Verwalten Sie auf der Akten-Registerkarte "Forderung" die Forderungsbeitreibung. Die Registerkarte lässt sich auch mit der Tastenkombination [Alt]+[E] aufschlagen.
Für eine Forderungssache legen Sie zunächst eine ganz normale Akte an bzw. öffnen sie. Bearbeiten Sie die Forderung auf der Akten-Registerkarte "Forderung", die sich auch mit der Tastenkombination [Alt]+[E] aufschlagen lässt.
Sie können maximal 999 verschiedene Forderungsbereiche (sprich Forderungsaufstellungen) pro Akte anlegen. In der Regel genügt ein einziger Bereich, da darin üblicherweise alle gemeinsam zu vollstreckenden Forderungen zusammengefasst werden. Innerhalb eines Forderungsbereichs (Forderungsaufstellung/Forderungskonto) können Sie beliebig viele Hauptforderungen mit unterschiedlichen Verzinsungen erfassen.
Der Button Neu dient der Anlage eines neuen Forderungsbereiches.
Drücken Sie den Button Bearbeiten zum Ändern der Forderungsdaten, Buchen des Kontos, Erstellung von Dokumenten usw. im gewählten Forderungsbereich.
Mit dem Button Entfernen löschen Sie unwiderruflich den Forderungsbereich einschließlich Buchungen usw.
Der Button Kopieren kopiert den in der Liste markierten Forderungsbereich. Es erscheint dann ein weiterer Button Einfügen, um die Kopie in dergleichen oder einer anderen Akte hinzuzufügen.
Der Button Einfügen fügt einen Forderungsbereich, der zuvor in der aktuellen oder einer anderen Akte kopiert worden ist, in die Akte ein. In der Kopie ist eine Neuberechnung des Forderungskontos erforderlich (über die Registerkarte "Forderungskonto").
Das Forderungs-Fenster
Dieses Fenster sehen Sie, wenn Sie in der Akte die Registerkarte "Forderung" anwählen und auf den Button Neu klicken.
Ein Forderungsbereich wird innerhalb der Akte durch die eindeutige Bezeichnung Forderung als Quasi-Suchbegriff verwaltet. Die Bezeichnungen "BEREICH 001", "BEREICH 002" usw. werden dabei vorgegeben. Wie bereits zuvor erwähnt, wird selten mehr als ein Bereich pro Akte benötigt.
Dieses insgesamt sehr umfangreiche Formular zur Bearbeitung von Beitreibungssachen teilt sich in folgende Registerkarten auf, die nacheinander über die Reiter am unteren Formularrand angewählt werden.
Wechsel der Registerkarten per
Tastatur möglich
Die Registerkarten dieses Fensters
können auch mit der Taste [Bild aufwärts] und der
Taste [Bild abwärts] durchgeblättert werden.
Übersicht
- Die Registerkarte "Parameter"
- Die Registerkarte "Schuldner"
- Die Registerkarte "Forderungskonto"
- Die Registerkarte "Dokumente"
- Die Registerkarte "Titel HF" und "Titel Kosten"
- Die Registerkarte "Sicherheiten"
- Die Registerkarte "Zinsstaffel"
- Die Registerkarte "Abrechnung"
- Kaufmännische oder kalendergenaue Zinsberechnung
- Der Tilgungsplan
Die Registerkarte "Parameter"
Die Registerkarte "Parameter" im Forderungs-Fenster:
Eine Anspruchsbegründung erfordern das vorgerichtliche Mahnschreiben, der Arbeitsgericht-Mahnbescheid und vor allem der alte Mahnbescheid (6-facher Satz) erfordern eine Anspruchsbegründung. Im AuGeMa-Verfahren werden die Eintragungen im Feld Anspruch/ Begründung nicht berücksichtigt.
Winmacs schlägt die Anzahl der als Mandanten angelegten Adressen als Anzahl Auftraggeber vor. Sie können jedoch den Wert ändern, der für die Berechnung der Erhöhungsgebühr relevant ist.
Winmacs übernimmt den Vorsteuerabzug Mandant von der Akten-Registerkarte "Sonstiges". Der Wert kann hier jedoch abgeändert werden. Dabei wird auch das Merkmal in der Akte geändert. Im Fall einer Änderung erscheint ein Hinweis, dass bei Verlassen der Akte diese Änderung gespeichert wird.
Das Optionsfeld Ermäßigung Gebühren bezieht sich auf eine früher geltende Gebührenermäßigung für Auftraggeber bzw. Kanzleien mit Sitz in den neuen Bundesländern. Die Option muss eingeschaltet werden über das Hauptfenster-Menüband "Einstellungen" > Gruppe "Kanzlei" > Button Stammdaten > Registerkarte "Parameter".
Stellen Sie bei Grundlage ein, auf welchen Gebührenkatalog die Honorarberechnung zu Grunde legt: "RVG 2025", "RVG 2021", "RVG 2013", "RVG 2006", "RVG" oder "BRAGO".
Wenn die Check-Box Gesamtschuldner "aktiviert" ist, haften mehrere Gegner gesamtschuldnerisch.
Wählen Sie im Drop-down-Menü Mahnverfahren aus, wie das gerichtliche Mahnverfahren ablaufen soll. Es sind drei unterschiedliche Verfahren möglich:
- "Altes MB‑Formular": Es wird das klassische MB-Formular mit 6 bzw. 7 Durchschlägen verarbeitet. Mit einem geeigneten Drucker wird dieses Formular selbstverständlich auch von Ihrem System ausgefüllt. Vor der Verarbeitung von Einzelblättern (kein Durchschreibesatz), die vom Fachhandel für die Verarbeitung im Laser- oder Tintenstrahldrucker angeboten werden, sollten Sie die entsprechenden Gerichte kontaktieren, da nicht alle Gerichte diese Formulare akzeptieren.
- "EDV‑MB‑Formular": Dabei handelt es sich um das maschinenlesbare Formular, das auch als "Stuttgarter" oder "Hagener" Mahnbescheid bekannt ist. Die Erfassung der Daten erfolgt dann in erweiterter Form.
