DATEV-Schnittstelle

Um detaillierte, handelsrechtliche Auswertungen zu erstellen oder einen Jahresabschluss durchzuführen, können die Vorläufe der Winsolvenz - Rechnungslegung über standardisierte Schnittstellenformaet importiert und exportiert werden.

Der Im- und Export der Buchungen, Personenkonten - Stammdaten sowie der Sachkontenbeschriftungen erfolgt im DATEV®-Format (csv) mit verschiedenen Versionen (Version 7.0, Version 5.1, bis Version 5.0). Beachten Sie bitte, dass das DATEV ® Postversandformat (EV Dateien) ab den Versionen winsolvenz.p3 9.5 und Winsolvenz 10.6 nicht mehr unterstützt wird, da dieses auf DATEV ® Seite bereits zu Anfang 2018 abgekündigt worden ist.

Bei Version 7.0 können auch drei- und vierstellige BU Schlüssel im-/exportiert werden. Soweit ein Export im alten Format 5.1 verwendet wird, das drei- und vierstellige BU Schlüssel nicht vorsieht, wird versucht, einen ein- oder zweistelligen BU Schlüssel zu finden der dem drei- und vierstelligen Schlüssel entspricht, andernfalls wird der Export abgebrochen.

Tipp

Wegen des erweiterten Funktionsumfangs in Winsolvenz, z.B. durch paralleles Buchen der insolvenzrechtlichen Einnahme-/Ausgabekonten, sollte die Erfassung und Bearbeitung der Bu­chungen in Winsolvenz erfolgen.

14.1 DATEV-Export

So können Sie einen DATEV-Export durchführen
DATEV-Export Führen Sie dazu folgende Schritte durch:
  1. Schritt
Wählen Sie Rechnungslegung > DATEV-Export aus der Hauptmenüleiste, um den DATEV-Export-Manager zu öffnen.
  1. Schritt
Filtern Sie das gewünschte Verfahren, dessen Buchführungsdaten Sie nach DATEV exportieren möchten.

Tipp

Sie können wahlweise Alle Vorläufe oder Noch nicht exportierte Vorläufe filtern. Standardmäßig werden Ihnen hier alle noch nicht exportierten Vorläufe angezeigt.

Wurden bereits Vorläufe exportiert, werden diese bei Verwendung der Option Alle Vorläufe mit Ihrem letzten Exportdatum angezeigt. Bitte beachten Sie bei Ihrer Auswahl, dass die meisten Programme zur Finanzbuchführung jahresbezogen sind, respektive zum Jahreswechsel Änder­ungen im Kontenrahmen wirksam werden, z.B. Änderung an der Steuerautomatik.

  1. Schritt
Wählen Sie die zu exportierenden Vorläufe für den Export aus.

Hinweis

Es werden ausschließlich verarbeitete Vorläufe exportiert.

Hinweis

Bei den SKR InsO Kontenrahmen erhalten die IDB Konten 7501,0000 (SKR04 InsO) und Konten 2001,0000 (SKR03 InsO) Gerichtskosten sowie 2005,0000 (betrifft nur SKR 03 InsO) Vergütung Insolvenzverwalter Gerichtskosten abweichend zu der in DATEV® ab dem 01.01.2016 vorliegenden Buchungssperre in Winsolvenz keine Buchungssperre. Das bedeutet, dass Sie diese Konten in Winsolvenz regulär bebuchen können. Bei einem Export zu DATEV® wäre dann aber entweder eine Umbuchung auf ein anderes Konto oder die Aufhebung der Buchungssperre auf DATEV® Seite notwendig.

