Auf der Registerkarte "Debitoren" tragen Sie alle Schuldner des Schuldners ein. Das sind alle diejenigen, von denen der Insolvenzverwalter ab dem Zeitpunkt der Eröffnung etwas beanspruchen kann. Der “noch offene” Betrag, der neben den Adressen der Debitoren angegeben wird, ist ein Schätzwert.
Auch hier zeigt der Klammerzusatz in der Registerkarten-Beschriftung an, wie viele Einträge in der Liste vorhanden sind, sprich wie viele Debitoren angelegt sind. (Diese Zusatzinformation kann ausgeblendet werden, wenn im Hauptfenster-Menüband "Einstellungen" > Gruppe "System-Parameter" > Button Programm > Registerkarte "Akten-Eigenschaften") die Check-Box Register mit Anzahl deaktiviert wird.)
Der Button Druck öffnet den Druck-Dialog für eine Liste mit Namen und Anschriften aller Debitoren.
Der Button Übersicht öffnet ein Fenster mit einer Übersicht aller Debitoren und den Forderungen gegen sie, sowie eine Zusammenfassung.
Der Button Neu legt einen neuen Debitor in der Akte an.
Tipp: Mittels des Beteiligten-Imports importieren Sie ganze Debitoren-Listen aus Excel.
Der Button Unterakte öffnet die Unterakte des markierten Debitors. Der Button Pfeil rechts neben dem Button Unterakte öffnet ein Drop-down-Menü, über das Sie direkt eine Unterebene der Unterakte ansteuern können.
Der Button Adresse ruft den Adressdatensatz eines Debitors auf.
Der Button Entfernen löscht einen Namen aus der Liste.
Debitoren-Übersicht
Auf der Akten-Registerkarte "Debitor" öffnet der Button Übersicht ein Fenster mit einer Übersicht aller Debitoren und den Forderungen gegen sie, sowie eine Zusammenfassung. In dem Fenster “Übersicht Debitoren” öffnet ein Klick auf den Button Unterakte die Unterakte des gerade in der Liste markierten Debitors.
Bereich "Darstellung"
Es gibt vier Darstellungsweisen: Forderungen, Alphabetisch, Mahnlauf und Liste. Die Daten werden einmalig beim Öffnen des Formulars geladen und stehen beim Wechseln der Darstellung sofort bereit.
Hinweis: Bitte beachten Sie, dass das Angebot der Optionen unter Bereich "Spalten Ein-/ Ausblenden" je nach gewählter Darstellung variiert.
Tipp: Wenn Sie Liste auswählen, lassen sich mehrere Debitoren-Forderungen auf einmal bearbeiten. Sobald Sie in der angezeigten Liste eine oder mehrere der Check-Boxen am Beginn Tabellen-Zeilen markiert haben, wird der Button Mehrfach freigeschaltet. Mit diesem gelangen Sie in das Fenster "Mehrfachzuordnung – Forderungen gegenüber Debitoren". Zum Bearbeiten der einzelnen Bereiche bzw. Eingabefelder setzen Sie einen Haken in die Check-Boxen davor.
Bereich "Anzeige-Optionen"
Nur offene Forderungen blendet Offene Posten ein/ aus.
Debitor-AZ blendet das Debitor-Aktenzeichen aus der Debitoren-Unterakte ein/ aus.
nach Leistungsdatum sortiert nach Leistungsdatum statt nach Re.-Datum oder umgekehrt.
Wenn die Check-Box kleine Schrift "aktiviert" ist, verwendet Insomacs eine kleinere Schriftart für Anzeige und Ausdruck.
Die Check-Box Zusammenfassung blendet eine Zusammenfassung ein bzw. aus. Die Einstellung für diese Option wirkt sich auf den Ausdruck der Debitoren-Übersicht der PDF-Akte aus.
