Betriebswirtschaftliche Auswertung (EÜR)

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Die Betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA) gibt Auskunft über die Kosten- und Erlössituation sowie über Vermögens- und Schuldverhältnisse.

Übersicht

Standard-BWA

Pfad: Hauptfenster-Menüband "Buchhaltung" > Gruppe "Auswertungen" > Button BWA > "Standard-BWA (Referate)"

Die Betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA) ist die aussagekräftigste Buchhaltungsauswertung bei der Beurteilung der wirtschaftlichen Situation der Kanzlei.

Das Fenster "Betriebswirtschaftliche Auswertung (Standard)"

Ganz oben stellen Sie im Bereich "Zeitraum" den Monat ein, den Sie betrachten möchten. Das Betrachtungs-Jahr ist unabänderlich auf die aktuelle Buchhaltungs-Periode eingestellt.

Daneben werden die kumulierten Auswertungen angezeigt. Sie sehen also auf einen Blick eine Übersicht über den eingestellten Monat und das laufenden Gesamtjahr sowie den Vorjahreszeitraum.

Das Feld Ergebnis zeigt den tatsächlichen Gewinn im jeweiligen Zeitraum an, das Feld Kostenquote den prozentualen Anteil der Kosten am Umsatz. Je kleiner dieser Wert ist, desto effizienter arbeitet die Kanzlei. Als grobe Richtlinie gilt, dass ab einem Wert von 60 Prozent systematisch nach Einsparmöglichkeiten gesucht werden sollte.

Die ausführliche Tabelle darunter gliedert sich in zwei Teile:

  • In der oberen Hälfte werden, differenziert nach den Referaten differenziert, die Umsätze in absoluten Zahlen und in ihrem prozentualen Anteil bezogen auf die Gesamterlöse dargestellt.
  • Die untere Hälfte stellt die Kosten der Kanzlei dar, ebenfalls in absoluten Zahlen und in ihrem prozentualen Anteil bezogen auf die Gesamtkosten der Kanzlei.

Alle dargestellten Werte sind Netto-Beträge! Eine Anpassung oder Veränderung im Aufbau der Standard-BWA ist nicht möglich. Verwenden Sie dazu bitte die Modellauswertungen.

Der Button Grafik öffnet ein Fenster, in dem Sie grafische Visualisierungen der Tabellenwerte angezeigt bekommen. Verschiedene Registerkarten ermöglichen Ihnen den raschen Wechsel zwischen den Darstellungsformen. Standardmäßig wird das Fenster auf der Registerkarte "Monat Torte" geöffnet. In der Abbildung sehen Sie die Registerkarte "Jahr Balken".

Das Fenster "Erlöse"

Optimale Anzeige
Um eine optimale Anzeige zu erhalten, maximieren Sie das Fenster.

In der Standard-BWA werden alle Sammelkonten ausgegeben, die Winmacs als Erlös- oder Aufwandskonten erkennen kann.

Um ein Sammelkonto als Sammelkonto für Erlöspositionen zu erkennen, ist es erforderlich, dass die Kontonummer des fraglichen Sammelkontos mit einer 8 beginnt. Sie können die Kontonummer im Kontenrahmen anpassen: Hauptfenster-Menüband "Einstellungen" > Gruppe "Buchhaltung" > Button Kontenrahmen.

Um ein Sammelkonto als Sammelkonto für Aufwandspositionen zu erkennen, ist es erforderlich, dass die Kontonummer mit der in den Buchhaltungs-Parametern eingestellten Ziffer beginnt: Hauptfenster-Menüband "Einstellungen" > Gruppe "Buchhaltung" > Button Parameter > Registerkarte "Kontonummern". In aller Regel wird es sich um eine 4 oder eine 6 handeln, wie dies in den Standardkontenrahmen DATEV SKR03 und SKR04 vorgesehen ist.

Sollstellungen/ Referat

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Das Fenster "Sollstellungen OP je Referat"

Sie erhalten eine Übersicht über Offene Posten, aufgeschlüsselt nach Referat.

