1 Einleitung
Dieses Dokument führt Sie durch den Installationsprozess des STP beA Desk sowie durch die erforderlichen Komponenten und Voraussetzungen.
2 Wichtige Hinweise
2.1 beA Message Server und LEXolution Service Bus
❗ Aktuell kann nur ein beA Message Server an einem einzelnen LEXolution Service Bus betrieben werden.
2.2 KSW Toolkit
💡 Der STP beA Desk verwendet für die Kommunikation mit dem beA-Netzwerk die von der BRAK bereitgestellte KSW-Schnittstelle. Dabei handelt es sich um eine Java-Komponente, die über STP beA Connect mit dem STP beA Desk kommuniziert. Diese Komponente wird durch das Setup automatisch installiert.
❗ Der STP beA Desk ist an die Funktionen und Möglichkeiten gebunden, die die KSW-Schnittstelle für das Empfangen und Senden von beA-Nachrichten bereitstellt. Neuere Versionen der KSW-Schnittstelle werden in zukünftige Versionen des STP beA Desk integriert.
❗ Für jeden Benutzer, der den STP beA Desk startet, wird eine eigene Instanz von STP beA Connect und damit der KSW-Schnittstelle gestartet. Stellen Sie sicher, dass der KSW-Schnittstelle ausreichend Arbeitsspeicher zur Verfügung steht (typischerweise ca. 500 MB pro Benutzer; je nach Nachrichtengröße kann der Speicherbedarf vorübergehend auch 3 GB pro Benutzer überschreiten). Dies ist insbesondere beim Betrieb auf einem Terminalserver relevant, der mit ausreichend RAM pro Benutzer ausgestattet sein sollte.
2.3 Dokumentensignatur / Signaturkomponente
Der STP beA Desk unterstützt das direkte Signieren von Dokumenten innerhalb der Anwendung über Signaturkomponenten.
Verwendet werden kann der STP beA Desk Signer oder alternativ die SecSigner-Komponente des Drittanbieters SecCommerce.
2.3.1 SecCommerce SecSigner
Der SecCommerce SecSigner ist nicht Bestandteil des Lieferumfangs und muss über die Website des Herstellers heruntergeladen und installiert werden.
Damit sind – sofern die Signaturkarte des Benutzers dies zulässt – sogenannte Stapelsignaturen möglich. Dabei können mehrere Dokumente mit einer einzigen PIN-Eingabe im STP beA Desk signiert werden.
💡 In der aktuellen Version des SecCommerce SecSigner ist die Stapelsignatur auf maximal 30 Dokumente begrenzt.
💡 Der SecCommerce SecSigner benötigt ausreichend Arbeitsspeicher, da Dokumente während eines Stapelsignaturvorgangs in den Speicher geladen werden.
2.3.2 STP beA Desk Signer
Der STP beA Desk Signer kann direkt über das beA Desk Setup installiert werden.
💡 Der STP beA Desk Signer unterstützt Fernsignaturen.
💡 Der STP beA Desk Signer unterstützt Stapelsignaturen.
💡 Die Integration in den beA Desk erfolgt mit direkter Kommunikation zur Host-Anwendung.
2.4 Regelmäßige Backups
Der STP beA Desk verwendet zur Datenspeicherung sowohl eine Microsoft SQL Server-Datenbank als auch einen Blob Storage im Dateisystem. Stellen Sie sicher, dass diese SQL-Datenbank und das Blob-Storage-Verzeichnis Bestandteil regelmäßiger Backups sind und gleichzeitig gesichert werden.
- Microsoft SQL Server-Datenbank: Dies entspricht der Datenbank, die für den STP beA Message Server eingerichtet wurde.
-
STP beA Message Server Blob Storage: Wenn der
Standardinstallationspfad übernommen und nicht angepasst wurde, befinden
sich die Dateien auf dem Server unter folgendem Pfad:
*%PROGRAMDATA%AGMessage Server
3 Systemanforderungen
3.1 Software
Der STP beA Desk und der STP beA Message Server sind mit den folgenden Umgebungen und Komponenten kompatibel. Bitte beachten Sie, dass ausschließlich 64-Bit-Versionen unterstützt werden.
- Windows Server 2025
- Windows Server 2022
- Windows Server 2019
- MS SQL Server 2025 (Standard oder Enterprise)
- MS SQL Server 2022 (Standard oder Enterprise)
- MS SQL Server 2019 (Standard oder Enterprise)
- Windows 11
- STP Common Services
- STP User Management
💡 Bei Client-Betriebssystemen wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Home- oder Starter-Editionen NICHT unterstützt werden.
