anzulegen oder zu bearbeiten, führen Sie folgende Schritte durch:
Schritt 1Wählen Sie Einstellungen > Komboboxen > Logbuchart , um das Formular zu öffnen.

Einstellungen/Komboboxen/Logbuchart

Schritt 2Klicken Sie auf Anlegen oder Bearbeiten , um eine neue Logbuchart einzugeben oder eine vorhandene zu ändern.
Schritt 3Nun können Sie folgende Eingaben vornehmen:
BezeichnungDie Bezeichnung des Termins/der Logbuchart.
Zuordnung zuFestlegung, ob es sich um einen verfahrens- und/oder beteiligtenbezogenen Termin handelt. Diese Zuordnung kann nur bei den Logbucharten verändert werden, die die Eigenschaft „Zuordnung veränderbar“ haben, oder kanzleiindividuell angelegt worden sind.
Termin mit UhrzeitFestlegung, ob es sich um eine Logbuchart handelt, bei der eine Uhrzeit verwaltet werden soll, z.B. Prüfungstermin.
TermindauerFestlegung, ob es sich um eine Logbuchart handelt, bei der eine Termindauer verwaltet werden soll.
HandaktendeckblattFestlegung, ob es sich um eine Logbuchart handelt, die im Handaktendeckblatt in der Rubrik Termine dargestellt wird.
Terminliste IN/IEFestlegung, ob es sich um eine Logbuchart handelt, die bei einem IN/IE-Verfahren auf der Karteikarte Wichtige Termine dargestellt wird.
Terminliste IKFestlegung, ob es sich um eine Logbuchart handelt, die bei einem IK-Verfahren auf der Karteikarte Wichtige Termine dargestellt wird.
Systemtermin

Festlegung, ob es sich um eine Logbuchart handelt, die einen Systemtermin darstellt (nicht bearbeitbar).

Systemtermine sind solche, bei denen Winsolvenz bestimmte Vorgänge protokolliert, z.B. Import aus Excel, GIS-Export und GIS-Import.

FarbeFestlegung, mit welcher Farbe der Termin in den Kalenderansichten Wochenansicht und Monatsansicht des Logbuchs dargestellt wird.
Schritt 4Klicken Sie auf Speichern , um die Änderungen in der Datenbank zu speichern.

Hinweis

Um die Einträge in einem Auswahlmenü zu aktualisieren, müssen Sie das entsprechende Formular schließen und wieder öffnen.

Voreinstellungen für Erinnerungen, Wiedervorlagen und zyklische TermineDarüber hinaus können Sie im Formular Logbuchart Vorschlagswerte für Erinnerungen, Wiedervorlagen und zyklische Termine machen. Diese Einstellungen können für die Verfahrensarten IN/IE- und IK-Verfahren getrennt vorgenommen werden. Hinsichtlich der Verwaltung von Erinnerungen und Wiedervorlagen finden Sie eine Beschreibung im Kapitel Termine und Notizen eingeben (Logbuch) . Hinsichtlich der Verwaltung von zyklischen Terminen finden Sie eine Beschreibung in dem Kapitel Terminzyklus anlegen, bearbeiten und löschen .
Verwaltung von FolgeterminenBestimmte Termine oder Fristen im Insolvenzverfahren ergeben sich unmittelbar aus einem Verfahrensereignis. So hat beispielsweise die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens zur Folge, dass die Anfechtungsansprüche des Verwalters nach 3 Jahren zum Jahresende verjähren (vgl. § 146 InsO). Aus diesem Grund macht es Sinn, mit Eintrag des Eröffnungstermins gleichzeitig die Verjährung der Anfechtungsansprüche zu erfassen. Aufgrund der Konfigurationsmöglichkeit von Folgeterminen, kann dieser Vorgang automatisch durchgeführt werden. Im Folgenden werden 3 wichtige Beispiele zur Veranschaulichung geschildert.
Beispiel 1: 

Verjährung der Anfechtungs-ansprüche

In Winsolvenz kann der automatische Eintrag des Folgetermins Verjährung der Anfechtungsansprüche wie folgt konfiguriert werden:

Wählen Sie die Terminart „Eröffnungstermin“ aus. Klicken Sie auf die Karteikarte Folgetermin IN/IE . Aktivieren Sie die Schaltfläche Anlegen . Wählen Sie im Bereich Folgetermin im Feld Terminart Verjährung der Anfechtungsansprüche § 146 InsO aus.

Tragen Sie im Feld Anzahl/Einheit 3 Jahre ein und setzen Sie ein Häkchen im Feld zum Jahresende . Wenn Sie sich an diesen Folgetermin automatisch ein halbes Jahr vorher erinnern lassen wollen, dann markieren Sie die Logbuchart Verjährung der Anfechtungsansprüche § 146 InsO und tragen auf der Karteikarte Erinn./Wiedervor. in das Feld Erinnerung IN/IE 6 Monate ein. Die Einstellungen für das IK-Verfahren laufen analog.