Bereich "Spalten Ein/ Ausblenden"
Folgende Eingabefelder gibt es nur für Nutzer von Insomacs PLUS: Debitorennummer 1/ Debitorennummer 4/ Debitorennummer 5 und Personenkonto..
In Abhängigkeit von der gewählten Darstellung greifen Sie auf folgende Optionen zurück:
- Letzte Mahnung
- Rechnungs Nr.
- Gerichts-AZ
- Schätzung
- Aus-/ Absonderung
- Kostenbeiträge
- Unpfändbar
- Skonto
- Wertberichtigung
- Ausgebucht
- J/N
- Betrag
Unter den beschriebenen Bereichen
Stellen Sie den Zeitraum ein:
- "insgesamt"
- "von-bis Datum" blendet die aktiven Eingabefelder von und bis ein bzw. aus.
- "bis Aufhebung" blendet das aktive Eingabefeld bis ein.
- "ab Aufhebung"
- "vor Anordnung vorl. Verwaltung"
- "nach Anordnung vorl. Verw. bis Eröffnung"
- "ab Insolvenzeröffnung"
Zahlungen und Wertberichtigungen werden bis zu einem festzulegenden Stichtag berücksichtigt, wenn nicht Zeitraum "insgesamt" eingestellt ist.
An dieser Stelle haben Sie die Möglichkeit, nach Forderungsarten zu filtern. Zur Auswahl stehen: "Alle", "Geldforderungen", "Herausgaben" und "Anfechtungen".
Adress-Gruppe
- "alle"
- "1 - zuständige Behörden"
- "2 - Sozialversicherungsträger"
- "3 - Krankenkasse"
- "4 - Berufsgenossenschaft und ZVK"
- "5 - Betriebsratsmitglied"
- "6 - Gesellschafter"
- "7 - Bank"
- "8 - Grundbuchamt"
- "9 - Versorgungsbetrieb"
- "10 - Mieter"
- "11 - Versicherung"
- "12 - Depotbank"
- "13 - Schenkung, Veräußerung gegenüber Angehörigen"
- "14 - Finanzamt"
- "15 - Lieferung und Leistung"
- "16 - sonstige Verbindlichkeiten"
- "17 - Verträge Mieter"
- "18 - Verträge Abos"
- "19 - Verträge Dienstleistungen"
- "20 - Verträge Sonstige"
- "21 - Versicherung Inventar"
- "22 - Versicherung Gebäude"
- "23 - Versicherung Betriebshaft"
- "24 - Versicherung Maschinen"
- "25 - Versicherung Gas"
- "26 - Versich. Rechtsschutz"
- "27 - Versicherung Unfall"
- "28 - Versich. Altersversorg."
- "29 - Versich. Feuerhaftung"
- "30 - Versicherung KFZ"
- "31 - Arbeitnehmer"
- "32 - Arbeitgeber"
- "33 - Sozialamt"
- "34 - Arbeitnehmerin"
In den unter dem Drop-down-Menü Suche nach befindlichen Eingabefeldern kann wahlweise nach
- "Debitor" (mit der Button (Lupe) nach einem für die Akte erfassten Debitor)
- "Debitorennummer"
- "Personenkonto"
- "Rechungs Nr." gesucht werden.
Überschrift ist ein Schlüsselfeld, über das man eine angelegte Überschrift auswählen kann.
Wenn die Check-Box Überschrift erweitert "aktiviert" ist, wird im Ausdruck eine erweiterte Überschrift ausgegeben, z. B. mit der Stellung des Schuldner-Vertreters.
Wenn die Check-Box kurze Adresse "aktiviert" ist, wird in den Ausdrucken die Adresse als Kurzform angegeben.
Mahnung der Debitoren per Serienbrief
Auf der Akten-Registerkarte "Debitoren" > Button Übersicht, Optionsfeld Mahnlauf werden alle Debitoren angezeigt, gegen die noch offene Forderungen bestehen. Es ist möglich, direkt aus dieser Übersicht heraus einen Serienbrief an alle angezeigten Debitoren mit einer Mahnung schreiben.