Umsatz je Kostenstelle

Pfad: Hauptfenster-Menüband "Buchhaltung" > Gruppe "Auswertungen" > Button BWA > "Umsatz je Kostenstelle"

Das Fenster "Umsätze je Kostenstelle (geflossen)"

Vollziehen Sie nach, welche Buchungen auf eine bestimmte Kostenstelle entfallen.

Funktionen nur bei aktivierten Kostenstellen
Diese Funktionen steht nur zur Verfügung, wenn Sie das Arbeiten mit Kostenstellen aktiviert haben.

In dem Fenster definieren Sie die auszuwertende Kostenstelle sowie einen Auswertungszeitraum. Die gefundenen Buchungen können ausgedruckt oder exportiert werden.

Umsatz je Sachbearbeiter

Pfad: Hauptfenster-Menüband "Buchhaltung" > Gruppe "Auswertungen" > Button BWA > "Umsatz je Sachbearbeiter"

Sie erhalten einen Überblick über den Honorarumsatz der einzelnen Sachbearbeiter.

Das Fenster "Umsätze je Sachbearbeiter (geflossen)"

Während in der zuvor vorgestellten Standard-BWA die Referatskonten ausgewertet werden, geht diese Auswertung vom Sachbearbeiter aus, der zum Zeitpunkt der Buchung in der Akte eingetragen war. Es erfolgt also eine rein personenbezogene Auswertung, unabhängig von der Referatszugehörigkeit. Diese Auswertung ist sinnvoll, wenn

  • in einer Kanzlei die Referate nicht eindeutig einem bestimmten Sachbearbeiter zugeordnet sind und trotzdem der Umsatz der Sachbearbeiter benötigt wird – etwa für die Gewinnverteilung,

  • man die einzelnen Erlöskonten der Referate eines Sachbearbeiters nicht addieren möchte, um seinen Gesamtumsatz zu ermitteln.

Der Button Druck öffnet den Druck-Dialog für die Liste.

Der Button Liste aufbauen stellt die Liste neu zusammen.

Der Button Details zeigt Einzelheiten zu den Honoraren des markierten Sachbearbeiters an, z. B. Registernummer, Sache, Umsatz netto, und USt.

Der Button Export exportiert die dargestellten Ergebnisse in eine Excel-Datei.

Kostenstellen

Pfad: Hauptfenster-Menüband "Buchhaltung" > Gruppe "Auswertungen" > Button BWA > "Kostenstellen"

Dies ist die betriebswirtschaftliche Auswertung der Kostenstellen.

Das Fenster "Umsätze je Kostenstelle (geflossen)"

Sortieren, gruppieren und filtern Sie die Liste wie die der Forderungsübersicht für die Kostenstellen im Menüband "Kanzlei".

Manuelle Aktualisierung der Übersicht
Legen Sie eine manuelle Aktualisierung für die Übersicht fest, indem Sie die Check-Box Forderungsübersicht – Liste manuell aktivieren: Hauptfenster-Menüband "Einstellungen" > Gruppe "System-Parameter" > Button Programm > Registerkarte "Steuerung".

Strukturauswertung (EÜR)

Pfad: Hauptfenster-Menüband "Buchhaltung" > Gruppe "Auswertungen" > Button BWA > "Strukturauswertung (EÜR)"

Erzeugen Sie mit Hilfe der Strukturauswertung Einnahme-Überschuss-Rechnungen.

Das Fenster "Strukturauswertung – Einnahmenüberschussrechnung"

Voraussetzung ist, dass

1. die Struktur für Einnahmen-Überschuss-Rechnungen definiert wurde und

2. die einzelnen Konten im Kontenrahmen den Struktur-Zweigen zugewiesen sind, d. h., die relevanten Konten müssen bearbeitet werden: In dem Eingabefeld EÜR ist der zutreffende EÜR-Strukturzweig anzugeben.