Sobald der Eröffnungstermin im Bereich Verfahren/Akte oder Verfahren/Logbuch angelegt wird und Sie die Schaltfläche Übernehmen aktivieren, fragt Winsolvenz sicherheitshalber noch einmal zurück, ob der Folgetermin Verjährung der Anfechtungsansprüche § 146 InsO ebenfalls angelegt werden soll.

Hinweis

Diese Konfiguration ist in der Auslieferungsdatenbank von Winsolvenz bereits vorhanden. Bitte beachten Sie, dass Sie dennoch diese Einstellungen noch einmal überprüfen und ggf. an Ihre individuellen Bedürfnisse anpassen müssen.

Beispiel 2: 

Termin nach 

§ 175 Abs. 1 Satz 2 InsO (Drittelfrist)

Wählen Sie die Terminart Anmeldefrist aus. Klicken Sie auf die Karteikarte Folgetermin IN/IE .

Aktivieren Sie die Schaltfläche Anlegen .

Wählen Sie im Bereich Folgetermin im Feld Terminart Termin § 175 I 2 InsO aus. Wenn Sie dieses Feld verlassen, wird das Feld Anzahl/Einheit sinnvollerweise zur Bearbeitung gesperrt. Wenn Sie sich an diesen Folgetermin automatisch 2 Wochen vorher erinnern lassen wollen, dann markieren Sie die Logbuchart Termin § 175 I 2 InsO und tragen auf der Karteikarte Erinn./Wiedervor. in das Feld Erinnerung IN/IE 2 Wochen ein. Die Einstellungen für das IK-Verfahren laufen analog.

Sobald im Bereich Verfahren/Akte oder Verfahren/Logbuch sowohl die Anmeldefrist, als auch der Prüfungstermin angelegt werden und Sie die Schaltfläche Übernehmen aktivieren, fragt Winsolvenz sicherheitshalber noch einmal zurück, ob der Folgetermin Termin § 175 I 2 InsO ebenfalls angelegt werden soll.

Achtung

Das System benötigt zur automatischen Berechnung der Drittelfrist beide Termine, d.h. die Anmeldfrist und den Prüfungstermin. Anderenfalls kann die automatische Anlage des Folgetermins gem. § 175 Abs. 1 S. 2 nicht funktionieren.

Hinweis

Diese Konfiguration ist in der Auslieferungsdatenbank von Winsolvenz bereits vorhanden. Bitte beachten Sie, dass Sie dennoch diese Einstellungen noch einmal überprüfen und ggf. an Ihre individuellen Bedürfnisse anpassen müssen.

Hinweis

Bei der manuellen Anlage eines Termins mit der Terminart § 175 I S. 2 InsO können Sie zusätzlich auf einen Berechnungsassistenten zurückgreifen. Aktivieren Sie hierfür nach Auswahl der Eintragsart § 175 I S. 2 InsO den Pfeilbutton hinter der Auswahlbox.

 

Es öffnet sich der Berechnungsassistent für die Drittelfrist. Hier können Sie entweder bestehende Termine mit der Terminart Anmeldefrist und/oder Prüfungstermin auswählen, oder manuelle Datumseinträge in den Auswahlfeldern vornehmen.

 

Termin nach § 175 Abs. 1 S. 2 InsO berechnen

Wenn Sie den Button „OK“ aktivieren, wir der berechnete Termin in die Maske Termin anlegen übernommen.

Beispiel 3: Berichtstermin und 6-monatiger Verwalterbericht

Legen Sie zunächst eine individuelle Terminart Verwalterbericht an und stellen Sie auf der Karteikarte Zyklus u.a. einen 6-monatigen Zyklus ein.

Speichern Sie die Änderungen. Bitte vergessen Sie nicht auch die anderen Einstellungsmöglichkeiten für die Erinnerung oder den Konflikt mit Wochenenden und Feiertagen vorzunehmen.

Wählen Sie dann die Terminart Berichtstermin aus. Klicken Sie auf die Karteikarte Folgetermin IN/IE .

Aktivieren Sie die Schaltfläche Anlegen .

Wählen Sie im Bereich Folgetermin im Feld Terminart Verwalterbericht aus.

Tragen Sie im Feld Anzahl/Einheit 6 Monate ein. Die Einstellungen für das IK-Verfahren laufen analog.

Sobald der Berichtstermin im Bereich Verfahren/Akte oder Verfahren/Logbuch angelegt wird und Sie die Schaltfläche Übernehmen aktivieren, fragt Winsolvenz sicherheitshalber noch einmal zurück, ob der Folgetermin Verwalterbericht ebenfalls angelegt werden soll.

Bei Bestätigung mit der Schaltfläche Ja wird der Folgetermin Verwalterbericht für das entsprechende Datum in 6 Monaten mit einem 6-monatigen Zyklus eingetragen.

Achtung

Bei der Terminart Berichtstermin handelt es sich um einen Termin der extern bekannt gegeben wird, z.B. im GIS.

Aus diesem Grund wird nicht empfohlen, den 6-monatigen Berichtszyklus direkt bei dieser Terminart zu definieren, sondern über den Folgetermineintrag eine Verknüpfung an eine interne Terminart vorzunehmen.

Verknüpfung mit