Auswertungen in der Buchhaltung

In den folgenden Unterkapiteln erfahren Sie, wie Sie die Daten aus der jeweils geöffneten Buchhaltung auswerten.

Die Akten-Registerkarte "Buchhaltung"

Die Eingaben (unter "Zeitraum") im Bereich "Auswertungen" dienen als Voreinstellung für die einzelnen Auswertungen, können dort aber auch nachträglich noch geändert werden. Ausführliche Beschreibungen der Eingabemöglichkeiten befinden sich in den Kapiteln Saldenliste und Buchungsjournal.

Übersicht

Die Saldenliste

Die Sachkonten-Saldenliste liefert zu jedem im Kontenrahmen geführten Konto den Saldo. Geöffnet wird die Sachkonten-Saldenliste in der geöffneten Buchhaltung der Akte über den Button Saldenliste.

Das Fenster "Saldenliste"

Oberer Bereich

Stellen Sie im Drop-down-Menü Darstellung ein, wie die Saldenliste dargestellt werden soll:

  • "Saldenliste": Die Auswertung liefert zu jedem im Kontenrahmen geführten Konto den Saldo. Dabei werden nicht beide Salden (Soll und Haben) getrennt dargestellt, sondern der sich aus allen Buchungen auf dieses Konto ergebende Gesamtsaldo. Ist dieser negativ, erscheint der Saldo auf der Soll-Seite, ist er positiv, auf der Haben-Seite der Saldenliste.
  • "ForStaB" (Fortgeschriebener Standardisierter Bericht): Es werden Ausgaben und Einnahmen einander gegenübergestellt. Zu den Finanzkonten wird der Saldenvortrag und der Bestand ausgegeben. "ForStaB" ist beim Aachener Modell voreingestellt.

Überschrift ist ein Schlüsselfeld zur Auswahl einer selbst erstellbaren Überschrift

Wenn die Check-Box Überschrift erweitert "aktiviert" ist, werden beim Druck Überschriftenzeilen ausgegeben, u. a. mit Insolvenzgericht und ‑verwalter.

Wenn die Check-Box kleine Schriftart "aktiviert" ist, wird die Liste in einer kleineren Schriftgröße wiedergegeben.

Wenn die Check-Box ohne Nullpositionen "aktiviert" ist, werden bebuchte Konten mit Saldo gleich 0,00 € (z. B.: Transitkonten) ausgeblendet.

Wenn die Check-Box nur bebuchte Konten "aktiviert" ist, werden nur Konten dargestellt, die Buchungen aufweisen.

nur Buchungen (Zahlungen) "aktiviert": Die Erfassungen (Forderungen, Vermögen, usw.) werden ausgeblendet.

Wenn die Check-Box ohne Zuordnung zur Schlussrechnung "aktiviert" ist, werden Konten ohne Zuordnung zur Schlussrechnung ausgeblendet.

Wenn die Check-Box inkl. interne Konten "aktiviert" ist, werden auch die internen Konten ausgegeben. Wenn man die internen Konten ausblendet, stehen Ihnen Eingabemöglichkeiten für I‑Gegenkonten und inkl. Steuerkonten zur Verfügung.

Das Feld I-Gegenkonto ist nur sichtbar, wenn unter Anzeige-Optionen "inkl. interne Konten" gewählt wurde.

  • "Brutto": Bei der Bruttosaldierung werden die Steuerkonten (USt.- und Vorsteuerkonten) ausgeblendet. Sie können mittels der sich rechts anschließenden Check-Box inkl. Steuerkonten eingeblendet werden.
  • "Netto" setzt automatisch den Haken in die Check-Box inkl. Steuerkonten.

Mittlerer Bereich

Bereich "Auswertungszeitraum"

Im Drop-down-Menü Vorgabe wird ausgewählt, für welchen Zeitraum die Salden dargestellt werden. Dabei kann gewählt werden:

  • "eines einzelnen Monats": Die Buchungen des in Monat eingestellten Monats werden saldiert. Man erkennt demzufolge, welche Änderung des Saldos in diesem Monat gegenüber dem Vormonat stattgefunden hat.
  • "eines einzelnen Jahres": Alle Buchungen des dann in Jahr zu wählenden Kalenderjahres werden saldiert. Dabei können ausgehend vom Eröffnungsjahr 5 Jahre in die Vergangenheit und 10 Jahre in die Zukunft gewählt werden.
  • "eines einzelnen Jahres bis Monat": Alle Buchungen des in Jahr gewählten Kalenderjahres bis einschließlich der in Monat gewählten Periode werden saldiert.
  • "bis Monat": Alle Buchungen bis zur durch Monat und Jahr festgelegten Periode werden berücksichtigt. Im Gegensatz zu "eines einzelnen Jahres bis Monat" werden hier jedoch die Vorjahre auch mit saldiert, so dass im Ergebnis die "Saldovorträge" aus den früheren Jahren mit berechnet werden.
  • "insgesamt": Alle Buchungen ohne Einschränkung des Zeitraums werden saldiert.
  • "abweichendes Jahr (rückwärts)": Betrachtet werden – vom eingestellten Monat ausgehend – die letzten 12 Monate als ein vom Kalenderjahr abweichender Jahreszeitraum.
  • "Quartal (vorwärts)": Die Buchungen im Quartal werden ausgewertet, beginnend mit dem eingestellten Monat und Jahr.
  • "von-bis Datum": Der Auswertungszeitraum kann frei eingestellt werden, indem ein Datum für den Beginn (von) und eines für das Ende (bis) eingegeben werden. In diesem Fall kann auch markiert werden, ob der Saldovortrag (Übertrag) angezeigt werden soll.
  • "bis Aufhebung" des Insolvenzverfahrens
  • "ab Aufhebung" des Insolvenzverfahrens
  • "vor Anordnung vorl. Verwaltung": Der Zeitraum berechnet sich bis einschließlich dem Tag "vor Anordnung vorl. Verwaltung".
  • "nach Anordnung vorl. Verw. bis Eröffnung": Der Zeitraum bemisst sich ab einschließlich "Anordnung vorl. Verwaltung" bis zum Tag der "Eröffnung".
  • "ab Insolvenzeröffnung": Der Zeitraum bemisst sich ab einschließlich "Eröffnung"

In den Feldern Monat und Jahr kann die eingestellte Vorgabe genauer spezifiziert werden.

Bereich "Kontrollsummen"

Der Bereich wird angezeigt, wenn als Darstellung "Saldenliste" voreingestellt bzw. gewählt worden ist. Er dient der Saldenkontrolle. Es werden die Summe aller Soll-Salden und die Summe aller Haben-Salden dargestellt. Die Summe dieser beiden Beträge muss den Wert 0 ergeben – andernfalls wird in roter Schrift der Differenzbetrag dargestellt.