  1. Schritt
Geben Sie das Export-Verzeichnis an.

Tipp

Als Export-Verzeichnis können Sie z.B. das Import- oder Mandanten-verzeichnis von DATEV angeben:

Importverzeichnis
<LW>:

Mandantenverzeichnis
<LW>:[Ber.Nr.(7-stellig)]/[Mand.Nr.(5-stellig)]

  1. Schritt

Wählen Sie das Export-Format. Sie können zwischen verschiedenen Versionen wählen (Version 7.0, Version 5.1, bis Version 5.0). Beachten Sie bitte, dass das DATEV ® Postversandformat (EV Dateien) ab den Versionen winsolvenz.p3 9.5 und Winsolvenz 10.6 nicht mehr unterstützt wird, da dieses auf DATEV ® Seite bereits zu Anfang 2018 abgekündigt worden ist.

Bei Version 7.0 können auch drei- und vierstellige BU Schlüssel im-/exportiert werden. Soweit ein Export im alten Format 5.1 verwendet wird, das drei- und vierstellige BU Schlüssel nicht vorsieht, wird versucht, einen ein- oder zweistelligen BU Schlüssel zu finden der dem drei- und vierstelligen Schlüssel entspricht, andernfalls wird der Export abgebrochen.

  1. Schritt
Klicken Sie auf Weiter >.
  1. Schritt
Geben Sie Ihre DATEV-Beraternummer (max. 7-stellig), den Beraternamen, das Beraterkürzel und die Mandantennummer in die entsprechenden Felder ein.

Tipp

Optional können Sie ein Passwort vergeben.

8.a. Schritt Beim-Export im DATEV-Format können Sie bei Bedarf die Option Strenge Formatprüfung deaktivieren.

DATEV-Format: Strenge Formatprüfung?

  1. Schritt
Klicken Sie auf Weiter >.
  1. Schritt
Wählen Sie aus, in welches DATEV-Feld das EA-Konto bei Zahlungsbuchungen exportiert werden soll.
Für den Export EA-Kontos stehen Ihnen sieben Optionen zur Verfügung:

Exportoptionen für Buchungen

Die Funktionsweise dieser Exportfunktionen wird im Folgenden an einem Beispiel erläutert.

Beispiel Gegenkonto Konto EA-Konto Beschreibung
2315 1200 8410 Einnahme
4210 1200 3490 Ausgabe
1360 1200   Geldtransit
1360 1000   Geldtransit
Gegenkonto Konto EA-Konto Beschreibung

Option 1 – Kein EA-Konto exportieren

Mit dieser Funktion wird – wie bisher – nur der handelsrechtliche Teil einer Buchung nach DATEV exportiert.

Option 2 – Belegfeld2

Mit dieser Funktion wird das EA-Konto in das Feld Belegfeld 2 exportiert. Bitte beachten sie, dass es sich hier um eine grundsätzliche Einstellung handelt, die evtl. vorhandene Inhalte von Belegfeld 2 überschreibt. Dies kann zu unerwünschten Implikationen führen, wenn in Belegfeld 2 z.B. die Kontoauszugsnummer erfasst wird. Diese würde – bei einer zahlungswirksamen Buchung (und nur dann) vom EA-Konto bei gewählter Option überschrieben werden.

Option 3 – Kost1

Mit dieser Funktion wird das EA-Konto in das Feld Kost 1 exportiert. Auch hier gilt, dass evtl. vorhandene Einträge z.B. eine Objektnummer in EA-Kost durch die gewählte Option bei einer zahlungswirksamen Buchung überschrieben werden.

Option 4 – Kost2

Mit dieser Funktion wird das EA-Konto in das Feld Kost2 exportiert. Wie auch Winsolvenz arbeiten viele Programme nicht mit dem Feld Kost2 – Prüfen Sie daher, ob Ihre Finanzbuchhaltung an die Sie übergeben wollen, diesen Wert auch empfangen kann.

Option 5 – Zusatzinfo-Feld

Mit dieser Funktion wird das EA-Konto in das Feld Zusatzinfo exportiert. Bei dieser Funktion handelt es sich um eine Funktion, die ausschließlich von DATEV oder Programmen mit DATEV-Partnerschnittstelle verarbeitet werden kann. Dies empfiehlt sich i.d.R. nur bei sehr umfangreichen Buchhaltungen, bei denen die anderen Felder durch debitorisch-/kreditorisches Buchen oder weitere Rechnungskreise „belegt“ sind.