Ausgegeben werden dann die (Netto-) Salden der zugeordneten Konten zu den (Struktur-) Überschriften.

Strukturauswertung bei bilanzierender Buchhaltung ausgeblendet
Bei der Ansicht für die bilanzierende Buchhaltung ist das Drop-down-Menü Strukturtyp ausgeblendet, da es nicht benötigt wird.

Modellauswertungen

Pfad: Hauptfenster-Menüband "Buchhaltung" > Gruppe "Auswertungen" > Button BWA > "Nach Modellen"

Mit Modellauswertungen erstellen Sie eigene, frei definierte Auswertungen Ihrer Buchhaltung. Das Verfahren ähnelt der Auswertung mittels einer Tabellenkalkulation. Sie können damit Kontensalden miteinander addieren oder berechnen, diese Berechnung abspeichern und später für unterschiedliche Zeiträume auswerten lassen.

Das Fenster "Erlösstruktur"

Es können unterschiedliche Modelle (Auswertungen) unter einem jeweiligen Suchbegriff abgespeichert und beliebig oft ausgeführt werden, um die jeweils aktuellen Daten zu erhalten. Die Auswertung kann in Form einer Tabelle und/ oder mittels Übergabe der Werte in einen Rohtext erfolgen, der mehr gestalterische Möglichkeiten bietet.

Bevor Sie die Ergebnisse einer Auswertung erhalten können, müssen Sie zunächst das entsprechende Modell definieren. Das Verfahren der Modelldefinition besteht aus zwei Teilaufgaben:

1. Modellzeilen

Vorschriften, die auf die Salden der Konten des Kontenrahmens oder die Werte anderer Modellzeilen zugreifen, werden als Modellzeilen bezeichnet. Diese Werte (mathematisch: Argumente) können mit den mathematischen Grundfunktionen verknüpft werden. Das heißt: Kontostände oder Werte anderer Modellzeilen können addiert, subtrahiert, mit Faktoren multipliziert usw. werden. Das Ergebnis dieser Rechenoperationen ist dann der Wert dieser Modellzeile. Die Modellzeile kann in anderen Modellzeilen weiterverarbeitet werden oder direkt als Ergebnis in die Tabelle ausgegeben werden. Modellzeilen werden separat erfasst.

2. Modelle

Eine oder mehrere Modellzeilen werden in ein Modell eingefügt, um die Berechnungen konkret durchführen zu können. In einem Modell kann zwischen Entwurfs- und Auswertungs-Modus hin und her geschaltet werden. Der Auswertungs-Modus liefert die Ergebniszahlen; in ihm kann gewählt werden, für welchen Zeitraum diese Darstellung erfolgen soll. Mehrere Modelle können auf die gleichen Modellzeilen zugreifen. Hat man z. B. eine Modellzeile definiert, in der als Ergebnis der Gesamtumsatz der Kanzlei geliefert wird, dann können alle Modelle, in denen der Gesamtumsatz dargestellt werden soll, auf genau diese Modellzeile zugreifen.

Übersicht

Definition eines Modells

Bevor Sie mit der Definition eines neuen Modells beginnen, sollten Sie planen, wie das Modell ungefähr aussehen soll, d. h. welche Werte dargestellt werden sollen und wie viele Zeilen und Spalten Sie voraussichtlich für die Berechnungen benötigen. Je präziser diese Planung ist, desto schneller klappt die Umsetzung in ein Modell.

Beispiel:

Es soll ein Modell definiert werden, das die Umsätze der einzelnen Sachgebiete zeigt. Dabei wird der Umsatz jedes einzelnen Sachbearbeiters und der Gesamtumsatz in jedem Sachgebiet der Kanzlei gezeigt. In der Standard-BWA werden ja nur die Ergebnisse der einzelnen Referate ausgegeben. Und um die Gesamterlöse der Unfallsachen zu erhalten, müssten ohne dieses Modell die Salden der entsprechenden Erlöskonten addiert werden, sofern mehrere Sachbearbeiter Unfallsachen bearbeiten. Das Beispiel-Modell soll also ein Ergebnis nach folgendem Muster liefern:

Mit dieser Vorüberlegen kann bereits ermittelt werden, dass unser Beispiel-Modell inklusive der Beschriftungen fünf Spalten und acht Zeilen haben wird. Dies ist aber jederzeit änderbar, also auch erweiterbar.