Falls eine solche Differenz auftritt, muss umgehend die Ursache geklärt und behoben werden, da die Buchhaltung dann nicht ordnungsgemäß ist. Falls Sie den Fehler nicht selbst erkennen und beheben können, sollten Sie sich umgehend mit Ihrem Service-Partner in Verbindung setzen.

Der Saldenvortrag der Finanzkonten wird über dem Bereich "Periodensaldo" angezeigt, wenn die Darstellung "ForStaB" gewählt worden ist.

Bereich "Periodensaldo"

Der Bereich wird angezeigt, wenn als Darstellung "ForStaB" voreingestellt bzw. gewählt worden ist. Der Periodensaldo berechnet sich aus dem Bestand der Finanzkonten und den Ausgaben im Zeitraum bzw. dem Saldenvortrag der Finanzkonten und den Einnahmen.

Unterer Bereich

Hier stehen Such-Optionen für die Saldenliste zur Verfügung, deren Spalten sich per Kopfklick sortieren lassen.

Geben Sie ins Feld Suche nach einen Suchbegriff ein. Die Suche wird über Button neben dem Eingabefeld gestartet. Der "blaue Balken" springt auf das Ergebnis, das von den beiden folgenden Eingabefeldern abhängt:

In Spalte: Alle Spaltenbezeichnungen der Saldenliste können ausgewählt werden.

Im Drop-down-Menü Bedingung stehen folgende Optionen zur Verfügung: "Enthält", "Beginnt mit", "Endet mit", "größer/gleich", "kleiner/gleich" oder "genau".

Buttons der Saldenliste

Der Button Druck öffnet den Druck-Dialog zum Ausdrucken der im Fenster angezeigten Übersicht.

Der Button Aktualisieren aktualisiert die angezeigte Saldenliste bzw. den ForStaB.

Der Button Kontoblatt öffnet das Kontoblatt zu dem in der Tabelle markierten Konto.

Der Button Export exportiert die Liste zur Weiterverarbeitung, z. B. für die Tabellenkalkulation Excel, in eine Datei. Diese enthält den Vortrag, die einzelnen Salden pro Monat und den Saldo zum Jahresende.

Der Button Jahr [Jahreszahl] steht nur zur Verfügung, wenn für den Auswertungszeitraum die Vorgabe "eines einzelnen Jahres" gemacht worden ist. Exportiert werden alle bebuchten und nicht bebuchten Konten des Kontenrahmens für das eingestellte Jahr nach Excel.

Das Buchungsjournal

Im Buchungsjournal werden sämtliche Buchungen eines gewählten Zeitraums dargestellt. Es wird in der geöffneten Buchhaltung der Akte über den Button Journal geöffnet.

Das Buchungsjournal

Im Buchungsjournal werden sämtliche Buchungen im gewählten Auswertungszeitraum dargestellt.

Bereich "Auswertungszeitraum"

Folgende Filter-Einstellungen sind vorzunehmen:

Im Feld Vorgabe wird ausgewählt, für welchen Zeitraum die Buchungen dargestellt werden. Dabei kann gewählt werden:

  • "eines einzelnen Monats": Die Buchungen des in Monat eingestellten Monats.
  • "eines einzelnen Jahres": Alle Buchungen des dann in Jahr zu wählenden Kalenderjahres werden dargestellt. Dabei können ausgehend vom Eröffnungsjahr 5 Jahre in die Vergangenheit und 10 Jahre in die Zukunft gewählt werden.
  • "Eines einzelnen Jahres bis Monat": Alle Buchungen des in Jahr gewählten Jahres bis einschließlich der in Monat gewählten Periode werden dargestellt.
  • "bis Monat": Alle Buchungen bis zur durch Monat und Jahr festgelegten Periode werden dargestellt – auch Buchungen aus den Vorjahren.
  • "Insgesamt": Alle Buchungen ohne Einschränkung des Zeitraums werden dargestellt.
  • "Abweichendes Jahr": Betrachtet werden – vom eingestellten Monat ausgehend – die letzten 12 Monate als ein vom Kalenderjahr abweichender Jahreszeitraum.
  • "Quartal (vorwärts)": Es werden Buchungen des aktuellen Quartals angezeigt.
  • "von-bis Datum": Werten Sie einen beliebigen Zeitraum aus, indem Sie ein Anfangs- und Enddatum eingeben. "00.00.0000" steht für das Tagesdatum.
  • "bis Aufhebung" des Insolvenzverfahrens
  • "ab Aufhebung" des Insolvenzverfahrens
  • "vor Anordnung vorläufige Verwaltung": Der Zeitraum berechnet sich bis einschließlich dem Tag "vor Anordnung vorläufige Verwaltung".
  • "nach Anordnung vorläufige Verwaltung bis Eröffnung": Der Zeitraum bemisst sich ab einschließlich "Anordnung vorläufige Verwaltung" bis zum Tag der "Eröffnung".
  • "ab Insolvenzeröffnung": Der Zeitraum bemisst sich ab einschließlich "Eröffnung".

In den Feldern Monat und Jahr bzw. von und bis kann die eingestellte Vorgabe genauer spezifiziert werden.

Bereich "Anzeige- / Druckoptionen"

Hier werden die Einstellungen für den Ausdruck des Buchungsjournals vorgenommen.

Die angezeigte Liste kann nach der Art der Buchung gefiltert werden. Es werden dann nur solche Einträge angezeigt, die der ausgewählten Erfassungsart entsprechen:

  • "Buchungen (Zahlungen)": Voreinstellung beim Öffnen des Buchungsjournals. Bei dieser Erfassungsart stehen das Eingabefeld Darstellung und die Check-Box für Saldo zur Verfügung.
  • "Erfassungen (Unterakten/ Vermögen)"
  • "Gläubigerforderungen"
  • "Debitorenforderungen"
  • "Masseverbindlichkeiten"
  • "Vermögen"

Wählen Sie die Darstellung im Drop-down-Menü aus.

  • "Soll/ Haben" ist beim Öffnen des Journal-Fensters voreingestellt.
  • "Brutto/ Netto"
  • "Vor-/ Umsatzsteuer" erzeugt eine Liste aller Buchungen mit Steuern.

Saldo ist beim Öffnen des Journal-Fensters voreingestellt.