Standardmäßig sind alle Debitoren als Empfänger eines Serienbriefes
durch den Doppelpfeil in der Spalte "SB" (für Serienbrief) markiert.
Soll ein Debitor keinen Serienbrief erhalten, entfernen Sie die
Markierung durch einen Doppelklick darauf.
Über Button
Datum vermerken lässt sich automatisch das Datum dieses
Mahnschreibens in den Debitoren-Unterakten vermerken.
Insgesamt können drei gestaffelte Mahnläufe durchgeführt werden, je
nachdem welche Mahnung die Debitoren bereits erhalten haben. Hierzu
finden sich in der Unterakte die drei neuen Eingabefelder mit dem Datum
für Mahnung 1, Mahnung
2 und Mahnbescheid.
In der
Übersicht wird der Mahnstatus durch die Kürzel M1 für Mahnung 1, M2 für
Mahnung 2 und MB für Mahnbescheid abgekürzt. Das Kürzel GS steht für
Gemeinschuldner und verweist auf die letzte Mahnung, die der
Gemeinschuldner selbst durchgeführt hat. Dieses Datum vermerkt man
direkt bei der Eingabe der Forderungen.
Ein Klick auf Button Erstellen startet mit der Erstellung der Mahnungen und ruft den Textprozessor sowie Word auf.
Forderungen gegen Debitoren
Forderungen gegen Debitoren werden in der Unterakte des jeweiligen Debitors verwaltet. Sie öffnet sich auf dem Register "Forderungen". Hier soll aber zunächst das Register "Allgemein" beschrieben werden.
Das Feld Nummer dient nur der Information.
Anzeige der Debitorennummern: Jeder Debitor kann je nach Verfahrensstand bis zu drei verschiedene Debitoren-Nummern erhalten:
Die Nummernkreise 1... stehen für "vor Eröffnung", 4... für "vorläufige Verwaltung" und 5... im Insolvenzverfahren. Die Debitorennummern werden in einer InsoAkte pro Verfahrensstand fortlaufend vergeben.
Analog gibt es für die Kreditoren die Nummernkreise 7... für "vor Eröffnung", 8... für "vorläufige Verwaltung" und 9... im Insolvenzverfahren.
Bereich "Zusatzdaten"
Wenn Sie Insomacs zusammen mit der Kanzleisoftware Winmacs einsetzen, legen Sie per Tastendruck eine neue Forderungsakte in Winmacs an, in der die Forderung verwaltet wird.
Klicken Sie dazu in das Feld WinMACS-Akte und drücken Sie die Taste [F4]. In Winmacs wird daraufhin eine neue (Winmacs-) Akte mit dem Betreff "Forderungssache" erzeugt. Der Debitor ist dort als Gegner angelegt und im Forderungsbereich ist die Debitorenforderung eingetragen.
Bereich "Skonto"
Geben Sie die Skonto-Frist in Tagen und den Skontosatz (Skonto %) ein. Beim Verrechnen eines Zahlungseinganges wird geprüft, ob ein entsprechender Skontoabzug gewährt werden kann.
Übersicht
- Buchen der Forderungen
- Ausbuchen bereits verbuchter Debitorenforderungen
- Auswirkung auf die Vermögensübersicht
- Zahlungen einsehen/ Wertberichtigungen buchen
- OP-Verwaltung
Buchen der Forderungen
Die Forderungen, die gegenüber den Debitoren bestehen, werden auf dem Register "Forderungen" der Debitoren-Unterakte gebucht.
Hinweis: Insbesondere bei diesen Unterakten bietet sich die Integration mit Winmacs an. Für jeden zahlungsunwilligen Debitor wird dort eine Forderungsakte zum Zweck der Beitreibung angelegt und auf der ersten Ebene der Unterakte zugeordnet.
