Auf der Registerkarte "Schuldner" erfassen Sie Angaben über den Gemeinschuldner, also über das insolvente Unternehmen bzw. den Verbraucher. Die Angaben sind in Unterebenen aufgeteilt, nämlich in "Anschrift", "Verfahrenskonto", "Rechtsform", "Vertreter", "Unterhaltsberechtigte" und "Rubrum".
Übersicht
- Die Unterebene "Anschrift"
- Die Unterebene "Verfahrenskonto"
- Die Unterebene "Rechtsform"
- Die Unterebene "Vertreter"
- Die Unterebene "Unterhaltsberechtigte"
- Die Unterebene "Rubrum"
Die Unterebene "Anschrift"
Auf der standardmäßig angezeigten Unterebene "Anschrift" der Registerkarte "Schuldner", wird im Wesentlichen die Anschrift des Schuldners erfasst. Dabei kann nicht auf die allgemeine Adressverwaltung zurückgegriffen werden, denn die Adresse des Schuldners ist bei Gericht hinterlegt und darf nicht geändert werden.
Stellen Sie das Geschlecht ein, damit Insomacs "weiß", ob weibliche ("die Schuldnerin") oder männliche ("der Schuldner") Formulierungen vom Textprozessor beim Erstellen von Dokumenten verwendet werden sollen. Bei Gesellschaften (z. B. GmbH oder AG) ist die weibliche Form zu verwenden.
Anrede A ist entsprechend der im Adress-Fenster zu hinterlegenden Anrede für Dokumente auszufüllen, z. B. "Herr", "Frau", "Firma" u. a.
Hinterlegen Sie den Vornamen und ggf. den Titel des Schuldners (z. B. "Dr.").
Name1, Name2 bei natürlichen Personen wird der Nachname in Name1, bei Firmen mit langen Namen wird dieser auf die Felder Name1 und Name2 verteilt. Bei Eheleuten/ Partnern werden Vorname und Nachname jeweils in eines der Felder Name1 und Name2 eingegeben und der Vorname freigelassen.
In einem Brief tauchen die Feldinhalte in folgender Anordnung
auf:
Anrede A
Titel Vorname Name1
Name2
Strasse oder
Postfach
PLZ Ort
Zusatz c/ o ist für den Zusatz care of.
Straße und Hausnummer kommen getrennt in die beiden Felder Straße und Hnr.
Öffnen Sie das Suchfenster des Datenbankfelds PLZ (Postleitzahl). Geben Sie einen Ortsnamen und ggf. eine Straße ein, um die Postleitzahl zu ermitteln. Wenn Sie die Postleitzahl eingeben, wird der Ort automatisch ausgefüllt. Gibt es mehrere Orte mit gleicher PLZ, werden diese zur Auswahl angezeigt.
Bei Ort erscheint der zur Postleitzahl gehörige Ortsname.
Hinterlegen Sie ggf. bei Ausland ein Auslandskennzeichen, z. B. "A" für Österreich.
Anrede T ist ein Schlüsselfeld für die Briefanrede, z. B. "Sehr geehrte Damen und Herren" oder "Sehr geehrte Frau Müller" usw.
Hinweis: Es muss immer die vollständige Anrede – bis auf das Komma – eingegeben werden. Der Name muss bei persönlichen Anreden in jedem Fall Bestandteil von Anrede T sein!
Dieses Verfahren hat den Vorteil, dass auch persönliche Anreden, wie z. B. "Lieber Klaus" ohne Probleme verarbeitet werden. Würde im Text der Standard "Sehr geehrte" lediglich durch z. B. "r Herr Müller" ergänzt werden, funktioniert dies nämlich nicht.
Hinweis: Eine mehrzeilige Anrede wird durch ein Komma an der Zeilenumbruchstelle automatisch erzeugt.
Geben Sie z. B. "Sehr geehrte Frau Müller, sehr geehrter Herr Müller"
ein, dann macht der Textprozessor automatisch im Dokument folgendes
daraus:
Sehr geehrte Frau Müller,
sehr geehrter Herr
Müller,
Tragen Sie in die Felder Telefon, privat, FAX, mobil und E-Mail die entsprechenden Kommunikationsdaten ein. Verwenden Sie ggf. den Button Telefon.
Das Feld Grundstück ist für das Grundstück.
Als "Frist/ Vorfrist" und "nächste Wiedervorlage" werden Ihnen die jeweils als Nächstes fällige Frist und Wiedervorlage der Akte angezeigt. Eine Gesamtübersicht erhalten Sie in der Fristenliste der Akte und der Wiedervorlagenliste der Akte.