Option 6 und 7 – Gegenkonto und Konto

Hinweis

Die Optionen 6 und 7 sollten nur von erfahrenen Benutzern verwendet werden.

Bei diesen beiden Optionen ist äußerste Achtsamkeit geboten, da hier nicht nur – wie bei den anderen Optionen – der handelsrechtlichen Buchhaltung eine EA-Information (insolvenzrechtlicher Sachverhalt) hinzugefügt (Option 1 bis 5) wird, sondern die handelsrechtliche Buchung durch die EA-Sachverhalte ersetzt wird! Bitte beachten Sie auch, dass die Kontenrahmen beim Import in die entsprechenden Finanzbuchhaltungen entsprechend korrespondieren müssen und dass der handelsrechtlich gebuchte Sachverhalt hierdurch überschrieben wird (Dies gilt insbesondere bei den bebuchten Geldkonten zu berücksichtigen).

Wenn Sie die Funktion dazu verwenden wollen, um die Daten später wieder nach Winsolvenz zu importieren, sollten Sie in jedem Falle die korrespondierende Import-Funktion verwenden.

Export-Option Import-Option

Option Zusatzinfo-Inhalt für Buchungstext mit dem folgenden Schlüssel

Das originale Feld für den Buchungstext in DATEV ist kürzer als das Feld in Winsolvenz. Daher besteht die Möglichkeit, den Buchungstext auf zwei Felder –das originale Buchungstextfeld in DATEV sowie ein Zusatzinfo-Feld zu verteilen. Dafür wird ein Schlüssel gesetzt – der dem des in DATEV gebuchten Verfahrens entsprechen sollte. Als vorgeschlagener Schlüsselwerte wird „Buchungstext“ vorgeschlagen, es kann aber auch eine andere Bezeichnung verwendet werden.

Tipp

Sollten Sie eine oder mehrere Angaben geändert haben, werden Sie zum Speichern aufgefordert.

Die ausgewählten Vorläufe werden nun exportiert. Bei fehlerfreiem Export erhalten Sie die Meldung, dass die Daten in das Verzeichnis geschrieben wurden.

Tipp

Sollte es beim Export zu einem Fehler kommen, wird eine detaillierte Fehlermeldung mit der möglichen Fehlerursache im Dialogfenster ausgegeben.

Zuordnung der Anreden Der Export der Anreden von Winsolvenz nach DATEV erfolgt, je nachdem, ob im Verfahren BES oder IT-InsO eingestellt wurde, nach dem folgenden Zuordnungsschema.
IT – InsO BES (Eureka – WINSOLVENZ) DATEV
(Behörde m) Behörde(m)
  1. Herrn/Frau/Frl./Firma
(Behörde s) Behörde(s)
  1. Herrn/Frau/Frl./Firma
(Behörde) Behörde(w)
  1. Herrn/Frau/Frl./Firma
(Sonstige m) Sonstige(m)
  1. Herrn/Frau/Frl./Firma
(Sonstige w) Sonstige(w)
  1. Herrn/Frau/Frl./Firma
(Sonstige) Sonstige(s)
  1. Herrn/Frau/Frl./Firma
Firma Firma(w)
  1. Firma
Firma(m) Firma(m)
  1. Firma
Firma(s)
  1. Firma
Frau Frau
  1. Frau
Herrn Herr
  1. Herrn
Rechtsanwalt Rechtsanwalt
  1. Herrn
Rechtsanwälte Rechtsanwälte
  1. Herrn/Frau/Frl./Firma
Rechtsanwälte(m)
  1. Herrn/Frau/Frl./Firma
Rechtsanwältin Rechtsanwältin
  1. Frau
Rechtsanwältinnen Rechtsanwältinnen
  1. Herrn/Frau/Frl./Firma
Rechtsbeistand Rechtsbeistand
  1. Herrn
Rechtsbeiständin Rechtsbeiständin
  1. Frau
Rechtsbeistände
  1. Herrn/Frau/Frl./Firma
Rechtsbeiständinnen
  1. Herrn/Frau/Frl./Firma