💡 Stellen Sie sicher, dass für die eingesetzte Software stets die aktuellen Service Packs und Sicherheitsupdates installiert sind.
❗ Installationen auf hier nicht aufgeführten Betriebssystemen oder Komponenten gelten als nicht unterstützt.
3.2 Weitere Voraussetzungen
Vor der Installation des STP beA Desk und des STP beA Message Servers müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:
- Installation/Verfügbarkeit des zentralen STP User Management
- Installation/Verfügbarkeit des LEXolution Service BUS
- Installation/Verfügbarkeit eines SQL Servers
- Installation/Verfügbarkeit der aktuell unterstützten STP Documents (DMS)-Version (erforderlich für die Dokumentenübergabe aus STP Documents und die Nachrichtenarchivierung)
- Installation/Verfügbarkeit der aktuell unterstützten STP Winsolvenz-Version (erforderlich für die Tabellenübergabe an das Gericht)
4 STP beA Message Server
4.1 Installation
Führen Sie die Installationsdatei „STP beA Message Server Setup
<VERSION>.exe“ aus, um den Installationsprozess zu
starten.
❗ Die Setup-Datei sollte von einem lokalen Laufwerk gestartet werden. Wird die Installation von einem Netzlaufwerk durchgeführt, können Probleme auftreten.
❗ Das Setup muss als Administrator ausgeführt werden (Rechtsklick -> Als Administrator ausführen).
❗ Aktuell kann nur ein beA Message Server an einem einzelnen LEXolution.ServiceBus betrieben werden.
Anschließend öffnet sich der Willkommensbildschirm. Klicken Sie dort auf „Next“.
Im folgenden Fenster können Sie auswählen, ob die Installation
„Complete“ oder „Custom“ erfolgen soll.
Bei Auswahl von „Custom“ können Sie das Installationsverzeichnis selbst
auswählen und ändern.
Wenn Sie „Complete“ auswählen, wird das Programm standardmäßig im
empfohlenen Verzeichnis installiert:
C:\Programme\STP beA Message Server
Wenn Sie „Custom“ auswählen, können Sie das Setup entsprechend anpassen und entscheiden, ob der STP Update Server installiert werden soll.
Ist bereits ein Update Server installiert, werden durch das Setup lediglich die beA-relevanten Informationen ergänzt.
Wenn Sie die benutzerdefinierte Installation gewählt haben, können Sie den Installationspfad über die Schaltfläche „Change“ anpassen.
Grundsätzlich wird empfohlen, die Standardpfade nicht zu
ändern.
Im Supportfall erleichtert dies eine schnelle Unterstützung.
Nachdem Sie einen Installationspfad ausgewählt haben, bestätigen Sie Ihre Auswahl mit „OK“ und klicken Sie im folgenden Fenster auf „Next >“.
Anschließend folgt die Konfiguration der Parameter für den Betrieb des STP beA Message Servers, einschließlich einer Eingabemöglichkeit für die beA Desk Signer ID.
Wenn Sie die vollständige Installation gewählt haben, beginnt dieser Schritt mit folgendem Bildschirm:
4.1.1 Connection String zur SQL-Datenbank (SQL Server-Verbindungsdaten)
Die Einstellungen und die Datenbankerstellung erfolgen bei der Erstinstallation des beA Message Servers automatisch.
Beim Start prüft der beA Message Server, ob eine Datenbank vorhanden ist. Ist dies nicht der Fall, wird sie automatisch erstellt.
Bei einer Update-Installation werden notwendige Anpassungen beim ersten Start ebenfalls automatisch vorgenommen, sofern sich das Datenbankschema geändert hat.
❗ Stellen Sie sicher, dass die Datenbank in Ihren regelmäßigen Backup-Prozess aufgenommen wird.
4.1.2 DB Server
Geben Sie den Namen des Servers an, auf dem die Datenbank gehostet wird.
Befindet sich die Datenbank auf demselben Server wie der beA Message Server, geben Sie den Computernamen dieses Servers an.
Wird die Datenbank auf einem anderen Server gehostet, geben Sie den Namen dieses Servers an.
4.1.3 DB Database Name
Hierbei handelt es sich um die beA Desk-Datenbank, die im Rahmen dieses Prozesses installiert wird. Als Standardeingabe wird hier „STP_beA“ empfohlen.