- "AuGeMa": Die Verarbeitung findet per Datenaustausch mit dem Gericht statt. Ein entsprechendes Winmacs-Zusatzmodul ist erhältlich (nicht im Standardlieferumfang von Winmacs enthalten). Die Erfassung der Buchungen entspricht dann dem Vorgehen wie beim EDV-MB-Formular.
Wenn die Check-Box Streitiges Verfahren beantragen "aktiviert" ist, wird im Mahnbescheid das entsprechende Kreuz eingesetzt. Üblicherweise ist dies nicht gewünscht und die Check-Box "deaktiviert", da sonst mit dem MB weitere Gerichtskosten einbezahlt werden müssen.
Wählen Sie im Optionsfeld Anspruch von Gegenleistung entweder "nicht abhängig" (z. B. Schadensersatz, Unterhalt) oder "abhängig aber erbracht" (z. B. Kaufvertrag).
Das Drop-down-Menü Art MB hat folgende Optionen: "leer", "Wechsel" oder "Scheck".
Im Feld Verzinsung Kosten ab muss in der Regel nachträglich das Datum des Vollstreckungsbescheid-Erlasses eingetragen werden – eben das Datum, ab dem die verzinslichen Kosten tatsächlich verzinst werden. Das Datum ist nur relevant, wenn Sie bei der Buchung von Kostenforderungen kein "individuelles" Verzinsungsdatum eintragen.
Werden im Forderungskonto keine Zinsen auf Kosten trotz vorhandener verzinslicher Kosten ausgewiesen, dann haben Sie weder hier noch bei den Kostenbuchungen ein Datum für den Verzinsungsbeginn eingetragen.
Tragen Sie bei Vollstreckung ab das Datum der ersten Vollstreckungsmaßnahme ein. Kosten für Auskünfte, Bank und Inkassokosten werden ab diesem Datum im Pfüb und ZV-Auftrag als bisherige Vollstreckungskosten behandelt. Falls dieses Datum nicht gesetzt wird, gilt wie bisher das Datum des Vollstreckungsbescheids.
Ist die Check-Box in eigener Sache (Anwaltshonorar) "aktiviert", handelt es sich um ein Anwaltshonorar in eigener Sache. Es wird dann kein Antragsteller ausgedruckt.
Die Registerkarte "Schuldner"
Auf der Registerkarte "Schuldner" im Forderungs-Fenster wird/ werden automatisch der bzw. die Schuldner angelegt.
Zum Bearbeiten der Schuldner markieren Sie diese in der unteren Liste und klicken auf den Button Bearbeiten.
Verlassen des Formulars nur
nach OK oder Abbruch
Sie können das Formular-Fenster
"Schuldner" erst mit dem Button EXIT wieder verlassen,
wenn Sie diese Bearbeitung mit dem Button OK (Daten
übernehmen) oder mit dem Button Abbruch (Änderungen
verwerfen) abgeschlossen haben.
Wählen Sie im Datenbankfeld Schuldner einen in der Akte angelegten Gegner als Schuldner aus.
Das Feld Nummer ist für die interne Identifikationsnummer des Schuldners im Forderungskonto-Bereich bestimmt, die Winmacs selbstständig vergibt. Jeder Schuldner benötigt eine eigene Schuldnernummer, durch die er hier identifiziert werden kann. Nur bei mehreren Schuldnern von Bedeutung.
Ordnen Sie das Vollstreckungsgericht und das Streitgericht jeweils über das Suchfenster für Gerichte zu.
Die Art Streitgericht ist nur bei EDV-MB/ AuGeMa eine relevante Angabe über die Art des Gerichts.
Ordnen Sie dem ausgewählten Schuldner im Datenbankfeld abweichendes Mahngericht ggf. ein Mahngericht zu. Wählen Sie dann auf der Registerkarte "Dokumente" bei der Erstellung des Mahnbescheids das zutreffende Mahngericht aus.
Feld nur verfügbar bei
Zulassung abweichender Mahngerichte
Dieses Datenbankfeld
steht nur zur Verfügung, wenn Sie in den Programm-Parametern
(Registerkarte "Mahnverfahren")
abweichende Mahngerichte zugelassen haben.
Das Aktenzeichen des Mahnbescheides ist im Feld AZ MB nachzutragen, sobald es bekannt ist.
Die Registerkarte "Forderungskonto"
Die Registerkarte "Forderungskonto" ist das Zentrum des Forderungs-Fensters. Die Felder passen sich mit jedem Bearbeitungsschritt an, d. h. den nachfolgenden Buchungsarten). Zu Beginn, das heißt solange Sie keine Buchung bearbeiten, wird eine Gesamtübersicht über alle bisher erfassten Forderungen des Forderungskontos angezeigt:
Der Stichtag ist das Datum, zu dem die Höhe der Forderungen in der Liste darunter berechnet werden. Das Tagesdatum ist voreingetragen.
Wird der Stichtag geändert und anschließend eine Zahlung erfasst, die nach diesem Stichtag liegt, können die Zinsen vom System nicht bzw. nicht vollständig berechnet werden, da sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht vorliegen. In diesem Fall kann es passieren, dass die Zahlung bei der Verteilung nicht bzw. nicht vollständig auf die Zinsen angerechnet wird.
Prognoseberechnung über
Stichtagsänderung
Führen Sie z. B. eine
Prognose-Rechnung aus, indem Sie den Stichtag ändern. Kündigt der
Schuldner zu einem bestimmten zukünftigen Tag die Zahlung an, können Sie
sofort den exakte Restforderungsbetrag zu diesem Datum ermitteln. Über
den Button Tilgungsplan am oberen Fensterrand bestimmen
Sie dann schnell die Auswirkungen einer Ratenzahlung.
Das Feld Restf. € zeigt die gesamte Restforderung zum oben eingestellten Stichtag an.
Sollte der Schuldner mehr bezahlt haben, als die Restforderung ausmacht, weisen Sie im Feld Überzahl. € die Höhe der Überzahlung aus.
Das Feld Schuldner Nr. ist nur bei mehreren Schuldnern relevant. Wählen Sie hier über die Schuldnernummer aus, für welchen Schuldner die Darstellung erfolgen soll (siehe "Nr" in der Tabelle der Registerkarte "Schuldner").
Tageszinsen für Haupt- und Nebenforderung(en) werden in den Feldern Tageszins HF € und Tageszins NF € hinterlegt.