Hinweise

Das Leistungsdatum muss in DATEV Kanzlei Rechnungswesen pro ® zeitlich immer vor dem Rechnungsdatum liegen. Diese strenge Restriktion haben wir für winsolvenz.p3 mit der Version 9.0 aufgegeben: Das Leistungsdatum kann für insolvenzrechtliche Zwecke auch zeitlich nach dem Rechnungsdatum liegen. In diesem Falle ist aber das Rechnungsdatum relevant für die steuerrechtliche Zuordnung.

Beim DATEV-Export mit dem Format ab 5.1 wird in diesem Falle das Leistungsdatum gleich dem Rechnungsdatum gesetzt. Ansonsten wäre kein fehlerfreier Import in Kanzlei Rechnungswesen pro ® möglich.

14.2 DATEV-Import

Die DATEV – Schnittstelle soll den reibungslosen und bedienerfreundlichen Datenaustausch zwischen DATEV und DATEV – kompatiblen Buchführungen in Verbindung mit Winsolvenz sicherstellen. Mit dem DATEV – Import haben Sie die Möglichkeit, Buchführungsdaten aus einer DATEV (oder kompatiblen) Buchführung mit Self – Schnittstelle nach Winsolvenz zu importieren.

Der Import wird verwendet, wenn Daten eines insolventen Unternehmens bei Verfahrenseröffnung in Winsolvenz übernommen werden sollen oder wenn die Daten regelmäßig zwischen der Kanzlei und einer externen Stelle z.B. dem Buchhalter, Steuerberater oder dem insolventen Unternehmen ausgetauscht werden.

In der nachfolgenden Dokumentation wird exemplarisch der Datenaustausch der Dateien im DATEV-Format (.csv Dateien) von DATEV Kanzlei Rechnungswesen beschrieben. Andere Buchhaltungsprogramme mit der DATEV Self – Partnerschnittstelle können beim Exportieren der Daten einen anderen Ablauf haben – Details entnehmen Sie in beiden Fällen bitte der entsprechenden Dokumentation des Herstellers.

Hinweis

Führen Sie in jedem Fall vor dem Exportieren der Daten eine Datensicherung des kompletten Mandanten durch, um unerwünschte Nebeneffekte, wie z.B. das Festschreiben von Vorläufen, zu vermeiden.

Vorbereitungen für den Datenimport in Winsolvenz Ist für das jeweilige Wirtschaftsjahr noch kein Kontenrahmen in Winsolvenz hinterlegt, können Kontenrahmen und Funktionsplan über die Zwischenablage mit dem entsprechenden Gültigkeitsdatum in den Kontenrahmen eingefügt werden.

Hinweis

Voraussetzung für die Übernahme ist die Nutzung des gleichen Kontenrahmens in beiden Systemen, d.h. es kann beispielsweise nur ein Import von einem SKR 03 in DATEV in einen SKR 03 in Winsolvenz erfolgen. Individuelle Kontenbeschriftungen, die Sie in Ihrer Buch­haltung für den Mandanten erstellt haben, können optional direkt beim Import für das je­weilige Verfahren übernommen werden.

Um einen Import für das Wirtschaftsjahr 2002 durchzuführen, führen Sie folgende Schritte durch:
Import für das Wirtschaftsjahr 2002 durchführen Beispiel: So können Sie einen Import für das Wirtschaftsjahr 2002 durchführen
  1. Schritt
  1. Schritt
Kopieren Sie über die Zwischenablage den Kontenrahmen und Funktionsplan aus Ihrem Mandanten des Wirtschaftsjahres 2002 mit Gültigkeitsdatum ab 01.01.2002 in Winsolvenz.
  1. Schritt
Überprüfen Sie in der Akte, ob der richtige Kontenrahmen für das Verfahren ausgewählt und ob auf der Karteikarte Steuer die gewünschte Versteuerung (SOLL- oder IST-Versteuerung) ausgewählt wurde.