Das Feld Reg.-Art sit für die Art des Registers, an dem die Firma registriert ist.
Hinterlegen Sie das zuständige Register-Gericht und die dortige Registernummer im Feld Reg.-Nr..
Betrieb-Nr. ist die Abkürzung für die Betriebsnummer.
Das Feld Lohnstelle ist für eine abweichende Adresse der Lohnabrechnungsstelle. Ziffer kann in der Arbeitnehmer-Unterakte (Registerkarte "Arbeitsverhältnis") übernommen werden.
Im Bereich "Verfahrensdaten im Internet" geben Sie die Zugangsdaten ein, wenn Sie Informationen zum Insolvenzverfahren auf Ihrer Homepage hinterlegt haben (insbesondere die Gläubigertabelle; vgl. Kapitel Das Register "Export/ Nummern").
Beide Felder nutzen Sie übrigens auch im Textprozessor für die Gläubigeranschreiben (Platzhalter für die Internet-Adresse: ^FAkte.WWWAdresse^; für das Passwort: ^FAkte.WWWPasswort^).
Die Unterebene "Verfahrenskonto"
Auf der Unterebene "Verfahrenskonto" der Registerkarte "Schuldner" werden Angaben zum Hinterlegungskonto des Verwalters eingetragen.
Hinweis: Es handelt sich hier um das Hinterlegungskonto des Verwalters für diesen Insolvenzfall – nicht um die Bankverbindung des Schuldners.
Dieses Konto wird ggf. auf erzeugten Dokumenten als Bankverbindung ausgegeben, z. B. bei Serienbriefen an alle Debitoren.
Der Button Eigene Konten öffnet die Übersicht der dieser Akte zugeordneten eigenen Konten. Dort richten Sie beliebig viele eigene Konten mit Zuordnung zur Akte ein.
Der Button Übernehmen übernimmt die Daten eines dieser Akte zugeordneten eigenen Kontos als Hinterlegungskonto.
Die Unterebene "Rechtsform"
Auf der Unterebene "Rechtsform" der Registerkarte "Schuldner" stehen Ihnen folgende Eingabemöglichkeiten zur Verfügung:
Mit der Stellung beschreiben Sie die Vertretungsart, z. B. "Geschäftsführer" oder "persönlich haftender Gesellschafter" usw. Die eingetragene Stellung wird in allen Ausdrucken (z. B. Schlussrechnung und Debitorenübersicht) ausgegeben, wenn das Merkmal Überschrift erweitert gesetzt ist.
Geben Sie den Namen des Vertreters ein.
Straße, PLZ, Ort, Ausland, Anrede T: Die Angaben zur Anschrift sind optional und in der Regel weglassbar.
Bei mehrstufigen Vertretungsverhältnissen wie z. B. bei der GmbH & Co KG wird als primäre Anschrift auf der Unterebene "Anschrift" die GmbH & Co KG eingetragen. Hier auf der Unterebene "Rechtsform" erfassen Sie im oberen Teil ("wird gesetzlich vertreten durch") die GmbH und im unteren Teil ("diese(r) vertreten durch") den oder die Geschäftsführer.
Rechtsform ist ein Datenbankfeld mit zahlreichen Auswahloptionen. Wenn "natürliche Person" eingestellt ist, werden die Eingabefelder Geburtsname, Geburtsort, Geburtsdatum und Familienstand sichtbar.
Das Drop-down-Menü Familienstand ist nur sichtbar, wenn für den Schuldner die Rechtsform "natürliche Person" zutrifft. Folgende Familienstände sind vorgesehen:
- "unbekannt"
- "geschieden oder Ehe aufgehoben"
- "verwitwet"
- "getrennt lebend"
- "Lebenspartner getrennt lebend"
- "Lebenspartner verstorben"
- "Lebenspartnerschaft"
- "Lebenspartnerschaft aufgehoben"
Wenn die Check-Box Vorsteuerabzug "aktiviert" wird, ist der Schuldner ist zum Vorsteuerabzug berechtigt.
Wird die Check-Box Sollversteuerung "aktiviert" ist, werden die Buchungen in der Akte nicht nach Ist-Versteuerung, sondern nach Soll-Versteuerung abgerechnet (das heißt, es werden nicht die tatsächlichen Einnahmen versteuert, sondern die vereinbarten Entgelte).