Stellen Sie im Drop-down-Menü Spalten ein-/ausblenden ein, welche Tabellenspalten sichtbar und welche unsichtbar sein sollen:

  • "Bu-Nr.": Buchungsnummer
  • "Bu.Dat.": Buchungsdatum
  • "Beleg-Nr.": Belegnummer
  • "Beleg2": blendet die Spalte "Beleg2". Die Check-Box ist nur für Nutzer von Insomacs PLUS sichtbar, wenn dieses in den Programm-Parameter (Hauptfenster-Menüband "Einstellungen" > Gruppe "Buchhaltung") für die Buchhaltung eingestellt wurde.
  • "U-Konto"
  • "I-Konto (Bezeichnung)"
  • "A-Konto"
  • "Betrag"
  • "Fremdwährung": blendet die Fremdwährung ein. Diese Option ist nur für Nutzer von Insomacs PLUS sichtbar, wenn dieses in den Buchhaltungs-Parametern (Akte > Registerkarte "Buchhaltung") eingestellt wurde.
  • "Kurs": ist nur sichtbar, wenn Fremdwährung aktiviert worden ist. Der Kurs ist in den Programm-Einstellungen hinterlegt.
  • "St. €": Steuerbetrag
  • "St. %": Steuersatz
  • "Art"
  • "Beteiligter"

Wenn die Check-Box Kleine Schriftart "aktiviert" ist, wird die Liste in einer kleineren Schriftgröße ausgegeben.

Wenn die Check-Box Überschrift erweitert "aktiviert" ist, werden beim Druck Überschriftenzeilen ausgegeben, u. a. mit Insolvenzgericht und -verwalter.

Die Überschrift für den Ausdruck kann individuell über eine Schlüsseltabelle eingestellt werden.

Die Eingabe von Betragsgrenzen ist nur dann möglich, wenn Sie die Erfassungsart "Buchungen (Zahlungen)" ausgewählt haben. Sie können dann bis zu zwei Beträge angeben, die als Filter für die Auflistung wirken sollen. Ein Betrag ohne weitere Angaben ist immer die Untergrenze. Zusätzlich oder alternativ können Sie nach dem Schlüsselwort "bis" eine Obergrenze festlegen. Wenn Sie das Schlüsselwort "netto" hinzufügen, findet das Filtern anhand der Nettobeträge statt. Andernfalls beziehen sich Ihre Angaben auf die Bruttobeträge. Ohne die Angabe von Nachkommastellen verwendet Insomacs glatte Beträge. Die Groß-/ Kleinschreibung der Schlüsselworte ist unerheblich. Klicken Sie auf den Button (Fernglas) oder drücken Sie die Taste [F2], um die Filterkriterien anzuwenden.

Beispiele

  • "200,00" zeigt alle Umsätze, die größer oder gleich 200,00 sind
  • "-200,00" zeigt alle Umsätze, die größer oder gleich -200,00 sind; folglich erscheint z. B. auch -70,00 (mathematisch größer)
  • "bis 200,00" zeigt alle Umsätze, die kleiner oder gleich 200,00 sind; folglich auch negative Werte
  • "1 bis 200" zeigt alle positiven Umsätze im Bereich von 1,00 bis 200,00
  • "200 bis 400 netto" zeigt alle positiven Nettoumsätze im Bereich von 200,00 bis 400,00

Mit einer Eingabe im Feld Suche nach können Sie Text finden, der in einer Zeile der Liste enthalten sein soll. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Teile des Buchungstextes, Beträge, Kontonummern, Buchungsnummern oder andere sichtbare Informationen handelt. Geben Sie eine beliebige Zeichenfolge ein und Klicken Sie auf den Button (Fernglas) oder drücken Sie die Taste [F2]. Die Markierung in der Liste springt zur nächsten darunterliegenden Zeile, die den gesuchten Text enthält.
Mit den benachbarten Feldern In Spalte und Bedingung präzisieren Sie Ihre Suche.

Tipp: Legen Sie für die Ansicht des Buchungsjournals eine kanzleiweite Vorlage (oder gleich mehrere) an. Lesen Sie dazu das Kapitel Auswertungen verwalten.
Stellen Sie bitte hinterher die Vorlage in dem Fenster ein, in dem sie zum Einsatz kommen soll – selbst wenn Sie nur eine Vorlage erstellt haben. Das dafür notwendige Drop-down-Menü finden Sie nach Erstellung der Vorlage links, direkt über der Kopfzeile des Buchungsjournals.

Der Button Storno storniert automatisch die markierte Buchung, d. h. eine weitere Buchung wird erzeugt, welche die zu stornierende Buchung der Wirkung nach aufhebt. Anschließend müssen Sie in der Regel die Buchung – diesmal richtig – erneut ausführen. Stornierte Buchungen werden im Journal rot dargestellt.
Mit der Buchung zusammenhängende OP-Verrechnungen werden automatisch gelöscht. Der Übersichtlichkeit halber wird für letztere keine Gegen-OP-Verrechnung angezeigt.

Der Button Export exportiert die Liste zur Weiterverarbeitung, z. B. für die Tabellenkalkulation Excel, in eine Datei.

Hinweis: Um Buchungen nachträglich bearbeiten zu können (mit Belegdatum in der aktuellen Buchungsperiode oder später), können Sie über das Hauptfenster-Menüband "Einstellungen" > Gruppe "Buchhaltung" > Button Programm-Parameter die Check-Box Buchungen der aktuellen Buchungsperiode bearbeitbar aktivieren.

Tipp: Die Spalten lassen sich durch "Kopf-Klicks" auf die Spaltenüberschriften aufwärts und abwärts sortieren.

Das Kassenbuch

Um die Niederlegung der Buchhaltung bei kleinen Insolvenzverfahren zu vereinfachen, verwenden Sie die Kassenbuch-Auswertung. Diese rufen Sie in der geöffneten Akten-Buchhaltung über den Button Kassenbuch auf.

Das Kontoblatt (Kassenbuchdarstellung)

Im Kassenbuch lassen sich Kontoblätter der Finanzkonten ausgeben, welche die einzelnen Buchungen nicht nur auflisten, sondern zunächst in Einnahmen und Ausgaben aufsplitten. Zusätzlich werden die Einnahmen noch nach Verwertungserlösen, Forderungseinzügen und sonstigen Einnahmen unterschieden; bei den Ausgaben erfolgt die getrennte Darstellung nach Massekosten, Masseschulden und sonstigen Ausgaben. So bieten Sie dem Rechtspfleger eine kompakte und übersichtliche Information über Ihre Hinterlegungskonten, die im Vergleich zur Abgabe von Saldenliste mit diversen Sachkontoblättern einfacher überschaubar ist.

Die Vorgabe für den Auswertungszeitraum bestimmt, welche Buchungen aufgelistet werden. Standardmäßig wird die Voreinstellung aus den Buchhaltungsoptionen verwendet. Als Auswertungszeitraum kann neben Monaten, Quartalen oder Jahren auch ein beliebiger anderer Zeitraum eingetragen werden (Einstellung in Vorgabe: "von-bis Datum", wobei "00.00.0000" für das Tagesdatum steht). In diesem Fall und wenn gleichzeitig eine Sortierung nach Belegdatum gewählt ist, steht die Check-Box Übertrag zur Verfügung – ist es markiert, wird die Summe der davor liegenden Buchungen als Übertrag angezeigt.