Tageszins K. € steht für Tageszins der verzinslichen Kosten.
FoKo‑Druck ohne Tageszins
möglich
In den Programm-Einstellungen können die
Angaben für den Tageszins beim Ausdruck des Forderungskontos unterbunden
werden: Hauptfenster-Menüband "Einstellungen" >
Gruppe "System-Parameter" > Button Programm >
Registerkarte "Mahnverfahren"
> FoKo-Druck ohne Tageszins
"aktiviert".
Bereich "Anzeige-/ Druckoptionen"
Der Bereich wird nur angezeigt, solange nicht eine Buchung durchgeführt oder bearbeitet wird:
Im Drop-down-Menü Währung stellt Sie ein, ob die Währungsbeträge in Euro oder als DM angezeigt werden. Es erfolgt automatisch eine entsprechende Umrechnung.
Wenn Originalwährung Buchungen zeigen/ drucken "aktiviert" ist, werden die Positionen des Forderungskontos (mit Währungsbezeichnung) in der Währung angezeigt, in der sie ursprünglich erfasst worden sind.
Wählen Sie bei Druckformat aus, wie umfangreich die Liste der Forderungen ausgedruckt wird:
- "ausführlich" stellt alle Details dar.
- "ohne Zinsdetails" listet alle Positionen auf mit Ausnahme der Zinsberechnung (Zeiträume und Zinshöhen).
- "kompakt" liefert eine Kurzzusammenfassung von den Gesamtforderungen, die geleisteten Zahlungen und den noch offenen Rest, stellt aber keine Einzelzahlungen oder Zinsberechnungen dar.
Vorbemerkung zum Buchen des Forderungskontos
Mit diesem Forderungskonto als Grundlage erstellen Sie alle Maßnahmen, also Dokumente im Beitreibungsverfahren, automatisiert. Alle Berechnungen wie Zinsen, Anwaltshonorar und Gerichtskosten werden dabei von Winmacs selbstständig verarbeitet.
Bearbeiten Sie die Forderungssache von Beginn an mit Winmacs. Buchen Sie zunächst die Hauptforderung(en) und Nebenforderungen des Mandanten. Gebühren und Gerichtskosten, die bei den jeweiligen Maßnahmen anfallen, werden dann automatisch in das Forderungskonto verbucht. Der Buchungsaufwand im laufenden Betrieb bleibt also sehr gering.
Bei der Einführung von Winmacs ist es erforderlich, dass alle bislang angefallenen Vorgänge der Akte hier nachgebucht werden, wenn mit dieser Akte zukünftig die Bearbeitung (z. B. die Fertigung weiterer Dokumente) erfolgen soll. Sicherlich ist dies mit viel Aufwand verbunden, bildet jedoch die Basis und Grundlage für alle zukünftigen Berechnungen.
Integration mit der Finanzbuchhaltung
In einigen Kanzleien ist es sinnvoll, Buchungen aus der Finanz‑ und Aktenbuchhaltung – die ohnehin integriert sind – direkt in den Forderungsbereich zu übernehmen. In anderen Kanzleien werden diese Buchhaltungen von unterschiedlichen Personen geführt, sodass eine automatische Verknüpfung nicht gewünscht ist.
In der Grundeinstellung bei Auslieferung ist der automatische Durchgang von Finanzbuchhaltung an Forderungskonto nicht aktiviert. Sie nehmen diese Einstellungen im Hauptfenster-Menüband "Einstellungen" > Gruppe "System-Parameter" > Button Programm > Registerkarte "Mahnverfahren" vor. Passen Sie den Bereich "Durchgang FoKo/ Buchhaltung" an Ihre Bedürfnisse an.
Buchen des Forderungskontos*
Mit dem Button Neu fügen Sie auf der Registerkarte "Forderungskonto" eine neue Buchung hinzu. Der Button ist nur aktiv, wenn nicht gerade eine andere Buchung erfasst oder bearbeitet wird. Der restliche Teil des Formulars ändert seinen Aufbau und Inhalt je nach Buchungsart (s. u.).
Der Button Bearbeiten ermöglicht das Ändern von Buchungen, nicht jedoch von Zahlungen. Sie sind mit dem Button Entfernen zu entfernen und dann neu zu buchen! Der Button ist nur aktiv, wenn keine Buchung erfasst oder bearbeitet wird und mindestens eine Buchung im Konto vorhanden ist.
Anzeige von Dokumentdaten beim
Buchen
Beim Bearbeiten von Buchungen mit
Rechtsanwaltskosten werden Informationen angezeigt, die auf der
Registerkarte "Dokumente" mit
Gebührensatz und Gegenstandswert erfasst und gebucht worden sind:
Gebührensatz ("Satz"), Gegenstandswert ("Wert") und Rechtsgrundlage
("Grundlage").
Der Button Entfernen entfernt die im Konto markierte Buchung. Der Button ist nur aktiv, wenn nicht gerade eine Buchung erfasst oder bearbeitet wird und mindestens eine Buchung im Konto vorhanden ist.
Der Button OK speichert die Buchung ab. Der Button ist nur aktiv, wenn eine Buchung erfasst oder bearbeitet wird und alle erforderlichen Eingaben vorhanden sind.
Der Button Abbruch bricht die Erfassung/ Bearbeitung einer Buchung ab und verwirft eventuelle Änderungen.
Der Button Druck öffnet den Druck-Dialog für das Forderungskonto zum Stichtag.
Der Button Neuberechnung stößt eine Neuberechnung des Forderungskontos an. Alle Zahlungen in chronologischer Reihenfolge neu verbucht. Die Verteilung der Zahlung auf Zinsen, Kosten und Forderungen erfolgt abhängig von der Buchungsart.
Verlust manueller Verteilung
bei Neuberechnung
Aus diesem Grund geht eine
manuelle, von der Regel abweichende Verteilung einer Zahlung bei einer
Neuberechnung verloren. Um dies zu vermeiden, gibt es einen Hinweis mit
der Möglichkeit die Neuberechnung abzubrechen.
Für eine manuelle,
von der Regel abweichende Verteilung wurde die
Buchungsart "Zahlung
individuell" definiert. Bei Neuberechnungen bleibt die
Verteilung "Zahlung individuell" erhalten.