Rufen Sie die Modellauswertung auf. Legen Sie wie im Kapitel Adressen-Verwaltung beschrieben einen sinnvollen Suchbegriff das neue Modell an.

Das Fenster "Erlösstruktur"

Die Check-Boxen Rechtsbündig, Fett, Grau, Linie rechts und Linie unten formatieren jeweils die markierte Tabellenzelle in der beschriebenen Weise.

Geben Sie die Spalten- und Zeilen-Zahl der Tabelle vor. Eine Erhöhung der Spalten- und Zeilenzahl ist jederzeit möglich. Die zusätzlichen Spalten werden rechts angehängt; die zusätzlichen Zeilen unten. Bei der Verminderung der Werte ist Vorsicht geboten, wenn die Spalten oder Zeilen bereits Inhalte haben. Diese Inhalte gehen ersatzlos verloren!

Geben Sie bei Suchbegriff den Namen des Modells ein, unter dem es gespeichert und geöffnet wird.

Bei Rohtext wird die Textvorlage hinterlegt, die beim Ausdruck verwendet wird.

Der Modus steht in der Grundeinstellung auf "Entwurf". In diesem Modus wird das Modell definiert. Um das Modell mit den tatsächlichen Werten zu berechnen und zu füllen ist der Modus schließlich auf "Auswertung" umzustellen.

Jahr, Monat und Zeitraum geben jeweils an, für welchen Zeitraum eine Auswertung durchgeführt wird.

Zeile fügt eine auszuwählende Zeile in das Modell ein.

Beschriftung und Gestaltung

Die Beschriftung des Modells erfolgt durch das Füllen der Zellen mit Text. Dies geschieht auf einfache Weise dadurch, dass in die markierte Zelle der gewünschte Text einfach eingegeben wird. Beenden Sie die Eingabe des Zelleninhalts mit der Taste [Enter].

Das Fenster "Erlösstruktur"

Falls eine Spaltenbreite zu kurz oder lang sein sollte, fahren Sie mit der Maus in die graue Kopfzeile. Das ist die oberste Zeile, die mit Großbuchstaben nummeriert ist. Der Mauszeiger ändert seine Form an den Spaltengrenzen. Halten Sie hier die linke Maustaste gedrückt und ziehen den Spaltenrand nach links oder rechts.

Werte einfügen über die Modellzeilen-Verwaltung

In die noch leeren Zellen in den Spalten B bis E sollen in unserem Beispiel die Werte, d. h. die jeweiligen Erlöse, eingesetzt werden. In diese Zellen muss dazu jeweils ein Verweis auf die Modellzeile geschrieben werden, die den entsprechenden Wert liefert.

Noch sind keine Modellzeilen vorhanden, daher müssen die erforderlichen Zeilen zunächst definiert werden:

Der Button Mod. Zeilen im Modell-Fenster ruft die Modellzeilen-Verwaltung in einem neuen Fenster auf. Sie erreichen dieses Fenster auch separat über das Hauptfenster-Menüband "Einstellungen" > Gruppe "Buchhaltung" > Button Auswertungsmodelle.

Das Fenster "Buchhaltung Modellzeilen"

In diesem Formular werden die Modellzeilen definiert, d. h. festgelegt, welche Zeile welche Werte darstellen oder berechnen soll.

Über den Button Neu legen Sie eine neue Modellzeile an, falls die gewünschte Berechnung noch nicht vorhanden ist.