Über die Check-Boxen im Drop-down-Menü Spalten ein-/ ausblenden blenden Sie die nicht immer sichtbaren Spalten ein bzw. aus. Immer sichtbar sind folgende Spalten: Beleg-Dat., Einnahmen €, Ausgaben €, I‑Konto, Text.

  • "Beleg-Nr.": zeigt Belegnummern an, blendet sie wieder aus.
  • "Beleg2": blendet die Spalte "Beleg2". Die Check-Box ist nur für Nutzer von Insomacs PLUS sichtbar, wenn dieses in den Programm-Parameter (Hauptfenster-Menüband "Einstellungen" > Gruppe "Buchhaltung) für die Buchhaltung eingestellt wurde.
  • "Bu-Nr."
  • "Art"
  • "Beteiligter"

Wenn die Check-Box Kleine Schriftart "aktiviert" ist, wird die Liste in einer kleineren Schriftgröße wiedergegeben.

Wenn die Check-Box Überschrift erweitert "aktiviert" ist, werden beim Druck Überschriftenzeilen ausgegeben, u. a. mit Insolvenzgericht und -verwalter.

Hinterlegen Sie im Feld Bezeichnung die Überschrift des Ausdrucks.

Die Spalten des Kassenbuchs lassen sich durch "Kopf-Klicks" auf die Spaltenüberschriften aufwärts und abwärts sortieren.

Tipp: Legen Sie für die Ansicht des Kassenbuchs eine kanzleiweite Vorlage (oder gleich mehrere) an. Lesen Sie dazu das Kapitel Auswertungen verwalten. Stellen Sie bitte hinterher die Vorlage in dem Fenster ein, in dem sie zum Einsatz kommen soll – selbst wenn Sie nur eine Vorlage erstellt haben. Das dafür notwendige Drop-down-Menü finden Sie nach Erstellung der Vorlage links, direkt über der Kopfzeile des Kassenbuchs.

Der Button Druck druckt das angezeigte Kassenbuch aus.

Über den Button Export am oberen Fensterrand wird die angezeigte Liste in eine Datei exportiert (Tab-getrennte ASCII-Datei mit dem Namen IMKassenbuch_xxxx.TXT) und in Excel geöffnet.

Das Kontoblatt

Über das Kontoblatt haben Sie die Möglichkeit, sich die Umsätze eines einzelnen Kontos für einen bestimmten Zeitraum anzeigen zu lassen. Geöffnet wird das Kontoblatt in der geöffneten Buchhaltung der Akte über den Button Kontoblatt.

Das Kontoblatt

Differenzieren Sie die Darstellung (oben rechts) der Saldierung nach "Sachkonten (A-Konto)" oder "E/A-Konten (I-Konto)".

Bereich "Auswertungszeitraum"

Geben Sie die anzuzeigende Konto-Nr. ein und füllen Sie den Bereich "Auswertungszeitraum" aus. Hier kann neben Monaten, Quartalen oder Jahren auch ein beliebiger anderer Zeitraum eingetragen werden (Einstellung in Vorgabe: "von-bis Datum", wobei "00.00.0000" für das Tagesdatum steht). Beim Auswertungszeitraum "von-bis Datum" kann ein Übertrag erstellt werden.

Tipp: Falls bei Nr. die I-Gegenkontonummer 4-stellig eingegeben wird, erfolgt beim Verlassen des Feldes eine Normierung auf die 6-stellige Kontonummer im SKR-InsO. Die 4-stellige Kontonummer wird automatisch um die Verfahrens-ID ergänzt

Bereich "Anzeige-/ Druckoptionen"

Es stehen verschiedene Anzeige-/ Druckoptionen zur Verfügung. Haben Sie ein Finanzkonto gewählt und die Erfassungsart "Buchungen (Zahlungen)" eingestellt, dann stehen zwei weitere Optionen zur Verfügung.

Sie haben in Fenster-Mitte die Wahl zwischen folgenden Darstellungsweisen: "Brutto/ Netto" und "Soll/ Haben".

Wenn die Check-Box Saldo "aktiviert" ist, zeigt Insomacs am Ende des Kontoblattes eine Zeile mit dem Saldo an.

Es besteht die Möglichkeit wie im Buchungsjournal, verschiedene Spalten ein-/ auszublenden. Die Spalten lassen sich durch "Kopf-Klicks" auf die Spaltenüberschriften aufwärts und abwärts sortieren.

Tipp: Legen Sie für die Ansicht des Kontoblatts eine kanzleiweite Vorlage (oder gleich mehrere) an. Lesen Sie dazu das Kapitel Auswertungen verwalten.
Stellen Sie bitte hinterher die Vorlage in dem Fenster ein, in dem sie zum Einsatz kommen soll – selbst wenn Sie nur eine Vorlage erstellt haben. Das dafür notwendige Drop-down-Menü finden Sie nach Erstellung der Vorlage links, direkt über der Kopfzeile des Kontoblatts.

Die angezeigten Ergebnisse schreiben Sie anschließend über den Button Export in eine CSV-Datei. Sie werden dann nach einem Speicherort gefragt, anschließend wird dort eine Datei mit dem Namen IMKontoblatt_xxx.txt erzeugt, wobei xxx für Kontonummer und Zeitraum steht. Direkt nach dem Erzeugen fragt Insomacs, ob die Tabellenkalkulation Excel gestartet und die Datei dort angezeigt werden soll.

Die Modelle

Sie öffnen die Modellauswertung in der geöffneten Buchhaltung der Akte über den Button Modell. Mit Modellauswertungen erstellen Sie eigene, frei definierte Auswertungen Ihrer Buchhaltung. Das Verfahren ähnelt der Auswertung mittels einer Tabellenkalkulation.

Das Fenster "BuHa Auswertungsmodelle (leer)"

Sie können damit Kontensalden miteinander addieren oder berechnen, diese Berechnung abspeichern und (später) für unterschiedliche Zeiträume auswerten lassen. Insbesondere erstellen Sie damit die Vermögensübersicht nach § 153 InsO.

In diesem Formular können Sie eigene Auswertungen für die Buchhaltung erstellen. Das Verfahren ähnelt der Auswertung mittels einer Tabellenkalkulation. Es können unterschiedliche Modelle (Auswertungen) unter ihrem jeweiligen Suchbegriff abgespeichert und beliebig oft wiederverwendet werden, um die jeweils aktuellen Daten zu erhalten.

Die Auswertung kann in Form einer Tabelle und/ oder mittels Übergabe der Werte in einen Rohtext erfolgen, der mehr gestalterische Möglichkeiten bietet.

Ehe Sie eine Auswertung erhalten, müssen Sie zunächst das entsprechende Modell definieren.

Das Verfahren der Modelldefinition besteht aus zwei Teilaufgaben:

1. Modellzeilen

Vorschriften, die auf die Salden der Konten des Kontenrahmens oder die Werte anderer Modellzeilen zugreifen, nennt man Modellzeilen. Diese Werte (mathematisch: Argumente) können mit den mathematischen Grundfunktionen verknüpft werden.