Der Button HF Zinsen zeigt eine Übersicht über die Zinsen aus der Hauptforderung in einem neuen Fenster, dessen Inhalt auch ausgedruckt werden kann. Insbesondere bei vielen Hauptforderungen oder der Staffelverzinsung kann der Ausdruck den Dokumenten beigefügt werden. Beachten Sie auch die Methoden der Zinsberechnung.
Der Button Zinsen Kosten zeigt eine Übersicht über die Zinsen aus den Kosten.
Wenn Sie den Button E-Mail betätigen, wird das Forderungskonto in eine PDF-Datei umgewandelt und direkt an das E-Mail-Programm übergeben.
Falls Sie eine Lizenz für WM Web bzw. WM Web Mandant besitzen, erscheint der Button WebAkte. Damit können die aktuellen Angaben aus dem Forderungskonto in die WebAkte übertragen und damit allen WebAkten-Beteiligten zur Verfügung stellen (mittels einer XML-Datei). Ein Klick auf den Button erzeugt die XML-Datei und veröffentlicht sie unmittelbar in der WebAkte.
Die folgenden Eingabefelder dieses Kapitels gelten immer, egal welche Buchungsart Sie gerade bearbeiten:
Das Feld Schuldner ist nur dann sichtbar, wenn mehrere Schuldner angelegt wurden (auf der vorhergehenden Registerkarte "Schuldner"). Wählen Sie in diesem Fall aus, für welchen Schuldner gebucht werden soll.
Erst danach beginnen Sie die eigentliche Buchung mit dem Button Einfügen. Ab diesem Zeitpunkt ist eine Änderung des Schuldners nicht mehr möglich; die Buchung müsste gelöscht und mit einem anderen Schuldner neu angelegt werden.
Die Auswahl der Buchungsart ist entscheidend für die Verarbeitung des Umsatzes im Konto. Zur Wahl stehen: "Hauptforderung", "Nebenforderung", "Mahnschreiben", "Mahnschreiben verzinslich", "unverzinsliche Kosten", "Mahnbescheid", "Vollstreckungsbescheid", "verzinsliche Kosten", "Zahlung 367 BGB", "Zahlung VKG", "Zahlung fest HF", "Vordruck/Porti", "sonst. Ausl. Antragsteller", "Mahnkosten Antragsteller", "Auskünfte", "Bankgebühren/Rücklast", "Inkassokosten", "Text" und "Reduzierung Forderung".
Die Buchungsarten unterhalb von "Vordruck/ Porti" (einschließlich) sind nur für EDV-Mahnbescheid und AuGeMa-Verarbeitung erforderlich.
Abhängig von der hier eingestellten Buchungsart werden jeweils nur diejenigen Eingabefelder sichtbar, die für diese Buchungsart relevant sind.
Die Buchungsart "Reduzierung Forderung" erscheint nur, wenn bei mehreren Schuldnern als Gesamtschuldner für einen ausgewählten Schuldner (Register "Schuldner") die Forderung reduziert werden soll.
Hierfür sind Einstellungen in den Programm-Parametern (Registerkarte "Mahnverfahren") – Buchungsart "Reduzierung Forderung" und "Teilschuldnerische Kosten" – zu aktivieren und unter dem Forderungs-Unterregister "Dokumente" der Vorgang "Teilzahlungsvergleich" einzustellen.
Manuelle Verteilung über
Zahlung individuell
Für eine manuelle, von der Regel
abweichende Verteilung wurde die Buchungsart
"Zahlung individuell" definiert. Bei Neuberechnungen
bleibt die Verteilung "Zahlung individuell" erhalten.
Erfassen Sie im Feld Datum das Entstehungsdatum der Forderung. Bei Nebenforderungen (Mahnkosten des Antragstellers) ist es empfehlenswert, das Datum der Mahnung oder der (jüngsten) Hauptforderung zu verwenden.
Hinterlegen Sie im Schlüsselfeld Text Buchung den Buchungstext, der im Forderungskonto (der Liste im unteren Fensterbereich) erscheinen soll.
Wenn die Check-Box Zinsen ab MB "aktiviert" ist, erfolgt die Berechnung der Zinsen erst ab dem Mahnbescheid.
Buchungsarten im Überblick
- Hauptforderung
- Nebenforderung
- Unverzinsliche Kosten und Sonderfall Mahnschreiben
- Verzinsliche Kosten und Sonderfälle Mahn-/ Vollstreckungsbescheid
- Zahlung
Buchungsart Hauptforderung
Ist auf der Registerkarte "Forderungskonto" im als Buchungsart eine "Hauptforderung" eingestellt (linker Bereich), verändert sich der mittlere Bereich.
Je nach Buchungsart passen sich die Felder im mittleren Bereich an, je nach Kat.Nr. ändern sich die Felder im rechten Bereich.
Im linken Bereich werden neben der Buchungsart (hier: "Hauptforderung") das Datum der Forderung und der Text Buchung eingetragen. Sollen die Zinsen erst ab Zustellung des Mahnbescheids fällig werden, ist Zinsen ab MB zu markieren. Sonst werden die Zinsen ab Verzugsbeginn (Zins ab im mittleren Bereich) in Rechnung gestellt.
Stellen Sie eine monatlich wiederkehrende Forderung im Drop-down-Menü wiederkehr. ein (dann zusätzlich mit Enddatum (bis) bzw. ohne Datum für ein unbefristetes Ende, und die Anzahl der Tage, ab wann danach die Verzinsung der monatlichen Summe erfolgen soll (Zins ab). Für wiederkehrende Forderungen zum 31.-ten eines Monats werden die Forderungen zum jeweils Monatsletzten erzeugt).
Mittlerer (hier für Buchungsart "Hauptforderung")
Pro Hauptforderung kann der Verzinsungsbeginn und der Zinssatz eingegeben werden. Weichen Verzinsungsbeginn (z. B. bei Mietforderungen) oder Zinssatz einzelner Teile einer Hauptforderung voneinander ab, sind diese als einzelne Hauptforderungen zu buchen (im linken Bereich).
Geben Sie ins Feld Betrag die Höhe der Hauptforderung ein.