Das Fenster "Buchhaltung Modellzeilen"

In der Liste in der unteren Fensterhälfte werden dann – je nach gewählter Registerkarte – alle Konten aus dem Kontenrahmen der Buchhaltung angezeigt. Oben definieren Sie neue Modellzeilen:

Jede Zeile, d. h. jede Berechnung, muss eine eigene Nummer erhalten, über die sie später angesprochen werden kann. Bei der Vergabe der Nummern sollten Sie sich an folgenden Regeln und Empfehlungen richten:

  • Es empfiehlt sich, mit Zeilennummern gleicher Länge, möglichst 5-stelligen Zahlen, zu arbeiten.
  • Zeilen, die "artverwandte" Ergebnisse liefern, sollten der besseren Übersicht wegen auch "artverwandte" Nummern erhalten, wie dies ja auch bei der Vergabe der Kontonummern im Kontenrahmen versucht wird.
  • Eine Zeile kann mit den Werten von anderen Zeilen Berechnungen vornehmen. Dabei kann eine Zeile nur mit solchen Zeilen rechnen, deren Nummer kleiner als die eigene ist, da die Zeilen in aufsteigender Reihenfolge durchgerechnet werden.

Verwenden Sie als Bezeichnung einen Namen, der kurz und prägnant beschreibt, was die Zeile darstellt bzw. berechnet.

Stellen Sie ein, wie viele Dezimalstellen hinter dem Komma für das Ergebnis berücksichtigt werden sollen. Bei Währungsbeträgen wird dies typischerweise 2 sein; bei glatten Beträgen verwenden Sie 0.

Beispiel (Fortsetzung):
Die erste Zeile, die wir für unser Beispiel benötigen, ist der Umsatz von RA Geier im Referat "Allgemeine Zivilsachen". Da es sich bei den Erlösen eines Sachbearbeiters sicher um einen Wert handelt, mit dem häufig weiter gerechnet wird (für den also weitere Modellzeilen benötigt werden), vergeben wir eine niedrige Nummer: 5‑stellig gemäß der Empfehlung, z. B. 20000.

Der eigentliche Inhalt dieser neuen Zeile (Rechenvorschrift) wird in das Memofeld (rot markiert) geschrieben. Dabei helfen der Button und, der Button –, der Button von usw., die das entsprechende Wort in das Memofeld einfügen und damit Tipparbeit ersparen.

Während einer Bearbeitung von Modellzeilen erscheinen am unteren Fensterrand drei Register. Über sie kann die Ansicht gewechselt werden vom Kontenrahmen (zur Auswahl der benötigten Konten) zur Übersicht der bereits definierten Modellzeilen (bei Verweisen von einer Modellzeile auf eine andere) hin zu einem Hilfetext, der die Regeln für die Rechenvorschrift beschreibt.

Beispiel (Fortsetzung):
Die Zeile 20000 soll alle im Referat "Allgemeine Zivilsachen Geier" entstandenen Umsätze addieren.

Dieser Erlös ergibt sich aus der Summe der Salden der verschiedenen Erlöskonten für dieses Referat. Für jeden Steuersatz zuzüglich MwSt-freie Umsätze besteht jeweils ein eigenes Erlöskonto pro Referat. Das Schlüsselwort für die Addition ist "Summe". Angenommen, das Referat hat die Nummer 200, dann finden sich – abhängig vom jeweiligen Steuerschlüssel – die Umsätze in den Konten 802000, 802001, 802002 und so weiter. Das heißt, es muss ein ganzer Konten-Bereich – von Konto bis Konto – addiert werden. Daher fügen Sie mit dem Button von das Schlüsselwort "von" im Memofeld ein. Wählen Sie in der Kontenrahmenliste das erste Konto, das bei der Addition berücksichtigt werden soll.

Mit dem Button Konto Einfügen oder Doppelklick auf das Konto wird die Kontonummer des ausgewählten Kontos in das Memofeld übertragen. Als nächstes Schlüsselwort wird hier "bis" mit dem Button bis eingefügt. Selbstverständlich können Sie den Text, also Schlüsselworte, Kontonummern usw. aber auch direkt in das Memofeld schreiben.

