Masseforderung anlegen

12.4 Masseforderung anlegen

 

Karteikarte Forderung

So können Sie Masseforderungen anlegen
Masseforderung zuordnenUm einem Gläubiger eine Masseforderung zuzuweisen, gehen Sie wie folgt vor:
Schritt 1Markieren Sie den gewünschten Gläubiger in der Liste.
Schritt 2Wählen Sie die Karteikarte Forderung .
Schritt 3Klicken Sie in der Menüleiste F6 auf Anlegen .
Schritt 4Ändern Sie ggf. den Rang der Forderung.
Schritt 5Tragen Sie den Fibuwert und das Rechnungsdatum der Forderung ein.
Schritt 6Füllen Sie bei Bedarf die optionalen Felder aus wie beispielsweise das vom Rechnungsdatum abweichende Leistungsdatum. 

Tipp

Sie können den vom Gläubiger geltend gemachten Betrag ( Geltendg. Betr. ), den im Fibu-Wert enthaltenen Vorsteuerbetrag bzw. Vorsteuersatz ( Enth. abziehbare VSt. ) eingeben.

Aufgrund der Anforderungen aus dem BMF Schreiben IV A 3 - S 0550/10/10020-05 zu Anwendungsfragen zu § 55 Abs. IV InsO und des vorausgegangenen BFH Urteils vom 24.9.2014 - V R 48/13 haben wir für die Masseverbindlichkeiten des vorläufigen Verfahren Vorsteuer bei Zahlung vorgesehen. Dies wird vom System automatisch für Verbindlichkeiten vorgeschlagen, die ein Rechnungsdatum oder abweichendes Leistungsdatum im Zeitraum des vorläufigen Verfahrens haben. Für die Einbuchung bedeutet dies, dass die Vorsteuer geparkt wird und erst bei Zahlung auf aktuell geltend zu machende Vorsteuer umgebucht wird. Dazu wird jeweils ein zusätzlicher Buchungssatz angelegt. Für Verbindlichkeiten nach der Insolvenzeröffnung kann Vorsteuer bei Zahlung manuell gesetzt werden.

Über die Kombobox können Sie den Typ der Kosten §54 InsO festlegen. Dieses Feld ist nur dann bearbeitbar, wenn keine Rückstellung vorliegt. Dieses Feld ist ausschließlich zur Verwendung in dem Zusatzmodul Winsolvenz Insolvenzmassestatus gedacht und hat keine weiteren Auswirkungen im Programm. Nähere Informationen zum Modul Winsolvenz Insolvenzmassestatus erhalten Sie bei der STP Solution GmbH, 

info@stp-solution.de.

Zusätzlich können Sie in diesem Teil des Formulars die Forderung als Rückstellung kennzeichnen (Forderung wird nicht eingebucht und nur netto berücksichtigt) und angeben, ob die Rückstellung ausgebucht , d.h. auf 0 wertberichtigt wurde (inkl. Datum, an dem die Rückstellung ausgebucht wurde).

Außerdem können Sie das Fälligkeitsdatum ( Datum ), die Rechnungsnummer ( Re.-Nr. ) und den Forderungsgrund angeben bzw. aus dem Menü am entsprechenden Feld auswählen. Die dem Feld Forderungs-grund hinterlegte Liste können Sie über das Formular Forderungs-grund/Masse ( Einstellungen > Ford.-Grund > Masse ) verwalten. Das Feld Personenkonto wird über Eingaben im Einbuchungsassistenten ausgefüllt ( Gläubiger > Einbuchen > Massegl. ).

Durch Aktivieren der Option Gesichert und Angabe des Betrags kann die Forderung als gesicherte Masseforderung gekennzeichnet werden.

Im dritten Bereich des Formulars können Sie das Personen- bzw. das Aufwandskonto (Konto, das bei der Einbuchung der Forderung verwendet werden soll) und die Verzeichnisposition angeben bzw. auswählen.

Im Feld Aufwandskonto schlägt Ihnen Winsolvenz das Konto vor, das Sie im Kanzleikontenrahmen vorgegeben haben. Sie können es manuell verändern. Durch Klicken auf die Schaltfläche > wird automatisch die nächste freie Kontonummer vergeben. Ob und welches Aufwandskonto vorgeschlagen wird, richtet sich nach dem verwendeten Kontenrahmen. Ab Version 7.0 können zusätzlich zu einem Standardkonto weitere Kontenbereiche zur Auswahl zugeordnet werden. Diese werden bei „Hinterlegte Konten“ angezeigt, wenn die Kontensuche ausgewählt wird.

Die Werte in den Feldern Gezahlt , Wertberichtigt und Offen, Auszuzahlen werden automatisch eingesteuert und dienen zu Ihrer Information.

In die Bemerkungsfelder ( Interne Bem./Externe Bem. ) können Sie einen beliebigen Text eingeben. Die externe Bemerkung kann in einigen Reports ausgegeben werden.

Die Optionen Arbeitnehmerlohnforderung , Bauleistung , Vermietung und Freistellung können ggf. zusätzlich aktiviert werden.

Beim Einbuchen von Masseforderungen in die Buchführung ist das Feld Fibuwert maßgeblich. Wird der Fibuwert im Unterschied zum geltend gemachten Betrag reduziert, gilt die Differenz als „bestritten“. Wird der Fibuwert im Massegläubigerverzeichnis nach dem Einbuchen manuell reduziert, muss dies auch in der Buchführung manuell berichtigt werden.

Hinweis

Das EA Konto für die später erfolgende Zahlungsflussbuchung kann eingetragen und analog zum Erlöskonto über eine Kontensuchfunktion gesucht werden. Hintergrund ist, dass insbesondere bei den SKR InsO Kontenrahmen je nach Verfahrensabschnitt sowie Liquidation/ Fortführung unterschiedliche EA Konten verwendet werden müssen. Die Auswahl fällt oftmals dem Massgläubigerbearbeiter bei der Erfassung der Rechnung leichter als dem Buchhalter, der später die Zahlung verbucht.

Die laufende Nummer der Forderung wird automatisch vergeben, kann aber von Ihnen wie im Folgenden Tipp beschrieben, beeinflusst werden.

Tipp

Lücken im laufenden Nummernbereich 

Durch Löschen von Forderungen kann es passieren, dass die laufende Nummer der Gläubigerforderungen Lücken aufweist. Abhängig davon, ob die Lücken innerhalb der Nummerierung oder am Ende des Bereiches auftreten, haben Sie folgende Korrekturmöglichkeiten.

Klicken Sie auf die Schaltfläche > neben dem Feld Lfd. NR., um alle freien Nummern anzuzeigen. Anschließend können Sie eine Nummer auswählen und mit OK übernehmen.

Lücken am Ende des Nummernbereichs können durch Klicken auf die Schaltfläche Z unter dem Grid zurückgesetzt werden.

Schritt 7Soweit der Gläubiger auf die Teilnahme an der Auszahlung auf Masseverbindlichkeiten verzichtet, kann Verz. angehakt werden.

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