Im Drop-down-Menü Zinsart stehen folgende Optionen zur Wahl:
- "linear": lineare Verzinsung mit konstantem Zinssatz während der gesamten Laufzeit
- "Staffel": Die Verzinsung ist nicht konstant. Gemäß der anzulegenden Zinsstaffel (auf der gleichnamigen Registerkarte) ändert sich der Zinssatz während der Laufzeit (vgl. Registerkarte "Zinsstaffel").
- "Basis": Der Basiszins ist wie Staffel, jedoch wird als Zinsstaffel der hinterlegte Basiszinssatz verwendet. Diese spezielle Staffel wird aktualisiert über das Hauptfenster-Menüband "Einstellungen" > Gruppe "Rechtsgrundlagen" > Button EZB-Basiszins.
- "SRF": Spitzenrefinanzierungsfazilität
Zins p.a. steht für Zinssatz per anno, bei einer linearen Verzinsung: Bei Basiszins- und SRF-Verzinsung ist hier der Zinssatz einzugeben, um den der tatsächlich verlangte Zins über dem Basiszins liegen soll.
Der Mindest-Zinssatz p. a. im Feld mindest überlagert ggf. die Einstellung des Feldes Zins p.a., falls der Wert dort geringer sein sollte.
Tragen Sie ins Feld Zins ab das Datum des
Verzugs-, sprich Verzinsungsbeginns, ein. Vorgeschlagen werden
standardmäßig 30 Tage nach Entstehen der Hauptforderung (deren
Entstehungs-Datum im linken Bereich. eingetragen wurde).
Es ist auch
zulässig, hier kein Verzinsungsdatum einzutragen. Kostenbuchungen werden
trotzdem verzinst, sofern auf der ersten Registerkarte "Parameter" das
Feld Verzinsung Kosten ab ausgefüllt ist. Die Verzinsung beginnt dann ab
dem Buchungsdatum der Forderung, jedoch nicht vor dem allgemeinen
Verzinsungsdatum.
Ins Feld Zinsen bis gehört das Datum, bis zu dem Zinsen berechnet werden: Wird es leer (bzw. auf der Voreinstellung "00.00.0000") gelassen, gilt kein Enddatum definiert.
Bei der Kat.Nr. handelt es sich um die Katalog-Nummer des Anspruchsgrundes für den EDV-Mahnbescheid: Die Eingabe der Nummer ist Voraussetzung für das Betreiben des Mahnverfahrens unter Winmacs. Abhängig von der hier eingestellten Nummer erscheinen die weiteren Felder des rechten Bereichs.
Optimierte Erfassung von
Mietzinsforderungen
Bei der Erfassung von
Mietzinsforderungen (Kat.Nr. 19) genügt es in der Regel, die Bezeichnung
des Mietobjektes (PLZ und Ort) nur bei der ältesten (ersten) Forderung
zu erfassen. Sonst wird für jede Forderung ein neues Formular
ausgedruckt (was jedoch nur bei der Geltendmachung von
Mietzinsforderungen zu unterschiedlichen Mietobjekten erforderlich ist).
Einzelne Gerichte verlangen jedoch bei jeder Mietzinsforderung Angaben
zum Mietobjekt. Informieren Sie sich ggf. beim zuständigen Gericht.
Rechter Bereich (hier für Katalognummern 11, 44 u. a.)
Welche Felder im rechten Bereich erscheinen, ist abhängig von der Kat.Nr.. In unserem Beispiel sind dies die Felder:
Das Feld RE-Nr. ist für Nummer (Bezeichnung) der Rechnung oder des Kontos bzw. nähere Bezeichnung des Anspruchs.
Die Dauer des Vertrags/ der Leistung (vom und bis) bezieht sich auf den Anspruch (und nicht etwa auf die Zinsart!). Hier werden z. B. bei Mietverträgen das Anfangs- und End-Datum eingetragen (ggf. nur das Feld vom ausfüllen, wenn Vertrag noch andauert – ein Enddatum "00.00.0000" wird als unbegrenzte Verzinsung interpretiert).
Wird ein Datum das Feld für eine eventuelle Abtretung eingetragen, erscheinen weitere Felder für Namen des früheren Gläubigers (früh. Glb.), dessen PLZ und Ort.
Bereich "Verbraucherkreditgesetz"
Vertragsdatum bezeichnet das Datum des Vertragsschlusses (bei Geltendmachung von Forderungen nach dem früheren Verbraucherkreditgesetz).
eff. Zins ist die Abkürzung für effektiver Jahreszins (bei Geltendmachung von Forderungen nach dem früheren Verbraucherkreditgesetz).
Buchungsart Nebenforderung
Typische Nebenforderung sind die Kosten, die sich aufgrund des Zahlungsverzuges ergeben haben, z. B. die Mahnkosten des Auftraggebers. Ist auf der Registerkarte "Forderungskonto" als Buchungsart eine "Nebenforderung" eingestellt, verändert sich der mittlere obere Bereich im Formular folgendermaßen:
Nachdem Sie als Buchungsart "Nebenforderung" eingestellt haben, tragen Sie deren Höhe in das Feld Nebenforderung ein.
Buchungsart Unverzinsliche Kosten und Sonderfall Mahnschreiben
Ist auf der Registerkarte "Forderungskonto" als Buchungsart "Unverzinsliche Kosten" eingestellt, verändert sich der mittlere obere Bereich im Formular:
Gebühr brutto ist für Anwaltsgebühren insgesamt inklusive der Auslagenpauschale und Mehrwertsteuer (MwSt.). Gebucht wird immer brutto, auch wenn der Mandant zum Vorsteuerabzug berechtigt ist. Das Konto weist den entsprechend richtigen Betrag fallabhängig aus.
MWST-Satz ist der enthaltene MwSt. in Prozent.
MWST Betrag ist der enthaltene MwSt. in absoluten Zahlen.
Gebühr netto bezeichnet die Anwaltsgebühren ohne MwSt., jedoch inkl. Auslagenpauschale.
Bei Kosten werden die Gerichtskosten oder andere steuerfreie Auslagen/ Kosten gebucht (z. B. EMA-Anfragen, Nachnahmekosten des Gerichtsvollziehers usw.). Fallen nur solche Kosten an, dann bleiben die Gebühren-Felder selbstverständlich einfach leer.