Das heißt: Kontostände oder Werte anderer Modellzeilen können addiert, subtrahiert, mit Faktoren multipliziert usw. werden. Das Ergebnis dieser Rechenoperationen ist dann der Wert dieser Modellzeile. Die Modellzeile kann in anderen Modellzeilen weiterverarbeitet werden oder direkt als Ergebnis in die Tabelle ausgegeben werden.

Modellzeilen werden separat erfasst.

2. Modelle

In einem Modell kann zwischen Entwurfs- und Auswertungs-Modus hin und her geschaltet werden. Der Auswertungs-Modus liefert die Ergebniszahlen; in ihm kann gewählt werden, für welchen Zeitraum diese Darstellung erfolgen soll. Mehrere Modelle können auf die gleichen Modellzeilen zugreifen. Hat man z. B. eine Modellzeile definiert, in der als Ergebnis der Gesamtumsatz der Kanzlei geliefert wird, dann können alle Modelle, in denen der Gesamtumsatz dargestellt werden soll, auf genau diese Modellzeile zugreifen.

Übersicht

Definition eines Modells

Bevor Sie mit der Definition eines neuen Modells beginnen, sollten Sie ggf. auf Papier planen, wie das Modell ungefähr aussehen soll, d. h. welche Werte dargestellt werden sollen, wie viele Zeilen und Spalten Sie voraussichtlich benötigen.

Je präziser diese Planung ist, desto schneller geht die Umsetzung in ein Auswertungsmodell im Auswertungsgenerator von Insomacs.

Als Beispiel-Modell soll nachfolgend ein kleines Modell für die Kostenanalyse erstellt werden, das etwa folgendes Aussehen hat:

Aus diesem Entwurf ergibt sich z. B. die erforderliche Dimensionierung: Es werden zunächst 3 Spalten und 14 Zeilen benötigt.

Das Fenster "BuHa Auswertungsmodelle – EINNAHMEN/ ÜBERSCHUSS"

Rufen Sie die Modellauswertung auf. Legen Sie das neue Modell unter einem sinnvollen Suchbegriff an.

Der Modus steht in der Grundeinstellung auf Entwurf. In diesem Modus wird das Modell definiert. Soll das Modell später mit den tatsächlichen Werten gefüllt werden – das ist letztlich das Hauptziel – wird auf den Modus Auswertung umgestellt.

Im Feld Spalten können Sie die Spaltenzahl einstellen. Eine Erhöhung der Spaltenzahl ist jederzeit möglich. Die zusätzlichen Spalten werden rechts angehängt.

Im Feld Zeilen können Sie die Zeilenzahl einstellen. Eine Erhöhung der Zeilenzahl ist jederzeit möglich. Die zusätzlichen Zeilen werden unten angehängt.

Hinweis: Bei der Verminderung der Werte ist Vorsicht geboten, wenn die Spalten/ Zeilen bereits Inhalte haben – deren Inhalte gehen ersatzlos verloren!

Beschriftung und Gestaltung

Die Beschriftung des Modells erfolgt durch das Füllen der Zellen mit Text. Markieren Sie eine Zelle und geben Sie einen Text ein. Beenden Sie die Eingabe des Zelleninhalts mit der Taste [Enter].

Hinweis: Wenn Sie die Bearbeitung einer Zelle mit der Taste [Enter] abschließen und die bearbeitete Zelle wieder hinterlegt ist, können Sie statt Mausklick auch mit den Pfeiltasten die nächste Zelle anwählen.

Übrigens passen Sie die Breite der Tabellenspalten einfach an, indem Sie im Kopfbereich der Tabelle die Spaltengrenzen mit gedrückter Maustaste verschieben.

Werte einfügen über die Modellzeilen-Verwaltung

In die noch leeren Zellen in den Spalten B und C sollen in unserem Beispiel die Werte, d. h. die jeweiligen Erlöse, eingesetzt werden. In diese Zellen muss dazu jeweils ein Verweis auf die Modellzeile geschrieben werden, die den entsprechenden Wert liefert.

Noch sind keine Modellzeilen vorhanden, daher müssen die erforderlichen Zeilen zunächst definiert werden:

Der Button Mod.Zeilen (Modellzeilen) ruft im Modell-Fenster die Modellzeilen-Verwaltung in einem neuen Fenster auf.

Das Fenster "Buchhaltung Modellzeilen"

Nehmen Sie an den vorhandenen Modellzeilen bitte keine Änderung vor, da diese Modellzeilen für die mitgelieferten Auswertungen, insbesondere für die Vermögensübersicht benötigt werden.

Mit dem Button Neu veranlassen Sie zunächst, dass eine neue Modellzeile angelegt werden kann.

Das Fenster "Buchhaltung Modellzeilen"

In diesem Formular werden die Modellzeilen definiert, d. h. festgelegt, welche Zeile welche Werte darstellen soll.

In diesem Formular werden die Modellzeilen definiert, d. h. festgelegt, welche Zeile welche Werte darstellen soll.

Über den Button Neu legen Sie eine neue Modellzeile an, falls das gewünschte Berechnung noch nicht vorhanden ist. In der unteren Fensterhälfte erscheinen dann erst einmal alle Konten der Buchhaltung.

In Feld Zeile erhält jede Zeile (Berechnung) eine eindeutige Nummer. Bei der Vergabe der Nummern gibt es folgende Regeln und Empfehlungen:

  • Eine Zeile kann mit den Werten von anderen Zeilen Berechnungen vornehmen. Dabei kann eine Zeile nur mit solchen Zeilen rechnen, deren Nummer kleiner als die eigene ist, da die Zeilen in aufsteigender Reihenfolge durchgerechnet werden.
  • Zeilen, die "artverwandte" Ergebnisse liefern, sollten der besseren Übersicht wegen auch "artverwandte" Zeilennummern erhalten – wie dies ja auch bei der Vergabe der Kontonummern im Kontenrahmen versucht wird.
  • Es empfiehlt sich, mit Zeilennummern gleicher Länge, möglichst 5-stelligen Zahlen, zu arbeiten.

Ins Feld Bezeichnung kommt ein Name, der kurz und prägnant beschreibt, was die Zeile berechnet.

Stellen Sie bei Dezimalstellen ein, wie viele Stellen hinter dem Komma für das Ergebnis berücksichtigt werden sollen. Bei Währungsbeträgen ist dies typischerweise "2"; bei glatten Beträgen verwenden Sie "0".

Eine Zeile, die wir für unser Modell benötigen, ist "Personalkosten". Dieser Zeile geben wir – relativ willkürlich – die Zeilennummer 20000.

Es folgt die Angabe über die Berechnung. Diese wird das Memofeld (in der Abbildung unter den Buttons für die Zeilenfunktion) eingetragen.