Um Dateien mit dem Import-Assistenten zu importieren führen Sie folgende Schritte durch:
Dateien mit dem Import-Assistenten importieren So können Sie Dateien mit dem Import-Assistenten importieren
  1. Schritt
  1. Schritt
Wählen Sie die Import-Datei aus. Ggf.: Filtern Sie das gewünschte Verfahren.
  1. Schritt
Klicken Sie auf die Schaltfläche > neben dem Feld Import-Dateien und wählen Sie den Pfad zu der .csv Datei (DATEV-Format) aus.

Tipp

Wenn Sie die Eingaben zu diesem Verfahren dauerhaft speichern wollen, wählen Sie die Option Aus Importdatei(en) verwenden (wenn eindeutig) aus.

Wenn Sie die in Winsolvenz hinterlegten Stammdaten beibehalten möchten, so wählen Sie Im Verfahren hinterlegte Daten beibehalten.

Hinweis

Sollte die Beraternummer und der Beratername in der auswählten Dateien –nicht übereinstimmen, erhalten Sie eine Meldung. Klicken Sie in diesem Fall auf OK, um die Meldung zu schließen. Falls keine fehlerhafte Auswahl vorliegt, können Sie mit der Option Von ausgewählter Datei verwenden die Stammdaten der markierten Datei übernehmen.

  1. Schritt
Klicken Sie auf Weiter >.
Im Formular Datendatei auswählen erscheinen die .csv-Dateien (DATEV-Format). Prüfen Sie zunächst, ob alle Buchungssätze ein Häkchen im Spaltenfeld Importierbar haben. Je nachdem, welche Daten Sie in welchem Umfang (auch Zeitraum) bereits aus DATEV exportiert haben, wird die entsprechende Liste angezeigt.

DATEV-Import-Manager - Datendatei auswählen

Hierbei gibt es folgende Dateiarten:

  • Buchungsstapel
    beinhalten die Primanota – Buchungen des jeweiligen Vorlaufs. Den Zeitraum des Vorlaufs finden Sie in der Spalte Von und Bis.

  • Sachkontenbeschriftungen
    beinhalten die individuellen Sachkontenbeschriftungen eines Mandanten im jeweiligen Wirtschaftsjahr.

  • DebitorenKreditoren
    beinhalten die individuellen Stammdaten zu den Personenkonten eines Mandanten

EB-Buchungen beinhalten alle EB – Buchungen des jeweiligen Wirtschaftsjahres.

Hinweis

Da in Winsolvenz normalerweise keine Abschlüsse des jeweiligen Wirtschaftsjahres gemacht werden, benötigen Sie nur die EB – Buchungen des ersten Wirtschaftsjahres. Bei der Auswahl der Buchungsvorläufe sollten Sie besonders darauf achten, dass nur beim ersten Import eines Mandanten in ein Verfahren die Salden vorgetragen werden.

Bitte beachten Sie, insbesondere bei Jahreswechseln, dass Vorläufe mit Saldenvorträgen auf Sach- und Personenkonten nicht importiert werden.

Vorläufe mit Saldenvorträgen sind meist nur für einen Tag angelegt z.B. vom 01.01. bis 01.01. und weisen als Konto die klassischen Vortragkonten im 9000er Bereich auf. Im Zweifelsfall kontrollieren Sie den Vorlauf über Inhalt anzeigen oder löschen einen bereits importierten Saldenvortrag aus Ihrer Vorlaufliste in Winsolvenz.