Wählen Sie im Drop-down-Menü zwischen Titel HF und Titel Kosten. Wenn Sie auf den Button Lupe des daneben befindlichen Datenbankfeldes klicken, öffnet sich das Fenster "Titel HF" bzw. "Titel Kosten" zur Auswahl der Titel. Die zur Auswahl stehenden Titel werden auf den entsprechenden Registerkarten des Forderungsfensters angelegt.
Im Drop-down-Menü Kostentyp stehen folgende Optionen zur Wahl:
- "alte Version (Datum vor/ nach VB)"
- "in den Vollstreckungsbescheid aufgenommen"
- "Titulierte vorgerichtliche Kosten"
- "Festgesetzte Kosten"
Die Kosten eines (nachträglich) einzubuchenden Mahnschreibens müssen mit der speziellen Buchungsart "Mahnschreiben" gebucht werden, damit die Anrechnung der Gebühren mit den Gebühren des Mahnbescheides vorgenommen werden kann.
Teilautomatische Kostenbuchung
nach Dokument
Üblicherweise werden die Kosten, die
aus der Fertigung einer Maßnahme resultieren, nicht gebucht. Vielmehr
erfolgt die Buchung teilautomatisch nach Fertigung des Dokuments.
Buchungsart Verzinsliche Kosten und Sonderfälle Mahn-/ Vollstreckungsbescheid
Ist auf der Registerkarte "Forderungskonto" als Buchungsart "Verzinsliche Kosten" eingestellt, verändert sich der mittlere obere Bereich im Formular:
Wählen Sie im Drop-down-Menü zwischen Titel HF und Titel Kosten. Wenn Sie auf den Button Lupe des daneben befindlichen Datenbankfeldes klicken, öffnet sich das Fenster "Titel HF" bzw. "Titel Kosten" zur Auswahl der Titel. Die zur Auswahl stehenden Titel werden auf den entsprechenden Registerkarten des Forderungsfensters angelegt.
Im Drop-down-Menü Kostentyp stehen folgende Optionen zur Wahl:
- "alte Version (Datum vor/ nach VB)"
- "in den Vollstreckungsbescheid aufgenommen"
- "Titulierte vorgerichtliche Kosten"
- "Festgesetzte Kosten"
Bei der Buchungsart "Mahnbescheid" blendet sich unter den zuvor beschriebenen Feldern die Check-Box MB nach BGH 2007 ein.
Die zusätzlichen Felder Zinsart, Zinsen ab und Zinsen bis stehen auch bei der Buchungsart "Vollstreckungsbescheid" zur Verfügung.
Buchungsart Zahlung
Ist auf der Registerkarte "Forderungskonto" als Buchungsart eine Zahlung eingestellt, verändert sich der mittlere obere Bereich im Formular:
Es gibt vier verschiedene Zahlungsarten, die über das Drop-down-Menü Buchungsart eingestellt werden:
-
"Zahlung 367 BGB" für Zahlungen nach § 367 BGB. Die Verteilung wird in folgender Reihenfolge vorgenommen:
- Nebenforderungen
- Unverzinsliche Kosten
- Zinsen auf Kosten
- Verzinsliche Kosten
- Zinsen Hauptforderung
- Hauptforderung
-
"Zahlung VKG" für Zahlungen nach dem Verbraucherkreditgesetz. Die Verteilung wird in folgender Reihenfolge vorgenommen:
- Nebenforderungen
- Unverzinsliche Kosten
- Verzinsliche Kosten
- Zinsen auf Kosten
- Hauptforderung
- Zinsen Hauptforderung
"Zahlung fest HF" für Zahlungen, die fest auf die Hauptforderung geleistet werden. Der gesamte Betrag wird auf die Hauptforderung gebucht; ein eventueller Überschuss wird auf noch vorhandene andere Forderungsarten (Nebenforderung, Kosten usw.) gebucht. Anders ist es dagegen, wenn die Check-Box Überzahlung nicht verteilen aktiviert ist: Dann wird alles auf der Hauptforderung belassen (Überzahlung).
-
"Zahlung direkt an Mandant": Die Verteilung wird in der Reihenfolge
- Nebenforderungen
- Zinsen Hauptforderung
- Hauptforderung
vorgenommen – die übrigen Felder sind gesperrt.
Verteilungsautomatik
Bei allen Buchungsarten wird die Verteilung als Vorschlag vorgenommen, wenn Sie nach Eingabe des Gesamtbetrages in Zahlung die einzelnen Felder mit der Taste [Tab] durchlaufen. Die vorgeschlagenen Werte können jeweils abgeändert werden.
Mehrere Hauptforderungen
Sind mehrere Hauptforderungen offen und verbleibt nach der Verteilung einer Zahlung ein Restbetrag, wird eine Liste aller offenen Hauptforderungen eingeblendet.
Markieren Sie die Zeile mit der Hauptforderung, auf die die Zahlung verrechnet werden soll, und doppelklicken Sie darauf oder drücken Sie die Taste [Space]. Der entsprechende Zahlungsbetrag wird anschließend in der Spalte "jetzt verrechn." für die ausgewählte Hauptforderung übernommen.
Mit dem Button Automatik wird die automatische Verteilung in der Reihenfolge des Datums auf die Hauptforderungen veranlasst.
Der Button EXIT bleibt deaktiviert, solange noch ein Rest zu verteilen oder keine offene Hauptforderung mehr vorhanden (Überzahlung) ist.
Die Registerkarte "Dokumente"
Alle Dokumente, die mit Forderungen zusammenhängen – vom vorgerichtlichen Mahnschreiben über Mahnbescheid bis hin zu den Zwangsvollstreckungsmaßnahmen –, werden auf dieser Registerkarte gefertigt.
Als Erstellungs-Datum wird das Tagesdatum vorgeschlagen.
Mit der Wahl des Vorgangs bestimmen Sie die Art des zu fertigenden Dokuments. Unter dem Vorgang speichert Winmacs verschiedene Informationen, z. B. welche Anwaltsgebühren und welche Gerichtskosten ggf. anfallen und welcher Rohtext oder welches Zwangsvollstreckungsformular vorgeschlagen wird.