Im Memofeld für die Rechenvorschrift muss nun definiert werden, was die Zeile konkret rechnen soll. Im nächsten Kapitel wird die Syntax der Modellzeilen dafür erklärt.

Beispiel:

Die Zeile 20000 soll die Summe aller Salden von solchen Konten enthalten, über die Personalkosten gebucht werden. Das Schlüsselwort für die Rechenoperation ist "Summe". Klicken Sie deshalb auf den gleichnamigen Button, um das Wort Summe in das Memofeld einzufügen (analog dazu fügen die anderen Buttons die entsprechenden Schlüsselworte ein).

Mit der Wahl einer Zeilenfunktion (z. B. der Button Summe, der Button Differenz, vgl. folgendes Kapitel Syntax) ändert sich das Bild, um die Eingabe der Rechenvorschrift erleichtern.

Klicken Sie z. B. auf den Button Summe:

Die Buttons ändern sich (Hinweis: um zur vorherigen Ansicht zurückzukehren, löschen Sie den Eintrag aus dem Eingabefeld, hier den Eintrag "Summe").

Am rechten Rand erscheinen drei neue Buttons. Mit diesen schalten Sie um von der Ansicht der Konten (erster Button) zu den bereits definierten Modellzeilen (zweiter Button) und zu einem Hilfetext (Button ?, über die Sie einige nützliche Hinweise und Beispiele für mögliche Vorschriften von Zeilen erhalten).

Zurück zu unserem Beispielfall. Folgende Konten sind bei der Addition zu berücksichtigenden:

  • 4100 Löhne und Gehälter
  • 4175 Fahrtkostenerstattungen
  • 4190 Aushilfslöhne

Es muss also ein ganzer Bereich von Konten – von Konto bis Konto – addiert werden. Daher fügen Sie mit dem Button von das Schlüsselwort von im Memofeld ein (oder tippen Sie es händisch ein).

Wählen Sie dann in der Kontenrahmenliste (die in der unteren Fensterhälfte angezeigt wird) das erste Konto, das bei der Addition berücksichtigt werden soll.

Das Fenster "Buchhaltung Modellzeilen"

Um die unten in der Liste markierte Kontonummer (= Zeile, hier 4100) in das Memofeld darüber zu übertragen, klicken Sie auf den Button Konto Einfügen (oder führen Sie einen Doppelklick auf der Zeile aus).

Als nächstes Schlüsselwort ist bis einzufügen. Sie können dies mit einem Klick auf den Button bis erledigen.

Hinweis: Selbstverständlich können Sie den Text, also Schlüsselworte, Kontonummern usw. auch immer direkt in das Memofeld schreiben.

Wählen Sie nun in der Kontenrahmenliste das letzte Konto aus, das noch berücksichtigt werden muss (hier im Beispiel: 4190) und wiederholen Sie das Einfügen der Kontonummer mit diesem Konto.

Mit einem Klick auf den Button OK wird die Eingabe dieser Modellzeile abgeschlossen.

Anmerkung: Man hätte auch einfach Summe 4199 eintragen können, da 4199 das zugehörige Sammelkonto ist, die Addition also bereits dort stattgefunden hat. Die "umständliche" Methode hier erfolgt der besseren Darstellung wegen.

Tipp: Statt der Summenbildung über einen Bereich "von Konto bis Konto" hätte man in diesem Fall auch die Konten einzeln benennen und addieren können: Summe 4100 und 4175 und 4190
Die Verarbeitung als Bereich hat jedoch den Vorteil, dass beim nachträglichen Einfügen eines weiteren Kontos in den Nummernbereich die Zeilendefinition unverändert bleiben kann.

In gleicher Weise werden die nächsten Zeilen definiert. Während Sie die Zeilen definieren, erhalten Sie auf der Ebene "Hilfe" einige nützliche Hinweise und Beispiele für mögliche Vorschriften von Zeilen.

Sobald alle erforderlichen Zeilen erstellt sind, kehren Sie mit dem Button EXIT zurück zum Auswertungsmodell selbst. Sie können selbstverständlich jederzeit weitere Zeilen hinzufügen.

Nachdem Sie alle Zeilen definiert und das dortige Formular verlassen haben, kehren Sie zurück zum Entwurfs-Modell:

Das Fenster "BuHa Auswertungsmodelle MODELLNAME"

Setzen Sie die Markierung in die richtige Zelle und fügen Sie über das Eingabefeld Zeile und einem anschließenden Klick auf den Button Einfügen die entsprechende Modellzeile in das Modell ein – oder Sie geben die Modellzeilen-Angabe direkt in die Zelle ein (achten Sie dann auf die korrekte Syntax!).

Um die Ergebnisse (Berechnungen) anzusehen, schalten Sie den Modus auf Auswertung um.

Ausrichtung/ Gestaltung

Abschließend soll die Auswertung noch optisch aufbereitet werden. Es ist z. B. empfehlenswert, wenn Zellen, die Beträge ausgeben, mit der Ausrichtung Rechtsbündig versehen werden.

Klicken Sie die entsprechende Zelle an und setzen dann in der Check-Box Rechtsbündig die Marke. Entsprechend können auch die übrigen Attribute wie z. B. Fettschrift, Grau-Hinterlegung usw. pro Zelle definiert werden.

Das Fenster "BuHa Auswertungs-Modelle"

Die Syntax der Modellzeilen

Eine Modellzeile besteht aus einer Funktion und – ausgenommen die Funktion "Summe" – zwei Argumenten. Bei der Summen-Funktion sind ein, zwei und mehr Argumente erlaubt.

Folgende Funktionen stehen zur Verfügung:

Summe         Alle folgenden Argumente werden aufsummiert
Differenz     Das zweite Argument wird von dem ersten abgezogen
Produkt        Die Argumente werden miteinander multipliziert
Quotient      Das erste Argument wird durch das zweite geteilt
Prozent        entspricht Quotient, das Ergebnis wird aber mal 100 genommen
Max               begrenzt den Wert

Mehrere Argumente werden immer durch ein und verbunden. Das Argument kann durch das Vorzeichen "-" negativ gemacht werden.

Folgende Argumente sind möglich

Nur eine Zahl: Es handelt sich um die Kontonummer.
Z mit einer Zahl: Es ist eine andere (darüber liegende) Modellzeile gemeint.
K mit einer Zahl: Ein konstanter Wert gemeint.

Kurzbeispiele für ganze Funktionen

00001 Summe 1000 und von 1501 bis 1509 und K100
00002 Differenz Z1 und K1000
00003 Prozent Z2 und Z3
00004 Quotient Z1 und K12 und max 20
00005 Summe Z2 und K5 und 160100

Weitere Beispiele

(hier steht <ARG1>, <ARG2> usw. jeweils für ein Argument, also ein Konto, eine Zeile oder eine Konstante wie oben beschrieben)

Summe <ARG1>
Zeilenwert: einzelner Wert (nur bei Konten als Argument sinnvoll!)
Beispiel: Summe 801000

Summe <ARG1> und <ARG2>
Zeilenwert: Summe der Argumente <ARG1> und <ARG2>
Beispiel: Summe 801001 und 801002
Addiert die Salden der Konten 801001 und 801002. Es werden auch mehr als 2 Argumente addiert.