4.1.4 DB User
Dies ist der Benutzer, der sich an der Datenbank anmeldet. Geben Sie einen Benutzer mit vollständigen Rechten auf die Datenbank ein. Der Benutzer muss berechtigt sein, das Datenbankschema zu erstellen sowie Daten zu lesen, zu löschen und zu schreiben. Die Verwendung des SQL Server-Benutzers „sa“ sollte vermieden werden.
4.1.5 DB Password
Geben Sie das Passwort ein, das für den Benutzer zur Anmeldung an der Datenbank festgelegt wurde.
4.1.6 REST/API-Adresse für den STP beA Message Server
Geben Sie unter Computer Name den Namen des Computers an, auf dem der beA Message Server installiert wird. Hinweis: Es ist nicht erforderlich, „http://“ vor dem Computernamen anzugeben. Geben Sie ausschließlich den Computernamen ein.
Geben Sie unter „Port 1“ den HTTP-Port ein. Standard ist „8096“.
Geben Sie unter „Port 2“ den HTTPS-Port ein. Standard ist „8097“.
💡 Eine Anpassung der Ports ist nur erforderlich, wenn auf Ihrem Applikationsserver bereits ein anderer Dienst diese Ports verwendet.
Klicken Sie nach Eingabe aller Angaben auf „Next“.
Im folgenden Fenster können Sie die Daten für den LEXolution Service Bus und das zentrale User Management eingeben.
4.1.7 LEXolution Service Bus (LSB)
Geben Sie den Hostnamen des LSB ein. Befindet sich dieser auf demselben Computer wie der beA Message Server, geben Sie den Namen dieses Computers an.
Port: Geben Sie den LSB-Port ein. Der Standardwert
ist „5672“.
Username: Geben Sie den Benutzernamen ein. Der
Standardwert ist „stpuser“. Dies hängt davon ab, unter welchem Benutzer
der LSB eingerichtet wurde.
Password: Geben Sie das Passwort für den angegebenen
LSB-Benutzer ein.
4.1.8 Zentrales User Management (STP User Management)
Konfigurieren Sie Benutzername und Passwort, damit der STP beA Message Server mit dem zentralen STP User Management kommunizieren kann.
Username: Geben Sie den Benutzernamen für das
zentrale User Management ein.
Password: Geben Sie das Passwort für den Benutzer des
zentralen User Management ein.
Klicken Sie nach Eingabe Ihrer Einstellungen auf „Next“, um zum nächsten Formular zu wechseln.
4.1.9 Blob Storage-Verzeichnis (für Dateispeicherung)
Alle Dateien (Anhänge aus beA-Nachrichten, Dokumente und weitere Dateien), die vom STP beA Message Server verwaltet werden, werden in diesem Verzeichnis und seinen Unterverzeichnissen gespeichert.
❗ Benutzer sollten keine manuellen Änderungen oder Anpassungen an Dateien in diesem Verzeichnis oder seinen Unterverzeichnissen vornehmen.
❗ Stellen Sie sicher, dass dieses Verzeichnis in Ihren regelmäßigen Backup-Prozess aufgenommen wird.
4.1.10 STP Updater
Wenn Sie bereits einen STP Update Server verwenden, sollten hier keine Änderungen vorgenommen werden.
4.1.11 beA Desk Signer ID
Wenn Sie den beA Desk Signer zum Signieren von Anhängen oder Dokumenten verwenden möchten, geben Sie hier die Ihnen bereitgestellte ID ein.
Nach Eingabe und Prüfung aller Werte bestätigen Sie mit „Next“.
Ein neues Fenster wird geöffnet. Klicken Sie auf „Install“.
💡 Aktuell prüft das Setup die eingegebenen Verbindungsdaten für
Datenbank, LEXolution Service Bus oder STP User Management noch
nicht.
Bitte stellen Sie vorab sicher, dass die Verbindungsdaten gültig
sind.
Wenn alle Daten korrekt eingegeben wurden, wird die Software
erfolgreich installiert.
Im folgenden Fenster können Sie über die entsprechende Checkbox die
Logdatei anzeigen lassen.
Klicken Sie auf „Finish“, um den Installationsprozess
abzuschließen.
Der STP beA Message Server sollte nun auf dem Zielsystem als
Windows-Dienst verfügbar sein und automatisch gestartet worden sein.
Sie können dies über die Windows-Dienste prüfen:
❗ Wichtig: Damit der beA Message Server die Typ-3-Codelisten für
X-Justiz-Datensätze aktuell halten kann, benötigt er Zugriff auf die
Domain https://www.xrepository.de.