Legen Sie diese Vorgangs-Modelle selbst an oder ändern sie: im Hauptfenster-Menüband "Einstellungen" > Gruppe "Kanzlei" > "Forderungsmaßnahmen".
Das Feld Mahngericht ist in der Regel nicht sichtbar. Wenn Sie als Vorgang einen "Mahnbescheid" eingestellt haben und gleichzeitig abweichende Mahngerichte in den Programm-Parametern ermöglicht haben, stehen folgende Optionen zur Wahl: "Default (aus Akte)" oder die auf der Registerkarte "Schuldner" hinterlegten Mahngerichte für die einzelnen (gegnerischen) Schuldner.
Wenn auf der Registerkarte "Schuldner" mehrere Schuldner hinterlegt sind, können Sie hier den zutreffenden Schuldner im Drop-down-Menü einstellen.
Die übrigen Felder dienen in erster Linie der Kontrolle. Eingaben oder Änderungen sind praktisch nie erforderlich. Sie sind in drei Blöcken angeordnet:
Linker Block
In diesem Block werden die sich bei diesem Vorgang ergebenden Anwaltsgebühren dargestellt. Abhängig davon, ob der Mandant zum Vorsteuerabzug berechtigt ist oder nicht (einzustellen in dessen Adresse oder auf der Registerkarte "Parameter"), wird entweder der Netto-Betrag oder der Brutto-Betrag fett dargestellt. Der fett dargestellte Betrag ist der vom Gegner geforderte Honorarteil.
Mittlerer Block
Hier werden – soweit bei dem Vorgang zutreffend – die anfallenden Gerichtskosten angezeigt.
Rechter Block
a) Darstellung der bisher angefallenen Forderungen, differenziert in Forderungen des Mandanten bezüglich Hauptsache und Zinsen sowie bisher angefallene Kosten.
b) Zusammenfassung der Restforderung, Anwaltsgebühren und Gerichtskosten zum Gesamtbetrag, der jetzt mit der aktuellen Maßnahme gefordert wird.
Der Button Dokument startet den Textprozessor, der das Dokument zu dieser Maßnahme erzeugt. Entweder wird das Dokument sofort erzeugt oder es erscheint vorher noch die Abfrage, welcher Rohtext hier verwendet werden soll. Steuern Sie das Verhalten von Winmacs über Hauptfenster-Menüband "Einstellungen" > Gruppe "Kanzlei" > Button Forderungsmaßnahmen mit Standard-Rohtext und Rohtext Auswahl.
Forderungskonto vor
Dokumentenerstellung drucken
Bei vielen Maßnahmen der
Zwangsvollstreckung nimmt der Text Bezug auf die "beiliegende
Forderungsaufstellung" – auf den Ausdruck des Forderungskontos. Bevor
Sie das neue Dokument erzeugen, sollten Sie dieses Forderungskonto
ausdrucken. Nach dem Verbuchen der neuen Kosten würden sonst auch diese
neuen Kosten erscheinen und damit einen anderen Zustand darstellen.
Also: Erst Dokument erstellen, dann buchen!
Nach der Rückkehr vom Textprogramm und der Abarbeitung von Textbestand, Historie sowie ggf. Porto und Wiedervorlage, kehren Sie zurück in das Forderungsformular. Der Button Buchen im Forderungskonto ist fokussiert. Mit ihm buchen Sie jetzt die durch die gerade gefertigte Maßnahme anfallenden Kosten. Anschließend wird automatisch wieder die Konto-Darstellung aufgerufen, in der die neuen Gebühren/ Kosten bereits enthalten sind.
Unterhalb der Buttons finden Sie das Eingabefeld Geschäftsnummer.
Die Registerkarten "Titel HF" und "Titel Kosten"
Auf den Registerkarten "Titel HF" und "Titel Kosten" im Forderungs-Fenster werden die verfügbaren Titel für die Hauptforderung bzw. Kosten hinterlegt.
Füllen Sie die Formularfelder aus, damit diese Felder in den Zwangsvollstreckungsformularen 2024 automatisch ausgefüllt werden.
Legen Sie mit dem Button Neu einen neuen Titel für die Hauptforderung bzw. Kosten an. Es sind beliebig viele Einträge möglich, die in den entsprechenden Rohtexten automatisch eingefügt werden.
Jeder ausgewählte Titel lässt sich nachträglich bearbeiten und löschen.
Im Drop-down-Menü Art steht zur Auswahl:
- "Anerkenntnisurteil"
- "Arrestbeschluss"
- "Arresturteil"
- "Ausstandsverzeichnis"
- "AuszugInsolvenztabelle"
- "Beitragsbescheide"
- "Beschluss"
- "BeschlussGem758aAbsatz1ZPO"
- "BeschlussGem758aAbsatz14ZPO"
- "BeschlussGem758aAbsatz4ZPO"
- "Duldungsbescheid"
- "EinstweiligeAnordnung"
- "EinstweiligeVerfuegung"
- "Endurteil"
- "Grundschuldbestellungsurkunde"
- "Haftbefehl"
- "Hypothekenbestellungsurkunde"
- "Kinderunterhaltsbeschluss"
- "Kostenrechnung"
- "Leistungsbescheid"
- "NotarielleKostenrechnung"
- "NotarielleUrkunde"
- "Ordnungsgeldbeschluss"
- "PfaendungsUndUeberweisungsbeschluss"
- "Prozessbuergerschaft"
- "ScheckUrteil"
- "ScheckVollstreckungsbescheid"
- "Sonstiger"
- "TeilanerkenntnisUndEndurteil"
- "Teilurteil"
- "Urkunde"
- "Urteil"
- "Vergleich"
- "Versaeumnisurteil"
- "VollstreckbarerVerwaltungsakt"
- "VollstreckbarerklaerungEinesSchiedsspruch"
- "Vollstreckungsauftrag"
- "Vollstreckungsbescheid"
- "Vollstreckungsersuchen"
- "Vollstreckungsurteil"
- "Vollstreckungsverfuegung"
- "Vollfuehrbefehl"
- "VorlaeufigesZahlungsverbot"
- "Vorpfaendung"
- "Wechselpfaendung"
- "WechselUrteil"
- "WechselVollstreckungsbescheid"
- "Zuschlagsbeschluss"
- "Zwangsvollstreckungsbeschluss"
Tragen Sie den Aussteller der Forderung z. B. das Gericht ein.