Summe von <ARG1> bis <ARG2>
Zeilenwert: Summe der Salden von Konto1 bis Konto2
Oder Summe der Werte von Zeile bis Zeile
Beispiel:
Summe von 801000 bis 801004
Addiert die Salden aller Konten zwischen Kontonummer 801000 und (einschließlich) 801004

Differenz <ARG1> und <ARG2>
Zeilenwert: Saldo Konto1 abzüglich Konto2
Beispiele:
Differenz 801000 und 801004
ergibt Konto 801000 abzüglich Konto 801004;
Differenz Z10000 und Z10002
ergibt Zeile 10000 abzüglich Zeile 10002

Produkt <ARG1> und <ARG2>
Zeilenwert: Saldo ARG1 multipliziert ARG2
Beispiele:
Produkt Konto1 und K5
ergibt Konto1 multipliziert mit 5;
Produkt Konto1 und -K1
dreht das Vorzeichen des Saldos von Konto1 um

Der Auswertungsmodus

Um die gewünschten Auswertungen eines Modells zu erhalten, rufen Sie dieses auf und wählen den Modus Auswertung. Nach einer kurzen Berechnungsdauer werden die Modell-Definitionen durch tatsächliche Werte ersetzt.

Der Zeitraum, für den das Modell gerechnet wird, bestimmen Sie durch die Einstellungen im Bereich "Auswertungszeitraum".

Im Feld Vorgabe wird ausgewählt, für welchen Zeitraum die Berechnungen dargestellt werden. Dabei kann gewählt werden:

  • "eines einzelnen Monats": Nur der in Monat eingestellte Monat des in Jahr eingestellten Kalenderjahres wird berücksichtigt.
  • "eines einzelnen Jahres": Alle Werte des dann in Jahr zu wählenden Kalenderjahres werden dargestellt. Dabei können ausgehend vom Eröffnungsjahr fünf Jahre in die Vergangenheit und zehn Jahre in die Zukunft gewählt werden.
  • "eines einzelnen Jahres bis Monat": Alle Buchungen des in Jahr gewählten Jahres bis einschließlich der in Monat gewählten Periode werden berücksichtigt.
  • "bis Monat": Alle Buchungen bis zur durch Monat und Jahr festgelegten Periode werden berücksichtigt – auch Buchungen aus den Vorjahren.
  • "insgesamt": Alle Buchungen ohne Einschränkung des Zeitraums werden berücksichtigt.
  • "abweichendes Jahr (rückwärts)": Betrachtet werden – vom eingestellten Monat ausgehend – die letzten 12 Monate als ein vom Kalenderjahr abweichender Jahreszeitraum.
  • "Quartal (vorwärts)": Betrachtet wird das Quartal, beginnend mit dem eingestellten Monat.
  • "Eröffnungsbilanz": Für die Erstellung der Vermögensübersicht werden nur noch die in den Akten erfassten Positionen wie Gläubigerforderungen, Vermögensbestand etc. berücksichtigt, nicht aber bereits getätigte Buchungen über den Zahlungsverkehr. So können Sie auch rückwirkend – obwohl Sie bereits im Lauf des Verfahrens gebucht haben – eine Eröffnungsbilanz erstellen.

Hinweis: Bitte überprüfen Sie am Anfang durch manuelles Nachrechnen Ihr Modell auf die Richtigkeit Ihrer Definition!

Die Übergabe an die Textverarbeitung

Um die Auswertungen einer weitergehenden Gestaltungsmöglichkeit zuzuführen, ist es möglich, dass Sie die Zelleninhalte als Wert einem Rohtext übergeben, der im Textprogramm verarbeitet wird.

Dabei sind die Platzhalter der Zellen für den Rohtexte definiert wie folgt:
^FM.Z[Spaltenbuchstabe][Zeilennummer]^

Beispiele:

  • ^FM.ZA1^: Sie erhalten den Feldinhalt der Zelle A1.
  • ^FM.ZA32^: Sie erhalten den Feldinhalt der Zelle A32.
  • ^FM.ZB3^: Sie erhalten den Feldinhalt der Zelle B3.

Wenn Sie einen neuen Rohtext erstellen, achten Sie darauf, diesen beim Einbinden in Insomacs in der Rohtextverwaltung (Hauptfenster-Menüband "Einstellungen" > Gruppe "Rohtexte" > Button Verwalten) die Klasse "Buchhaltungsmodell" zuzuweisen. Nur dann sind Sie dazu in der Lage, aus der Modellauswertung heraus mit dem Button TP ein Dokument zu erzeugen.

Beispiel: Vermögensübersicht

Sie geben die Vermögensübersicht nach § 153 InsO entweder über die Funktion Verzeichnisse aus – oder über eine Modell-Berechnung. Ein entsprechendes Auswertungsmodell wird in Insomacs mitgeliefert (Suchbegriff VERMÖGENSÜBERSICHT § 153 INSO). Ausgegeben wird die Vermögensübersicht über den Textprozessor.

Generell gilt, dass die Werte der Vermögensübersicht zum großen Teil aus den in den jeweiligen Unterakten ermittelt werden, und zwar aus den dort eingebuchten

  • Gläubigerforderungen
  • Masseverbindlichkeiten
  • Debitorenforderungen

Jeder dort erfassten Buchung muss eine entsprechende Konto-Nr. zugewiesen werden, mit der festgelegt wird, wo diese Forderung in der Vermögensübersicht verarbeitet wird. Wurde einer Forderung keine Konto-Nr. zugewiesen, dann bleibt diese Forderung bezüglich der Vermögensübersicht folgerichtig wirkungslos.

Hinweis: Die eigentliche Arbeit wird also bei der Erfassung der einzelnen Forderung erledigt. Die detaillierte Erläuterung wurde daher bei den entsprechenden Unterakten in diesem Handbuch aufgenommen.

Hinweis: Wird nachträglich in einer Unterakte eine Kontonummer zugewiesen oder eine neue Forderung erfasst, dann muss eine Aktualisierung der Buchhaltung ausgeführt werden (über den gleichnamigen Button), damit die Änderung in die Vermögensübersicht aufgenommen wird.

Schlussrechnung

Um eine Schlussrechnung zu erstellen, klicken Sie in der in der geöffneten Buchhaltung der Akte auf den Button Schlussrechnung.