Linke Fensterhälfte
Leist-Datum das Leistungsdatum: Beim Buchen (Button Buchen) von Debitorenforderungen wird für die Soll-Versteuerung das Leistungsdatum als Belegdatum übernommen.
Hinweis: Der Button Buchen ist nur sichtbar, wenn auf der Akten-Registerkarte "Buchhaltung" > Bereich "Optionen" > Button Parameter > Registerkarte "Allgemein" > Bereich "Umsatzsteuer" die Sollversteuerung aktiviert worden ist.
Personenkonto: Mit dem Button (Lupe) neben dem Eingabefeld weisen Sie dem Debitor eine Debitorennummer zu, die vom Verfahrensstand abhängig ist
Wählen Sie die Forderungsart: "Geldforderung", "Herausgabe" und "Anfechtung"
RE-Nummer: Die Rechnungsnummer (40 Zeichen) kann in der Debitorenübersicht ein-/ ausgeblendet werden.
Hinterlegen Sie bei Datum z. B. das Rechnungsdatum.
Geben Sie bei Betrag eine Summe in Euro ein.
Geben Sie der Forderung eine namentliche Bezeichnung, ggf. auch eine Rechnungsnummer.
Hinterlegen Sie im Feld Kto-Nr. das Insolvenzkonto, über das diese Forderung gebucht wird. Das Feld ist nur aktiv, wenn die zur Akte gehörende Buchhaltung geöffnet ist. Die hier erfassten Forderungen gegen Debitoren sind aus der Vermögensverwaltung ausgelagerte Vermögensposten. Folglich müssen ihnen Konten des Anlagevermögens zugewiesen werden, d. h. Konten, die sich auf der Aktiva-Seite der Vermögensübersicht wiederfinden. In der Regel dürften dies Konten sein, deren Bezeichnung mit "VR" für Vorräte, "SV" für Sonstige Vermögenswerte bzw. "AG" für andere Vermögensgegenstände beginnt, z. B. "Forderung aus Lieferung und Leistungen".
Hinweis: Diese Eingabe ist zwingend erforderlich, wenn die Forderung in der Vermögensübersicht berücksichtigt werden soll.
Das Datenbankfeld I‑Gegenkonto ist nur sichtbar, wenn im Akten-Fenster die Buchhaltungs-Parameter entsprechend eingestellt worden sind. In diesen ist die Check-Box I‑Gegenkonto im Forderungsbereich setzen (nur für SKR InsO) zu aktivieren. Wird nun hier ein I-Gegenkonto eingespeichert, wird dieses im Fenster "Zahlungen buchen" aus der ausgewählten Debitorenforderung übernommen.
Stellen Sie hier ein, ob und ggf. welche Umsatzsteuer anfällt. Wenn ein Steuersatz ausgewählt wurde, wird der USt.- und Netto-Betrag ausgerechnet und angezeigt.
Ins Feld USt. % kommt Angabe der fälligen Umsatzsteuer in Prozent.
Hinterlegen Sie im Feld Leistungsdatum, wann die Leistung zur Debitorenforderung erbracht wurde.
Rechte Fensterhälfte
Das Feld Bemerkung ist ein Feld für weitere Hinweise.
Das Feld Intern ist für weitere Informationen, die nicht veröffentlicht werden.
Geben Sie ins Feld Schätzung in % den Anteil der Forderung ein, der vermutlich realisiert werden kann. Damit kann verhindert werden, dass eine Überbewertung der Forderung in der Überschuldungsbilanz erfolgt.
Alternativ zu einem Prozentsatz geben Sie bei Schätzung in € den wahrscheinlich zu realisierenden Betrag ein. Dazu müssen Sie zuvor das Optionsfeld vor dem Eingabefeld markieren.
Tragen Sie als nicht pfändbar den Anteil in Euro ein, der nicht pfändbar ist.
Bereich "Mahnung"
Das Feld Datum ist für das Datum des zuletzt gefertigten Mahnschreibens vorgesehen.