Unbekannt beinhaltet Daten, die nicht für den Winsolvenz-Import relevant sind. Um sicherzugehen, dass diese Vorläufe keine Buchungs-/Primanotadaten enthalten, wählen Sie bitte die Funktion Inhalt anzeigen.

Hinweis

Sollten hier Buchungen angezeigt werden (Ergebnisliste wie bei Inhalt Buchungssätze), wenden Sie sich bitte an unseren Support (bitte halten Sie hierbei auch den Namen und die Versionsnummer Ihrer Buchhaltungssoftware bereit).

Hinweis

In der aktuellen Version von Winsolvenz existiert in der Optionsgruppe Buchungen lediglich die Möglichkeit, Buchungen, Personenkonten und Kontenbeschriftungen in die Winsolvenz – Buchführung zu über­nehmen. Die Übernahme eines aus den offenen Posten errechneten FIBU-Wertes in die Verzeich­nisse ist für eine spätere Winsolvenz - Version geplant und bereits auf der entsprechenden Karteikarte vorgesehen. Um die Adressdaten der Debitoren und Kreditoren aus den .csv-Dateien in die Verzeichnisse zu übernehmen, können Sie folgende Zwischenlösung anwenden:

  • Markieren Sie in der Auswahlliste die Datei der Debitoren-/Kreditoren.

  • Wählen Sie Inhalt anzeigen mit der Option aufbereitete Datensätze anzeigen – nicht Rohform!

  • Markieren Sie den gesamten Tabellenbereich.

  • Kopieren Sie den gesamten Tabellenbereich mit S + c.

  • Starten Sie Ihre Excel-Anwendung und fügen Sie die kopierte Tabelle ab Zeile 2 mit S + v in Ihre Excel-Tabelle ein.

  • Ergänzen Sie in der ersten Zeile die Überschriften der jeweiligen Spalten wie z.B. Name, Vorname, Straße, PLZ, Ort.

  • Speichern Sie die Excel-Tabelle.

  • Führen Sie in Winsolvenz einen entsprechenden Excel-Import durch.

  1. Schritt
Wählen Sie die erste Importdatei aus.

Tipp

Mit der Funktion Inhalt anzeigen, können Sie sich die Inhalte der ausgewählten Importdatei, z.B. Buchungen, Kontenbeschriftungen, DATEV-Zusatzinfo (für EA Konten und Buchungstexterweiterungen genutzte Felder) und Debitoren/Kreditoren, anzeigen lassen.

  1. Schritt
Klicken Sie auf Weiter >. Abhängig von der gewählten Datei wird eine der folgenden Aktionen (Import der Buchungssätze, Import der Debitoren-/Kreditorenstammsätze oder Import der Kontenbezeichnungen) gestartet, die in den folgenden Abschnitten näher beschrieben werden.

Aktion “Import der Buchungssätze”

Importoptionen für Buchungen

Hinweis

Es ist keine Mehrfachauswahl möglich, jeder Vorlauf muss separat importiert werden.

Tipp

Beachten Sie hierbei die Erklärungszeiträume der jeweiligen Umsatzsteuer – Voranmeldung für das Verfahren.

Beispiel:

Datum von Datum bis Inhalt
01.01.04 31.01.04 EB – Buchungen
01.01.04 31.01.04 Buchungen im Januar
01.02.04 28.02.04 Buchungen im Februar
01.03.03 30.03.04 Buchungen im März

Bei einer monatlichen Umsatzsteuer – Voranmeldung sollten Sie drei Vorläufe anlegen (bzw. vier, falls Sie die EB – Buchungen von den Januar – Buchungen weiterhin separieren wollen), indem Sie zunächst die Januar – Buchungen markieren und auf Weiter > klicken. Vorläufe mit dem gleichen DATUM BIS können optional in Winsolvenz zusammengefasst werden.