Dies muss bei der Konfiguration von Firewalls oder Proxyservern
berücksichtigt werden.
💡 Für einen erfolgreichen Start des STP beA Message Servers ist
erforderlich, dass auch die anderen STP-Dienste (STP User Management und
LEXolution.Service Bus) laufen.
Da es bei einem Serverneustart vorkommen kann, dass Dienste nacheinander
starten, wartet der STP beA Message Server beim Start für eine gewisse
Zeit (ca. 1 Minute), bis die anderen Dienste verfügbar sind.
📝 Wenn beim Start ein Problem auftritt, finden Sie weitere Details in den Logdateien unter:
%PROGRAMDATA%\STP AG\beA Message Server\Logs
Diese Logdateien helfen dem STP Support, mögliche Probleme besser nachzuvollziehen und zu beheben.
4.2 Betrieb mit mehreren Documents (DMS)-Servern
💡 Hinweis: Die folgende Konfiguration ist nur erforderlich, wenn mehrere Documents-Server verwendet werden. Wird nur ein Server verwendet, wird dieser automatisch erkannt.
Wenn mehrere Documents-Server am selben LEXolution.ServiceBus verwendet werden, stellen Sie sicher, dass diese Server mit ihrer jeweiligen „SystemId“ und Beschreibung in der Konfiguration des beA Message Servers registriert sind. Gehen Sie dazu wie folgt vor:
Öffnen Sie die Server-Konfigurationsdatei im Installationspfad des beA Message Servers mit einem Texteditor. In der Regel befindet sich diese Datei unter:
C:\Program Files\STP AG\beA Message Server\appsettings.json
Tragen Sie im Abschnitt „DmsServerSettings“ alle im beA Desk verfügbaren Documents-Server wie im folgenden Beispiel ein.
{
"DmsServerSettings": {
"Servers": [
{
"SystemId": "129ff2c1-b4c4-4665-b55f-8d2a39dee8f9",
"Description": "DMS Server – Bereich A"
},
{
"SystemId": "c96917d2-0483-4a64-b078-1098c2edcdfe",
"Description": "DMS Server – Bereich B"
}
]
}
}❗ Stellen Sie sicher, dass Klammern und Kommas korrekt gesetzt sind. Eine fehlerhafte Konfiguration kann verhindern, dass der beA Message Server startet.
Nach einem Neustart des beA Message Servers stehen die registrierten Server im Anmeldebildschirm des beA Desk zur Auswahl. Benutzer können über die Checkbox den Standard-Documents-Server für zukünftige Anmeldungen festlegen.
4.3 Betrieb mit mehreren Input-Management-Systemen
Ab beA Desk Version 1.5 können mehrere Input-Management-Tenants angebunden werden. Jeder Input-Management-Tenant ist genau einem Documents (DMS)-Server zugeordnet.
Durch die Auswahl des Documents-Servers im Anmeldefenster des beA Desk wird das zugehörige Input-Management-System implizit ausgewählt. Wenn während der beA Desk-Sitzung beA-Nachrichten im Input-Management-System archiviert werden, ist das Zielsystem bereits ausgewählt und es erfolgt keine weitere Abfrage.
📝 Wenn in Ihrem bestehenden System bereits ein Input-Management-System definiert ist und dieses weiterhin als einzelnes System genutzt werden soll, können Sie diesen Abschnitt überspringen.
Die Konfiguration der Input-Management-Tenants erfolgt in der Konfigurationsdatei des beA Message Servers:
Öffnen Sie die Server-Konfigurationsdatei im Installationspfad des beA Message Servers mit einem Texteditor. In der Regel befindet sich diese Datei unter:
C:FilesAGMessage Server.json
Tragen Sie im Abschnitt „DmsToImMapping“ die Zugangsdaten sowie die zugehörigen Documents-Server wie im folgenden Beispiel ein.