Darin werden Einnahmen und Ausgaben aufgeschlüsselt und daraus der verbleibende Überschuss ermittelt. Der tatsächliche Massebestand wird nachgewiesen, sowie die vergütungsrelevante Teilungsmasse sowohl für den Verwalter wie auch für das Gericht bestimmt.

Die Untergliederung der Schlussrechnung kann aktenbezogen angepasst werden: vgl. Kapitel Insomacs-Struktur.

Tipp: Soweit für die Buchhaltung der Kontenrahmen SKR-InsO mit ZEFIS-Schlussrechnung ausgewählt wurde, besteht das Fenster der Schlussrechnung aus zwei Registerkarten: Die erste Registerkarte enthält eine Verwertungsübersicht, die manuell ausgefüllt werden kann; die zweite enthält die oben beschriebene Schlussrechnung mit den einzelnen Konten.

In der Schlussrechnung werden auch Finanz- und Transitkonten mit Kontonummer ausgegeben.

Das Fenster "Schlussrechnung"

Das Drop-down-Menü Verfahren SKR-Inso ist nur sichtbar, wenn über das Hauptfenster-Menüband "Einstellungen" > Gruppe "Buchhaltung" > Button Programm-Parameter die Check-Box Schlussrechnung (SKR-InsO) mit Auswahl Verfahrensstand aktiviert worden ist. Folgende Einstellungen sind möglich:

  • "AA - Alle"
  • "01 - vor IA"
  • "10 - Antragsverfahren (Abwicklung)"
  • "20 - Antragsverfahren (Betriebsfortführung)"
  • "30 - nach IE (Abwicklung)"
  • "40 - nach IE (Abwicklung § 209 Abs. 1 Nr. 2 InsO)"
  • "50 - nach IE (Betriebsfortführung)"
  • "60 - nach IE (Betriebsfortführung § 209 Abs. 1 Nr. 2 InsO)"
  • "70 - § 55 II InsO"
  • "Eigenverwaltung/ Sachwaltung"

Bereich "Auswertungszeitraum"

Stellen Sie bei Vorgabe den Zeitraum ein, der ausgewertet werden soll: Entweder "insgesamt" für den kompletten Zeitraum oder "von-bis-Datum" für einen Teilbereich.
Wird ein Datumsbereich gewählt ("von-bis-Datum" oder "ab Insolvenzeröffnung"), stehen weitere Optionen zur Verfügung:
Übertrag Massebestand berücksichtigt den Übertrag der Geschäfts- und Hinterlegungskonten.
Übertrag Einnah./ Ausg. berücksichtigt den Übertrag in Einnahme-/ Ausgabe-Konten.
Mit in Teilungsmasse wird der Übertrag jeweils in der Teilungsmasse berücksichtigt. Falls der Übertrag der Einnahmen/ Ausgaben in der Teilungsmasse aktiviert ist, wird der Übertrag differenziert nach "Betriebsfortführung" und "ohne betrieblichen Bezug". Der Übertrag Betriebsfortführung wird bei der Berechnung "Überschuss aus der Betriebsfortführung" berücksichtigt. In der Teilungsmasse werden zu den Einnahmen ohne betrieblichen Bezug der Übertrag ohne betrieblichen Bezug gerechnet.
Sobald eine der Übertrag-Check-Boxen aktiviert ist, kann einen Übertrag ab einem Stichtag eingetragen werden.
Die Option "ab Insolvenzeröffnung" übernimmt die Beträge aus der Spalte "Vermögensübersicht des Insolvenzverwalters" in die Spalte "Freie Masse" in die Verwertungsübersicht für Anderkonten und Kasse.

Bereich "Anzeige-/ Druckoptionen"

Ist die Check-Box Konten anzeigen "aktiviert", werden in der Schlussrechnung unter den Zeilen auch die einzelnen Konten und deren Salden angezeigt.

Das Eingabefeld Summe ist nur sichtbar, wenn die Darstellung "Einnahmen/ Ausgaben" ausgewählt ist. Zur Auswahl stehen die Optionen "Spalte" und "Zeile".

Ist die Check-Box Einzel-Buchungen anzeigen "aktiviert", zeigt Insomacs auch die Einzel-Buchungen an. Ist diese Anzeige-/ Druckoption aktiv, erscheinen die Check-Boxen für Bu.-Nr. und Belegnummer.

Wenn die Check-Box Bu.-Nr. "aktiviert" ist, werden zu den Einzel-Buchungen die Buchungsnummern angegeben.

Ist die Check-Box Belegnummer "aktiviert", weist Insomacs den Einzel-Buchungen die Belegnummern zu.

Wenn die Check-Box nur bebuchte Konten "aktiviert" ist, listet Insomacs nur Konten, in denen Buchungen stattgefunden haben. Die Einstellung wirkt sich nun auch auf die Finanz- und Transitkonten im Abschnitt "Nachweis des Massebestandes" aus.

Wenn die Check-Box ohne Null-Positionen "aktiviert" ist, blendet Insomacs Konten mit Null-Saldo und Abzugspositionen bei der Berechnung der Teilungsmassen aus.

Wenn die Check-Box Durchlaufende Posten "aktiviert" ist, gibt Insomacs in der Schlussrechnung Durchlaufende Posten (inklusive Einzelbuchungen) aus. Im Kontenrahmen muss dazu das entsprechende Konto mit Kontotyp "Neutral" als Durchlaufende Posten gekennzeichnet sein.

Wenn die Check-Box Kleine Schriftart "aktiviert" ist, erfolgt der Ausdruck in einer kleineren Schriftgröße.

Wenn die Check-Box Überschrift erweitert "aktiviert" ist, enthält der Ausdruck eine umfangreichere Überschrift, in der unter anderem die Stellung des (Schuldner-)Vertreters und das zuständige Gericht genannt sind. Ansonsten wird nur eine Kopfzeile ausgedruckt.

Wenn die Check-Box Druck hinterlegt ist, werden im Ausdruck die Zeilen abwechseln weiß und grau hinterlegt. Dies ist nur möglich bei Konten anzeigen oder Einzel-Buchungen anzeigen

Wenn die Check-Box ohne Teilungsmasse "aktiviert", erfolgt der Ausdruck ohne die Abschnitte zur Teilungsmasse.

Geben Sie eine Bezeichnung für die Überschrift des Ausdrucks ein, z. B. "Schlussrechnung" oder "Zwischenabrechnung".

Es kann zwischen der Darstellung "Einnahmen/ Ausgaben" und "Veränderung/ Bestand am" gewählt werden. Bei der Darstellung "Veränderung/ Bestand am" werden Ausgaben als negative Beträge ausgegeben. Statt Übertrag, Einnahmen und Ausgaben werden der Bestand am Tag vor Zeitraum "von" (entspricht Übertrag), die Veränderungen (entspricht Einnahmen bzw. Ausgaben innerhalb des Zeitraums) und der Bestand am Ende des Zeitraums "bis" dargestellt.

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