Wird als Rechtsform des Schuldners, "natürliche Person" gewählt, lassen sich auch Geburtsname, Geburtsdatum und Geburtsort erfassen.
Fügen Sie den Adresszusatz des Finanzamtes in das Feld Finanzamt ein. Dies ist z. B. notwendig, wenn Sie die Umsatzsteuer-Voranmeldung von Insomacs erledigen lassen möchten.
Geben Sie ins Feld Alte Steuer-Nr. die ehemalige Steuernummer des Schuldners bis zur Insolvenz ein.
In das Feld InsO-Steuer-Nr. kommt die neue Steuernummer.
Auch die Alte Lohnsteuer-Nr. und die InsO-Lohnsteuer-Nr. sind hier einzugeben.
Die Wirtschafts-Id-Nr. wird ab der Umsatzsteuervoranmeldung Januar 2025 in der Buchhaltung der Akte benötigt. Hinterlegen Sie hier Ihre Wirtschafts-Identifikationsnummer. Sie beginnt mit DE. Es schließen direkt daran 9 Ziffern an.
Die Regelbesteuerung wird ab der Umsatzsteuervoranmeldung Januar 2025 in der Buchhaltung der Akte benötigt. Geben Sie das Datum des Wechsels von der Kleinunternehmer-Regelung (§ 19 UStG) zur Regelbesteuerung ein, um in der Umsatzsteuervoranmeldung das Feld "Wechsel von der Kleinunternehmer-Regelung (§ 19 UStG) zur Regelbesteuerung Datum des Wechsels" auszufüllen.
Bei Ins.geld-Nr. tragen Sie die Insolvenzgeld-Nummer ein. Sie wird in alle Arbeitnehmer-Unterakte auf der Registerkarte "Arbeitsverhältnis" automatisch in das gleichnamige Eingabefeld eingetragen. Falls das Feld hier leer bleibt, kann das Feld Ins.geld-Nr. individuell pro Arbeitnehmer in den Arbeitnehmer-Unterakten ausgefüllt werden.
Die Unterebene "Vertreter"
Auf der Unterebene "Vertreter" der Registerkarte "Schuldner" legen Sie bei Bedarf einen oder mehrere Vertreter des Schuldners an.
Einen neuen Vertreter fügen Sie über den Button Neu hinzu. Tragen Sie Detailangaben über ihn in die Felder rechts ein:
Der Vertreter muss bereits als Adresse in Insomacs hinterlegt ein, und zwar entweder als Kanzlei-Adresse oder als (Standard-) Adresse. Verknüpfen Sie diese Adresse im oberen Bereich "Vertreter".
Bereich "Zusatzangaben"
Hinterlegen Sie die Stellung des Vertreters, z. B. Betreuer, Geschäftsführer, Gesellschafter, Liquidator, oder Eltern.
Geben Sie in das Feld AP den Namen des Ansprechpartners beim Vertreter ein.
Erfassen Sie im Feld AZ das Aktenzeichen des Vertreters.
Bei Anrede T legen Sie die Briefanrede für den Vertreter, z. B. "Sehr geehrter Herr Müller", fest.
Tragen Sie bei Telefon und Fax die entsprechenden Nummern ein.
Die Check-Box Postempfänger wird "aktiviert", wenn der Vertreter der Postempfänger ist und die Schriftsätze an ihn statt an den Schuldner selbst adressiert werden sollen.
Wenn die Check-Box Vollmacht "aktiviert" ist, besitzt der Vertreter eine Vollmacht.
Untervollmacht (nur wenn eine Vollmacht besteht:) Handelt der Vertreter aufgrund einer Untervollmacht?
Wählen Sie im Drop-down-Menü Zustellung die Zustellungs-Art aus.
Die Unterebene "Unterhaltsberechtigte"
Auf der Unterebene "Unterhaltsberechtigte" erfassen Sie ggf. die unterhaltsberechtigten Personen des Schuldners.
Die unterhaltsberechtigten Personen des Schuldners fügen Sie über den Button Neu hinzu.
Öffnen Sie die Datensätze mit einem Klick auf den Button Unterakte.
Hinweis: Das Geburtsdatum wird nur zur Information angezeigt. Eingestellt und bearbeitet wird es im Adressfenster des Unterhaltsberechtigten, Registerkarte "Sonstiges" (Unterakte des Unterhaltsberechtigten > Button Adresse).
Die Unterebene "Rubrum"
Die Unterebene "Rubrum" besteht aus einem Notizfeld, in dem ein individuelles, mehrzeiliges Rubrum erfasst werden kann.
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