Falls Sie die Spracherkennungssoftware Dragon Naturally Speaking auf Ihrem System installiert haben, können Sie diese das Diktat in geschriebenen Text übersetzen lassen.
Nach dem Einsatz der Spracherkennung muss der fertige Text jedoch unbedingt aufmerksam Korrektur gelesen werden, um die teilweise sinnverzerrenden Übersetzungsfehler zu verbessern.
Die Spracherkennungssoftware funktioniert immer besser und fehlerfreier, je öfter der Diktant diese benutzt und mit ihr übt. Völlig fehlerfrei wird jedoch nach derzeitigem Stand der Technik ein Diktat fast nie in Text übersetzt werden können. Dennoch lässt sich durch eine Spracherkennungssoftware Zeit einsparen, wenn das Korrekturlesen schneller vonstattengeht als das Selbst-Tippen.
Voraussetzung ist, dass Dragon Naturally Speaking auf dem Arbeitsplatz installiert ist, auf dem die Übersetzung erfolgen soll. Dies ist i. d. R. der PC der Schreibkraft. Installieren Sie Dragon so, wie in dessen Anleitung beschrieben. WM Voice erkennt von selbst, ob Dragon vorhanden ist oder nicht.
Vor dem Einsatz muss der Diktant an seinem Platz Dragon soweit "trainiert" haben, dass eine vernünftige Übersetzung möglich ist, wofür die dabei erzeugten Sprachdateien des Diktanten verantwortlich sind. Diese müssen dann auf dem Arbeitsplatz der Schreibkraft (!) so hinterlegt werden, dass Dragon sie auch finden und verwenden kann. Standardmäßig legt Dragon diese Sprachdateien im Verzeichnis c:\Programme\Dragon Systems\NaturallySpeaking\user ab. Diese Dateien müssen i. d. R. über das Netzwerk vom Diktanten-PC auf den Schreib-PC in den gleichlautenden Pfad kopiert werden.
Kompression deaktivieren für
Dragon-Qualität
Achten Sie hier unbedingt darauf,
bereits beim Anlegen von Diktaten Kompression
verwenden in den Diktateigenschaften
auszuschalten. Nur dann ist die Wiedergabe-Qualität für
Dragon ausreichend. Nachteil: Die Dateigröße der Diktate steigt etwa um
den Faktor 100 (eine Minute ca. 1,3 MB gegenüber ca. 130 kB), was zu
erhöhter Netzlast beim Upload vom Diktanten zum Netz und Download vom
Netz zum Schreiber führt.
Hohe Aufnahmequalität für
Dragon erforderlich
Falls Sie ein externes, digitales
Diktiergerät verwenden, stellen Sie bitte die bestmögliche
Aufnahmequalität ein. Das Diktat könnte sonst in einer nicht mehr
ausreichenden Qualität für Dragon aufgenommen werden.
Für eine gute Übersetzungsleistung kommt es auch entscheidend darauf an, dass die Lautstärke bei der Aufnahme in WM Voice optimal eingestellt wird: "Extras" > "Optionen" > Registerkarte "Geräte" > Audio-Geräte > Registerkarte "Audio" > Button Lautstärke unter Mikrofon bzw. Audiowiedergabe. Sowohl eine zu leise aber auch eine zu laute Einstellung ist für die Übersetzungsqualität schädlich. Abhängig von Rechner, Mikrofon, Stimmlage und Umgebungsgeräusche muss der optimale Wert ausprobiert werden.
Es gibt zwei Möglichkeiten, wie eine konkrete Übersetzung gestartet wird:
- "Diktat" > "Übersetzen in neues Dokument" startet ggf. Word, öffnet ein neues, leeres Dokument und übersetzt dort hinein ohne weitere Rückfrage das Diktat.
- "Diktat" > "Übersetzen in bestehendes Dokument" fügt das Diktat an der Stelle der Eingabemarke im aktiven Dokument des bereits geöffneten MS Word ein.
Wenn Sie mit Winmacs arbeiten (oder Insomacs, das Sie als DDE-Server eingerichtet haben), und in den Diktateigenschaften eine Verknüpfung zu einem Aktenzeichen oder einer Adresse des anderen Programms angelegt haben, klicken Sie zuerst wie üblich auf den Button Text. Wie üblich wird nun Winmacs oder Insomacs gestartet und der Textprozessor geöffnet, aus dem Sie den gewünschten Rohtext auswählen. Das Dokument wird erzeugt, und die Eingabemarke blinkt im Text.
Starten Sie nun über "Diktat" > "Übersetzen in bestehendes Dokument" Dragon und lassen Sie den Text übersetzen. Zum Abschluss lesen Sie Korrektur und verfahren ansonsten so weiter, als hätten Sie es selbst eingegeben.
Verknüpfung mit