{
"DmsToImMapping": [
{
"DmsServerSystemId": "129ff2c1-b4c4-4665-b55f-8d2a39dee8f9",
"ImUrl": "https://INPUT-MANAGEMENT-TENANT-1.stp-cloud.de/",
"ImUser": "USER_1",
"ImPassword": "PW_1",
"SkipCertificateValidation": true
},
{
"DmsServerSystemId": "c96917d2-0483-4a64-b078-1098c2edcdfe",
"ImUrl": "https://INPUT-MANAGEMENT-TENANT-2.stp-cloud.de/",
"ImUser": "USER_2",
"ImPassword": "PW_2"
}
]
}
```json
Nach Erweiterung der Konfiguration auf zwei Input-Management-Systeme sollte die Datei appsettings.json wie folgt aussehen:
{
"ImSettings": {
"ImUrl": "https://stp.../",
"ImUser": "User",
"ImPassword": "Pw_Im",
"SkipCertificateValidation": false
},
"DmsServerSettings": {
"Servers": [
{
"SystemId": "ID1",
"Description": "DMS Server 1"
},
{
"SystemId": "ID2",
"Description": "DMS Server 2"
}
]
},
"DmsToImMapping": [
{
"DmsServerSystemId": "ID1",
"ImUrl": "https://INSERT-CUSTOMER-ABBREVIATION-HERE_1.cloud.de/",
"ImUser": "USER_1",
"ImPassword": "PW_1",
"SkipCertificateValidation": true
},
{
"DmsServerSystemId": "ID2",
"ImUrl": "https://INSERT-CUSTOMER-ABBREVIATION-HERE_2.cloud.de/",
"ImUser": "USER_2",
"ImPassword": "PW_2",
"SkipCertificateValidation": true
}
]
}❗ Stellen Sie sicher, dass Klammern und Kommas gemäß JSON-Syntax korrekt gesetzt sind. Eine fehlerhafte Konfiguration kann verhindern, dass der beA Message Server startet.
💡 Die Konfiguration „ImSettings“ wird verwendet, wenn in „DmsToImMapping“ kein Mapping gefunden wird.
Nach dem Neustart des beA Message Servers werden die konfigurierten Input-Management-Tenants mit den angegebenen Documents-Systemen verknüpft und anhand des ausgewählten Documents-Servers verwendet.
4.4 Optionen für den Zugriff auf BRAK-Postfächer
Ab Version 1.5 wurden sowohl die Posteingangssynchronisation als auch der Versandprozess verbessert. Es ist technisch nicht mehr erforderlich, dass beA Desk eingehende und ausgehende Nachrichten nach erfolgreicher Synchronisation auf dem BRAK-Server in die Unterordner „STP beA Desk Inbox/Outbox“ verschiebt.
Es kann nun auf dem beA Message Server konfiguriert werden, ob Nachrichten verschoben werden sollen oder nicht.
📝 Nachrichten nicht in Unterordner verschieben:
Ein Vorteil, synchronisierte Posteingangsnachrichten nicht in Unterordner zu verschieben, besteht darin, dass alternative Softwareprodukte mit beA-Integration den Posteingang ebenfalls lesen und verarbeiten können.
Wenn beA Desk synchronisierte Posteingangsnachrichten aus dem Stammverzeichnis verschiebt, finden andere beA-Anwendungen diese neuen Nachrichten möglicherweise nicht.
📝 Nachrichten in Unterordner verschieben:
Wenn die oben genannte Anforderung nicht besteht, wird empfohlen, dass beA Desk Nachrichten nach erfolgreicher Synchronisation verschiebt, da dies die Organisation synchronisierter Nachrichten auf dem BRAK-Server verbessert.
Um zu konfigurieren, ob Posteingangs- oder Postausgangsnachrichten nach erfolgreicher Synchronisation in Unterordner verschoben werden sollen, gehen Sie wie folgt vor:
Öffnen Sie die Server-Konfigurationsdatei im Installationspfad des beA Message Servers mit einem Texteditor. In der Regel befindet sich diese Datei unter:
C:FilesAGMessage Server.json
Nehmen Sie die gewünschten Anpassungen im Abschnitt „Preferences“ vor. Mögliche Werte sind „true“ (Standard) oder „false“.
{
"Preferences": {
"AfterSyncMoveBrakInboxMessagesToStpSubfolder": true,
"AfterSyncMoveBrakSentMessagesToStpSubfolder": true
}
}4.5 Update
Wenn eine neue Version des STP beA Message Servers verfügbar ist, führen Sie die aktualisierte Installationsdatei „STP beA Message Server Setup *.exe“ aus, um den Updateprozess zu starten. Behalten Sie die Parameter der Erstinstallation bei.
❗ Stellen Sie vor dem Update sicher, dass ein Backup der Datenbank und des Dateispeichers des beA Message Servers durchgeführt wurde.
❗ Das Setup muss als Administrator ausgeführt werden (Rechtsklick -> Als Administrator ausführen).