Hinterlegen Sie ein Datum für den Titel der Hauptforderung bzw. der Kosten und das Geschäftszeichen des Titels (z. B. vom Gericht).
Die Check-Box zuzüglich Zustellungsnachweis wird "aktiviert", wenn ein Zustellungsnachweis vorhanden ist.
Die Registerkarte "Sicherheiten"
Auf der Registerkarte "Sicherheiten" können Sie beliebig viele Sicherheiten zu Forderungen hinterlegen.
Tragen Sie z. B. ein, welche Immobilie als Sicherheit verfügbar ist. Dies ist etwa für den Vorgang "Sicherungshypothek" auf der Registerkarte "Dokumente" wichtig.
Die Registerkarte "Zinsstaffel"
Wird im Forderungskonto beim Einbuchen einer Hauptforderung in der Registerkarte "Forderungskonto" als Zinsart "Staffel" angegeben, dann muss diese Staffel zwingend auf der Registerkarte "Zinsstaffel" im Forderungs-Fenster definiert werden.
Die einzelnen Zinswechsel-Ereignisse werden nacheinander in die Datenliste eingegeben, also der Tag, an dem sich der Zinssatz ändert, und der ab diesem Zeitpunkt gültige Zinssatz.
Anforderungen an Startdatum der
Zinsstaffel
Die Zinsstaffel muss mit einem Datum
beginnen, das mit dem Verzinsungsbeginn der ältesten Hauptforderung
übereinstimmt oder davor liegt, da sonst die Berechnung nicht korrekt
vorgenommen werden kann.
Die Registerkarte "Abrechnung"
Auf Registerkarte "Abrechnung" im Forderungs-Fenster erhalten Sie eine Zusammenfassung des Forderungskontos. Sie dient nicht der Abrechnung, sondern stellt nur eine Übersicht dar, die Ihnen – und ggf. auch Ihrem Auftraggeber – aufzeigt, wann welche Maßnahmen durchgeführt wurden und welche Gebühren und Auslagen dabei angefallen sind. Darüber hinaus fasst diese Übersicht alle Zahlungen ihrer Art nach zusammen und weist sie aus. Auch die Summe aller entstandenen Zinsen auf Hauptforderung und Kosten – unabhängig davon, ob diese ausgeglichen wurden oder nicht – werden aufgelistet.
Erkennbar ist auch, welche Maßnahmen über den Programmteil Honorar bereits abgerechnet sind.
Ist die Check-Box Zahlung Kostenzinsen an Mdt. (Mandanten) "aktiviert", wertet Winmacs Zahlungen auf Kostenzinsen als Fremdgeld für Mandanten (Kosten wurden per Vorschuss bezahlt) oder für Kanzlei (Vorleistung) gewertet.
Im Programmteil Honorar kann das Forderungskonto übernommen werden. Dabei werden alle übernommenen Positionen des Forderungskontos als abgerechnet markiert. Mit Button Abrechnung rücksetzen weisen Sie einzelnen Positionen – oder alle mit der Tastenkombination [Shift]+[nach unten] markierten – wieder den Status "nicht abgerechnet" zu.
Gerichtskosten nur als
Gesamtbetrag ausgewiesen
In der Honorarrechnung
werden die verauslagten Gerichtskosten usw. nur als Gesamtbetrag
ausgewiesen. Der Ausdruck dieser Aufstellung sollte der Honorarrechnung
beigefügt werden, um den Betrag für den Rechnungsempfänger
aufzuschlüsseln.
Kaufmännische oder kalendergenaue Zinsberechnung
Zur Berechnung der Zinsen in Forderungskonten verwendet Winmacs die kaufmännische Methode. Das bedeutet, dass für die Zinsberechnung folgende Annahmen zugrunde gelegt werden: Ein Monat besteht immer aus 30 Tagen, ein Jahr immer aus 360 Tagen.
Der Tilgungsplan
Entwickeln Sie auf einfache Art und Weise einen Tilgungsplan für einen Schuldner. Auf jeder Registerkarte im Forderungs-Fenster finden Sie den Button Tilgungsplan. Ein Mausklick darauf öffnet das folgende Fenster.
Füllen Sie dort alle oder zumindest mehrere der unten beschriebenen Felder aus und klicken Sie auf den Button Berechnen. Die Funktion berechnet Ihnen daraufhin einen detaillierten Tilgungsplan.
Wurden zu wenig Felder ausgefüllt, um eine Berechnung durchzuführen, erhalten Sie einen Hinweis. Bei sich widersprechenden Eingaben werden diese automatisch korrigiert.
Legen Sie im Feld Titel Ausdruck die Überschrift für den Ausdruck des Tilgungsplans fest.
Winmacs trägt in das Feld Schuld automatisch den gesamten, aktuellen Schuldenstand ein, inklusive der bis heute angefallenen Zinsen. Der Betrag wird aus dem Forderungsbereich übernommen, ist jedoch abänderbar.
Bei Zinssatz in % geben Sie den Zinssatz pro Jahr ein.
Die Ratenhöhe beschreibt den Betrag einer einzelnen Rate; wann und wie oft gezahlt wird, finden Sie unten bei den Optionen.
Bei Ratenanzahl gibt Sie an, aus wie vielen einzelnen Raten die Zahlung besteht.
Geben Sie die Anzahl Jahre als Laufzeit der Tilgung ein.
Die Letzte Rate ist kein Eingabefeld, zeigt die Höhe der letzten zu zahlenden Rate an.
Bezahlt gesamt ist kein Eingabefeld: Übersicht, wie viel Geld insgesamt (Forderung und Zinsen) der Schuldner bezahlt haben wird.
Im Bereich "Bezahlt wird" Sie, in welchem zeitlichen Abstand die Raten bezahlt werden sollen.
Im Bereich "Zahlung" geben Sie ein, ob die Raten jeweils zu Beginn oder Ende einer jeden Periode fällig sind.
Der Button Berechnen löst die Berechnung aus. Dadurch werden im Gitter darunter die berechneten Werte angezeigt.
Der Button Clear entfernt den berechneten Tilgungsplan.
Der Button Drucken öffnet den Druck-Dialog.
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