Die Check-Box nicht mahnen dient der reinen Information und wird "aktiviert", wenn die Forderung soll nicht gemahnt werden, da z. B. die Sache als aussichtslos anzusehen ist.
Wenn die Check-Box ausgebucht "aktiviert" ist, erscheint eine ausgebuchte Forderung nicht mehr in den Übersichten.
Hinweis: Beachten Sie bitte den Unterschied: Eine ausgebuchte Forderung bleibt hier sichtbar erfasst, erscheint jedoch nicht mehr in den Auswertungen. Demgegenüber erscheint eine nicht ausgebuchte, aber hier mit "Schätzung" 0 % eingetragene Forderung auch weiterhin in den Auswertungen.
Bereich "Mahnläufe"
MS1 (Mahnschreiben 1), MS2 (Mahnschreiben 2) und MB (Mahnbescheid): Hier werden die Ausgangsdaten der Dokumente eingetragen. Die Letzte Mahnung kann in der Debitoren-Übersicht für jede Forderung angezeigt werden.
Bereich "Rechtsstreit"
Die Check-Box Rechtsstreit anhängig wird "aktiviert", wenn bereits ein Rechtsstreit anhängig ist.
Ordnen Sie das Gericht zu, bei dem der Rechtsstreit anhängig ist: Dieses Feld ist nur aktiv, wenn die Check-Box Rechtsstreit anhängig "aktiviert" ist.
Bei AZ tragen Sie das Aktenzeichen des Gerichts ein, unter dem der Rechtsstreit geführt wird. Dieses Feld ist nur aktiv, wenn die Check-Box Rechtsstreit anhängig "aktiviert" ist.
Wenn es sich um einen Schuldner mit Soll-Versteuerung handelt und die Umsatzsteuer zur Debitorenforderung bereits abgeführt ist, aktivieren Sie diese Check-Box USt. bereits abgeführt, um eine erneute Versteuerung zu verhindern.
Mehrfachzuordnung – Forderungen gegenüber Debitoren
Tipp: Wenn Sie mehrere bereits erfasste Forderungen auf einmal bearbeiten möchten, markieren Sie die Check-Boxen der entsprechenden Forderungen am Zeilenbeginn. Dann wird der Button Mehrfach aktiv. Mit ihr gelangen Sie in das Fenster "Mehrfachzuordnung – Forderungen gegenüber Debitoren". Zum Bearbeiten der einzelnen Bereiche bzw. Eingabefelder setzen Sie einen Haken in die Check-Boxen davor.
Ausbuchen bereits verbuchter Debitorenforderungen
Bei eingestellter Soll-Versteuerung (Akten-Registerkarte "Buchhaltung" > Gruppe "Optionen" > Button Parameter > Registerkarte "Allgemein") können Sie bereits verbuchte Debitorenforderungen wieder ausbuchen, wenn sich diese als uneinbringbar erweisen. Ziel ist es, die ans Finanzamt abgeführte Umsatzsteuer zurückzuholen.
Hinweis: Diese Möglichkeit besteht nur für Nutzer von Insomacs PLUS.
Hinweis: Der nötige Button ist nur sichtbar, wenn die Check-Box Darstellungen – Sachkonten / Personenkonten / EA-Konten in den Buchhaltungs-Optionen der Akte (Gruppe "Optionen" > Button Parameter > Registerkarte "USt.-VA/ Schlussrechnung") aktiviert worden ist. Der Haken lässt sich nur bei eingeschaltetem KORREKTUR-Modus setzen.
Klicken Sie auf den Button Ausbuchen.
Es öffnet sich das Fenster "Forderung ausbuchen".
Wählen Sie über den Button (Lupe) ein Konto für
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aus.
Dann bestätigen Sie
Ihre Eingabe mit dem Button OK.