5 STP beA Desk 5.1 Installation von beA Desk Signer oder SecCommerce SecSigner
Zum Signieren von Dokumenten innerhalb des beA Desk kann entweder der beA Desk Signer von STP (ab beA Desk Version 1.4 FP1) oder der SecCommerce SecSigner (Drittanbieter-Komponente) verwendet werden.
Beide sind nicht Bestandteil des Lieferumfangs und müssen vor der Installation des beA Desk heruntergeladen und installiert werden.
5.1.1
Bitte folgen Sie den Anweisungen zum Download und zur Installation unter folgendem Link: https://seccommerce.com/download-secsigner-secsign-id/
📝 Die Installation kann mit den Standardeinstellungen durchgeführt werden. In der Regel sind keine Anpassungen an den Einstellungen erforderlich. Wenn die Standardinstallationspfade übernommen werden, können auch während des beA Desk Setups die Standardeinstellungen verwendet werden.
5.2 Vorbereitung der Installation auf einem Windows Terminalserver
Wenn der beA Desk Client auf einem Terminalserver installiert werden soll, muss der Terminalserver vor der Installation in den Installationsmodus versetzt werden.
Öffnen Sie dazu eine Eingabeaufforderung mit Administratorrechten:
Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Windows-Symbol unten links auf dem Bildschirm. Wählen Sie „Eingabeaufforderung (Administrator)“ aus der Liste.
Geben Sie im geöffneten Befehlsfenster den folgenden Befehl ein und bestätigen Sie mit Enter:
❗ Wichtig: Dieser Schritt wird bei der Installation neuer Programme auf Terminalservern grundsätzlich empfohlen, damit benutzerspezifische Einstellungen in die jeweiligen Benutzerprofile kopiert werden.
5.3 beA Desk Client Installation – Besondere Hinweise für unterschiedliche Installationsumgebungen 5.3.1 Update beA Desk: Variante 1 mit Updater (kein Terminalserver)
Legen Sie die Update-Datei für beA Desk im Updater-Repository des STP beA Desk ab.
Wenn Sie den STP Expert Signer verwenden, nutzen Sie die XML-Datei mit einem Namen wie z. B. UpdateManifest_1.4.139.0.xml [Versionsbezeichnung „_1.4.139.0“ entfernen].
Wenn Sie den SecCommerce SecSigner verwenden, deinstallieren Sie zuvor manuell den STP beA Signer auf allen Systemen. Legen Sie anschließend die beA Desk Setup-Datei im Updater-Repository ab und verwenden Sie die XML-Datei UpdateManifest_1.x.xxx.0_no_beA_Signer.xml [Versionsbezeichnung „1.x.xxx.0_no_beA_Signer“ entfernen].
5.3.2 Variante 2 Installation ohne Updater (lokale Clientinstallation / Terminalserverinstallation)
Installation auf einem Terminalserver / lokalen PC mit beA Signer:
Legen Sie die Setup-Datei für beA Desk auf dem Computer ab, z. B. unter c:(nicht auf dem Desktop oder einem Netzlaufwerk). Öffnen Sie auf dem Terminalserver das Befehlsfenster als Administrator und aktivieren Sie den Installationsmodus mit:
change user /install
Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Setup-Datei und führen Sie diese als Administrator aus, um die Installation durchzuführen.
Beenden Sie nach der Installation den Installationsmodus mit:
change user /execute
Dieser Schritt ist bei PC-/Notebook-Installationen nicht erforderlich.
Installation auf einem Terminalserver / lokalen PC mit SecCommerce SecSigner:
Prüfen Sie, ob der STP Expert Signer installiert ist, und deinstallieren Sie diesen zuvor auf allen Systemen.
Legen Sie die Setup-Datei auf dem Computer ab, z. B. unter c:(nicht auf dem Desktop oder einem Netzlaufwerk). Öffnen Sie auf dem Terminalserver das Befehlsfenster als Administrator und aktivieren Sie den Installationsmodus mit:
change user /install
Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Setup-Datei und wählen Sie „Custom Installation“. Deaktivieren Sie in den folgenden Schritten „STP beA Signer“.
Starten Sie das Setup und fahren Sie wie gewohnt fort.
Beenden Sie nach der Installation den Installationsmodus mit:
change user /execute
Dieser Schritt ist bei PC-/Notebook-Installationen nicht erforderlich.
5.4 Installation
Vor der Installation des beA Desk muss die Installation des beA Message Servers abgeschlossen sein.
❗ Es wird empfohlen, Setup-Dateien nicht von einem Netzlaufwerk auszuführen. Eine direkte Installation von einem Netzlaufwerk kann zu Problemen führen.