Beachten Sie außerdem die jeweiligen Insolvenzzeiträume. Wichtig ist, dass ab einem vergütungs­relevanten Zeitraum (vorläufiges Verfahren oder ab Insolvenzeröffnung) den jeweiligen handels­rechtlichen Buchungen die EA – Konten zugeordnet werden müssen. Des Weiteren sollten Sie prüfen, inwieweit Sie Zeiträume vor dem vorläufigen Verfahren in die InsO - Buchführung importieren wollen.

Abhängig von der gewählten Option, z.B. den Buchungen oder den Debitoren/Kreditoren-Stammdaten, können Sie auf den Folgeseiten des Assistenten die importierten Buchungen bzw. Adressen nachbearbeiten.

Hinweis

Ist in den importierten Buchungen ein Finanzkonto (Bank, Kasse, etc) enthalten, müssen Sie diesem nach Winsolvenz – Logik ein EA – Konto zuweisen. Importieren Sie Vorläufe vor dem vorläufigen Verfahren oder vor der Insolvenzeröffnung, sollte dies bei der Zuordnung der vergütungsrelevanten Konten berücksichtigt werden, d.h. diesen Zeiträumen sollte ein EA – Konto zugewiesen werden, das nicht ausgewertet wird.

  1. Schritt
Wählen Sie das EA – Konto aus, das für Zahlungsbuchungen verwendet werden soll.

Für die Zuweisung eines EA-Kontos gibt es verschiedene Möglichkeiten:

Möglichkeit 1: Standard EA-Konto laut Funktionsplan in Winsolvenz

Im Kapitel Kontenrahmen finden Sie die Beschreibung, wie Sie einem handelsrechtlichen Konto ein Standard-EA-Konto zuweisen können. Dieser Wert im Kontenrahmen dient als Vorgabewert für den Import. Wurde als Standard EA-Konto im Kontenrahmen nichts eingetragen, wird automatisch die Nummer des Gegenkontos für das EA-Konto zugeordnet.

Hinweis

Die Einstellung “Default EA-Konten einsteuern – Nein” aus dem Bereich Einstellungen > Kanzlei > Allg. Einstellungen hat an dieser Stelle natürlich keine Auswirkung.

Beispiel Dem Personenkontenbereich 10.000 bis 30.000 (Alt Debitoren) wurde das Standard EA-Konto 8000 (Forderungseinzug L. u. L. vor IE begründet) zugeordnet. Wird dieses Konto nun in Verbindung mit einem Geldkonto gebucht (Altdebitor zahlt die Rechnung, die vor IE gestellt wurde), wird auto­matisch das Konto Forderungseinzug L. u. L. vor IE begründet zugewiesen.

Hinweis

Diese Konten müssen in den entsprechenden Makros zur Verwaltervergütung und der Schlussrechnung berücksichtigt werden.

Möglichkeit 2: 3 – 5 DATEV-Buchung – Belegfeld 2, Kost 1, Kost2 oder Zusatzinfo

Diese Optionen werden aktiviert, wenn in DATEV bereits vorbereitend für Winsolvenz gebucht wurde.

Beispiel Ein Steuerberater bucht für den Insolvenzverwalter mit einer Liste der EA-Konten manuell den entsprechenden Insolvenz-Sachverhalt in ein definiertes Feld z.B. Belegfeld, Kost1, Kost2 oder Zusatzinfo. Somit muss das EA-Konto nicht nachgebucht, sondern kann direkt aus dem jeweiligen Feld übernommen werden.

Möglichkeit 3: Immer das folgende EA-Konto

Hier besteht die Möglichkeit, alle Buchungen einem bestimmten EA-Konto zuzuordnen.

Beispiel

Der Anwender kann zur Zeit des Importes keine qualifizierte Zuordnung treffen und bucht alle Sachverhalte in ein Übergangskonto, das anschließend nachbearbeitet wird.