Ein Info-Fenster
weist Sie auf die erfolgreiche Ausbuchung hin. In dem Listeneintrag der
Forderung stehen nun Nullen in den Spalten "offen Buchw." und "offen
Schätz."
Auswirkung auf die Vermögensübersicht
Forderungen gegen Debitoren fließen auf der Aktiva-Seite in die Vermögensübersicht ein, die als Modellauswertung der Buchhaltung zur Verfügung steht. In dieser Vermögensübersicht werden immer drei verschiedene Werte betrachtet, nämlich
- Liquidationswert
- Fortführungswert
- Buchwert
Bezüglich der Forderungen gegen Debitoren ermitteln sich diese Werte
wie folgt:
Liquidationswert und Fortführungswert ergeben
sich unter Berücksichtigung der Schätzung, während sich der Buchwert aus
dem Gesamtbetrag ergibt.
Beispiel:
Eine Forderung über den Rechnungsbetrag von 1.200,00 € wird eingebucht. Da abzusehen ist, dass ein Teil der Rechnung möglicherweise ungerechtfertigt ist, wird als Schätzung 60 % angenommen. Damit ergeben sich bezüglich dieser Forderung:
- Buchwert: 1.200,00 €
- Fortführungswert: 720,00 €
- Liquidationswert: 720,00 €
Zahlungen einsehen/ Wertberichtigungen buchen
Zahlungen der Debitoren auf die hier erfassten Forderungen werden in der Regel über die Buchhaltung eingebucht. Hier in der Unterakte des Debitors, Register "Forderungen", sichten Sie, wann welche Zahlungen geflossen sind.
Mit dem Button Zahlungen erhalten Sie folgende
zusammenfassende Darstellung über die gegen den Debitor bestehenden
Forderungen unter Berücksichtigung bereits geleisteter Zahlungen oder
Wertberichtigungen und der sich hieraus ergebenden Restforderung. Dabei
werden Teilzahlungen und ggf. mehrere Wertberichtigungen addiert.
Die Spalten der Tabelle lassen sich per Kopfklick sortieren.
Wünschen Sie eine detaillierte Darstellung der einzelnen Zahlungen,
dann rufen Sie in dieser Übersicht mit dem Button
Zahlungen folgende Detailübersicht auf: Hier wird jede einzelne
Zahlung auf die in der vorherigen Liste markierte Forderung
dargestellt.
Die Spalten der Tabelle lassen sich per Kopfklick
sortieren.
OP-Verwaltung
Möchten Sie Zahlungen von Debitoren zuordnen, die bereits vor Verfahrenseröffnung geleistet wurden, öffnen Sie in der Unterakte des Debitors das Register "Forderungen" und klicken Sie dort auf den Button Zahlungen am oberen Fensterrand. Klicken Sie im neuen Fenster erneut auf den Button Zahlung.
Über das Eingabefeld Bu.-Nr. (Buchungsnummer) werden Zahlungen von Debitoren zugeordnet, die bereits vor der Verfahrenseröffnung geleistet wurden. Solch manuell erfasste Verrechnungen werden sowohl in der Offene-Posten-Verwaltung als auch in der Vermögensübersicht berücksichtigt.
Geldeingänge, die über Zahlungsverkehr eingebucht und verrechnet wurden, erkennt man an der Buchungsnummer, welche auf den Buchungsvorgang im Journal verweist.
Über Bu.-Nr. geben Sie eine evtl.
vorhandene korrespondierende Buchungsnummer mit ein. Dann erscheint die
eigentliche Offene-Posten-Verrechnung nicht in der Buchhaltung, da die
korrespondierende Journal-Buchung ja bereits für die korrekte
Darstellung sorgt.
Wird dagegen keine korrespondierende
Buchungsnummer eingegeben, so wird die Offene-Posten-Verrechnung in die
Buchhaltung und damit auch in die Vermögensübersicht übernommen. So
lassen sich einzelne Positionen wie z. B. Debitorenforderungen manuell
ausbuchen.
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