Führen Sie die Installationsdatei „STP beA Desk Setup .exe“ aus, um den Installationsprozess zu starten.
❗ Das Setup muss als Administrator ausgeführt werden (Rechtsklick -> Als Administrator ausführen). Dies führt in der Regel zu einer Installation für „alle Benutzer“.
Der Willkommensbildschirm wird angezeigt. Klicken Sie auf „Next“.
Im folgenden Fenster können Sie auswählen, ob die Installation „Complete“ oder „Custom“ erfolgen soll. Bei Auswahl von „Custom“ können Sie das Installationsverzeichnis frei festlegen und ändern. Wenn Sie „Complete“ auswählen, wird das Programm standardmäßig in folgendes Verzeichnis installiert:
C:beA Desk
Wenn Sie die benutzerdefinierte Installation wählen, können Sie den Installationspfad über die Schaltfläche „Change“ ändern. Es wird jedoch empfohlen, den Standardinstallationspfad beizubehalten.
💡 STP beA Desk benötigt zusätzlich die Installation von STP beA Connect, da diese Komponente für die Kommunikation mit dem BRAK beA-Server über die KSW-Schnittstelle verwendet wird.
Nachdem Sie einen Installationspfad gewählt haben, bestätigen Sie diesen mit „OK“ und klicken anschließend im folgenden Fenster auf „Next >“.
Ein neues Fenster wird geöffnet, in dem folgende Werte eingegeben werden müssen:
5.4.1 REST/API-Adresse des beA Message Servers
Die URL muss im folgenden Format eingegeben werden:
Geben Sie unter Computer Name den Namen des Computers ein, auf dem der beA Message Server installiert ist.
💡 Es ist nicht erforderlich, „http://“ vor dem Computernamen anzugeben.
Geben Sie unter Port den HTTPS-Port ein. Standardmäßig ist dies Port „8097“.
5.4.2 Installationspfad für SecCommerce SecSigner 32-Bit / 64-Bit
Hier geben Sie das Verzeichnis an, in dem SecSigner auf diesem Client installiert ist.
💡 Wenn der Installationspfad des SecCommerce SecSigner während des Setups nicht geändert wurde, können die vom Installer vorgeschlagenen Standardinstallationspfade unverändert übernommen werden. Falls der Pfad geändert werden muss, können Sie dies über die Schaltfläche „Change“ tun.
Nachdem Sie alle Werte eingegeben und geprüft haben, bestätigen Sie mit „Next >“.
Im folgenden Fenster können Sie die Daten für den LEXolution Service Bus (LSB) eingeben.
5.4.3 LEXolution Service Bus (LSB)
Geben Sie hier den Hostnamen des LSB ein. Befindet er sich auf demselben Computer, auf dem Sie den beA Message Server installieren, geben Sie den Namen dieses Computers ein.
Port: Geben Sie den Port des LSB ein. Standardmäßig ist dies „5672“.
Username: Geben Sie den Benutzernamen ein. Standardmäßig ist dies „stpuser“. Dies hängt davon ab, unter welchem Benutzerkonto der LEXolution Service Bus (LSB) bereits konfiguriert wurde.
Password: Geben Sie das Passwort für den oben angegebenen LSB-Benutzer ein.
Bestätigen Sie Ihre Eingaben mit „Next >“.
Ein neues Fenster wird geöffnet. Klicken Sie auf „Install“.
💡 Aktuell prüft das Setup die eingegebenen Verbindungsdaten für den STP beA Message Server oder den LEXolution Service Bus noch nicht. Bitte stellen Sie vorab sicher, dass die Verbindungsdaten gültig sind.
Wenn alle Daten korrekt eingegeben wurden, wird die Software erfolgreich installiert. Im folgenden Fenster können Sie über die entsprechende Checkbox die Logdatei anzeigen lassen.
💡 Vergessen Sie nicht, den Modus nach der Installation auf einem Terminalserver wieder auf „execute“ zurückzusetzen.
5.5 Update
Wenn eine neue Version des beA Desk verfügbar ist, führen Sie die aktualisierte Installationsdatei „STP beA Desk Setup .exe“ aus, um den Updateprozess zu starten. Behalten Sie die Parameter der Erstinstallation bei.
❗ Das Setup muss als Administrator ausgeführt werden (Rechtsklick -> Als Administrator ausführen).
❗ Stellen Sie vor dem Update sicher, dass keine Instanz des beA Desk läuft und kein beA Connect Java-Prozess aktiv ist.