Sie haben an dieser Stelle die Möglichkeit, ein Konto zu suchen. Geben Sie dazu die Bezeichnung oder einen Teil davon in das Feld EA-Kontobezeichnung suchen ein und drücken Sie die Eingabetaste, um die Suche zu starten

Möglichkeit Zusatzinfo-Inhalt für Buchungstexterweiterung

Der reguläre Buchungstext der DATEV ist relativ kurz. Soweit Sie bei DATEV ein weiteres Zusatzinfo-Feld für eine Erweiterung des Buchungstextes genutzt haben, haben Sie die Möglichkeit, dieses Feld zusätzlich mit in das Buchungstextfeld von Winsolvenz zu importieren. Dabei wird in Abhängigkeit vom Feldinhalt des regulären Buchungstextfeldes ggf. ein Leerzeichen bei Winsolvenz zur besseren Lesbarkeit eingefügt.

  1. Schritt
Wählen Sie einen bestehenden Vorlauf aus, dem Sie die Importdaten zuordnen möchten oder legen Sie einen neuen Vorlauf an.
  1. Schritt
Klicken Sie auf Weiter >. Sie gelangen nun in den Buchungsdialog, in dem Sie Buchungen nachbearbeiten, löschen oder hinzufügen können.
  1. Schritt
Klicken Sie auf Speichern, um die angezeigten Buchungen in dem gewählten Vorlauf zu speichern.
  1. Schritt
Sie gelangen wieder auf das Formular Datendatei auswählen. Hier können Sie einen weiteren Importumfang bestimmen.
  1. Schritt
Klicken Sie auf Schließen, um den Assistenten zu verlassen.

Aktion: „Import der Debitoren- /Kreditorenstammdaten“

Hier wird anhand der Daten der .csv-Datei ein entsprechendes Personenkonto in Winsolvenz erzeugt. Der Assistent zeigt Ihnen jeweils den Status der importierten Werte an.

Im folgenden Beispiel wurden 5 Konten übergeben. Der Abgleich – Manager erkennt in diesem Beispiel, dass eines der Konten bereits in Winsolvenz angelegt ist, sich jedoch in den Schlüsseldaten Name, Vorname, Strasse, Hausnummer, PLZ, Ort unterscheidet.

Hinweis

Im Falle einer Abgleichswarnung sind die jeweiligen Adressen mit einem roten Ausrufezeichen markiert. Diese Adressen können wahlweise mit den neuen Daten des importierten Personenkontos überschrieben, beibehalten oder um Zusatzdaten ergänzt werden.

  1. Schritt
Nach Klicken auf Weiter > gelangen Sie wieder auf das Formular Datendatei auswählen. Hier können Sie einen weiteren Importumfang bestimmen.
  1. Schritt
Klicken Sie auf Schließen, um den Assistenten zu verlassen.

ABSCHNITT: Import der Kontenbezeichnungen

Bei der Auswahl der Kontenbezeichnungen wird noch vor der Anzeige der individuellen Kontenbe­zeichnungen im Assistent ein Gültigkeitsdatum abgefragt.

Im Anschluss werden die Kontenbezeichnungen mit dem Status I („Individuell“) für das Verfahren gültig angelegt.

  1. Schritt
Nach Klicken auf Weiter > gelangen Sie wieder auf das Formular Datendatei auswählen. Hier können Sie einen weiteren Importumfang bestimmen.
  1. Schritt
Klicken Sie auf Schließen, um den Assistenten zu verlassen.

Hinweis

Soweit Sie den Import im *.csv Format Version 5.1 verwenden, kann zusätzlich das Leistungsdatum sowie das Festschreibungskennzeichen importiert werden.

  1. Das Leistungsdatum muss in DATEV Rechnungswesen pro ® zusätzlich aktiviert werden.

  2. Soweit bei dem zu importierenden Vorlauf das Festschreibungskennzeichen gesetzt ist, gibt es beim Import in Winsolvenz die Möglichkeit, den Vorlauf ebenfalls festzuschreiben oder zunächst nicht festgeschrieben zu bearbeiten und erst nach der Bearbeitung festzuschreiben.

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