❗ Stellen Sie sicher, dass sich vor dem Update keine unvollständigen Nachrichten im Ordner „Postausgang“ eines beA Desk-Postfachs befinden.
❗ Es wird empfohlen, Setup-Dateien nicht von einem Netzlaufwerk auszuführen. Eine direkte Installation von einem Netzlaufwerk kann zu Problemen führen.
💡 Wenn beA Connect nach dem Update nicht starten kann, stellen Sie sicher, dass sich im Programmordner von beA Connect nur die aktuellste Datei beaConnect-*.jar befindet (in der Regel C:FilesAGbeA DeskbeA Connect).
5.6 Rollen- und Gruppenverwaltung
Der beA Desk verwendet Untergruppen unterhalb der Hauptgruppe „beA“ im zentralen STP User Management, um Benutzern ihre funktionalen Rollen innerhalb des beA Desk zuzuweisen.
Beim Start des STP beA Message Servers werden die folgenden Gruppen automatisch angelegt, sofern sie noch nicht vorhanden sind:
Die Untergruppen der Hauptgruppe „beA“ stellen zugleich die fachlichen Rollen der Benutzer im beA Desk dar. Bitte fügen Sie Ihre Benutzer entsprechend ihrer fachlichen Tätigkeit den jeweiligen Gruppen hinzu.
Der beA Desk nimmt keine Änderungen an den Benutzerrollen oder der Berechtigungsstruktur Ihres BRAK-Postfachs und dessen Rechten vor. Die Gruppierung dient lediglich der fachlichen Zuordnung und wirkt sich nur im beA OfficeManager aus, wo administrative Rechte innerhalb des beA Desk vergeben werden.
5.6.1 Beschreibung der funktionalen Rollen
Gruppe beA-OfficeManager – Office Manager sind berechtigt, Postfächer einzurichten und Berechtigungen für Postfächer zu vergeben.
Gruppe beA-Rechtanwalt – Diese Gruppe ist berechtigt, Nachrichtenentwürfe in Postfächern zu erstellen, auf die sie Zugriff hat, und abhängig von den durch die BRAK vergebenen Berechtigungen Nachrichten zu senden und zu empfangen.
Gruppe beA-Sachbearbeiter – Diese Gruppe ist berechtigt, Nachrichtenentwürfe in Postfächern zu erstellen, auf die sie Zugriff hat, und abhängig von den durch die BRAK vergebenen Berechtigungen Nachrichten zu senden und zu empfangen.
Gruppe beA-Sekretariat – Diese Gruppe ist berechtigt, Nachrichtenentwürfe in Postfächern zu erstellen, auf die sie Zugriff hat, und abhängig von den durch die BRAK vergebenen Berechtigungen Nachrichten zu senden und zu empfangen.
❗ Ob ein Benutzer nach erfolgreicher Anmeldung am STP beA Desk Nachrichten im Posteingang empfangen oder Nachrichten senden kann, hängt ausschließlich von der Anmeldung am beA-Netzwerk und den durch die BRAK gesetzten Berechtigungen ab.
💡 Benutzer können während des Betriebs des STP beA Message Servers im zentralen STP User Management Gruppen hinzugefügt werden. Es kann jedoch bis zu 5 Minuten dauern, bis diese Änderungen im beA Message Server und im beA Desk wirksam werden.
5.7 Erster Start
Öffnen Sie den beA Desk (ein Icon sollte sich auf dem Desktop befinden) und melden Sie sich mit einem Benutzer an, dem im User Management Berechtigungen zugewiesen wurden.
Mit diesem Schritt ist die Installation des beA Desk erfolgreich abgeschlossen. Sie können nun damit beginnen, im fachlichen Rollenbereich „beA-OfficeManager“ über den Dialog „Settings“ Postfächer für einzelne Benutzer einzurichten.
Mit diesem Schritt ist die Installation des beA Desk erfolgreich abgeschlossen. Sie können nun über das Zahnrad-Symbol im Dialog „Settings“ Postfächer für einzelne Benutzer in der fachlichen Rolle „beA-OfficeManager“ anlegen.
6 Technische Grundlagen und Komponenten
Der STP beA Desk und der STP beA Message Server kommunizieren miteinander sowie mit weiteren STP-Produkten, wie im folgenden Diagramm dargestellt.
Für eine erfolgreiche Kommunikation zwischen den einzelnen STP-Produkten und Komponenten muss sichergestellt werden, dass die entsprechenden Protokolle und Ports freigegeben sind.
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