Wählen Sie nun in der Kontenrahmenliste das letzte Konto aus, das noch berücksichtigt werden muss und wiederholen Sie das Einfügen für diese Kontonummer.

Mit der so erzeugten Vorschrift Summe von 802001 bis 802003 wird der Zeile der Wert zugewiesen, der sich durch die Addition der Konten-Salden von 802001 bis 802003 errechnet.

Anmerkung: Man hätte in diesem Fall auch einfach Summe 81200 eintragen können, da 81200 das zugehörige Sammelkonto ist, die Addition also bereits dort stattgefunden hat. Die "umständliche" Methode hier erfolgt der besseren Darstellung wegen.

Zugelassene Inhalte für Modellzeilen
Sie dürfen innerhalb einer Modellzeile auch Angaben von Konten und anderen Modellzeilen mischen und gleichzeitig verwenden.

Speichern Sie diese Zeile mit dem Button OK ab. Danach landen Sie wieder in der Übersicht der Modellzeilen:

Das Fenster "Buchhaltung Modellzeilen"

Verfahren Sie für die Anlage von weiteren Modellzeilen ebenso. Sobald alle erforderlichen Zeilen erstellt sind, schließen Sie mit dem Button EXIT die Modellzeilen-Verwaltung und kehren zurück zum Entwurfsmodell.

Das Fenster "Erlösstruktur"

Setzen Sie die Markierung in die richtige Zelle und fügen Sie über das Eingabefeld Zeile und dem anschließenden Klick auf den Button Einfügen die entsprechende Modellzeile in das Modell ein – oder Sie geben die Modellzeilen-Angabe direkt in die Zelle ein. Achten Sie dann auf die korrekte Syntax!

Ausrichtung/ Gestaltung

Abschließend soll die Auswertung noch optisch aufbereitet werden. Es ist z. B. empfehlenswert, alle Zellen, die Beträge ausgeben, mit der Ausrichtung Rechtsbündig zu versehen.

Klicken Sie die entsprechende Zelle an und setzen dann in der Check-Box Rechtsbündig die Marke. Definieren Sie entsprechend ggf. auch die übrigen Attribute wie z. B. Fettschrift, Grau-Hinterlegung usw. pro Zelle.

Das Fenster "Erlösstruktur"

Syntax

Eine Modellzeile besteht aus einer Funktion und – ausgenommen die Funktion "Summe" – zwei Argumenten. Bei der Summen-Funktion sind ein, zwei und mehr Argumente erlaubt.

Folgende Funktionen stehen zur Verfügung:

Summe Alle folgenden Argumente werden aufsummiert.

Differenz Das zweite Argument wird von dem ersten abgezogen.

Produkt Die Argumente werden miteinander multipliziert.

Quotient Das erste Argument wird durch das zweite geteilt.

Prozent entspricht Quotient. Das Ergebnis wird mit 100 multipliziert.

Max begrenzt den Wert.

Mehrere Argumente werden immer durch ein und verbunden. Das Argument kann durch das Vorzeichen "-" negativ gemacht werden.

Folgende Argumente sind möglich:

Nur eine Zahl: Kontonummer (liefert den Saldo dieses Kontos)

Z mit einer Zahl: Zeilennummer (liefert den Inhalt dieser darüber liegenden Modellzeile)

K mit einer Zahl: Konstante (fester Wert)

Beispiele für Argumente:

  • K100: eine feste Konstante mit dem Wert "100"
  • 1000: Saldo des Kontos 1000
  • von 1501 bis 1509: Summe aller Kontensalden der Konten zwischen 1501 und 1509
  • Z2: Ergebnis der Modellzeile 2 (es darf nur auf niedrigere Zeilennummern zugegriffen werden)
  • Z00002: Ergebnis der Modellzeile 2 (identisch zu oben Z2)
  • max 100: Der Wert des Ergebnisses darf nicht höher als 100 sein. Ist er höher, so wird nur 100 ausgegeben.

Kurzbeispiele für ganze Funktionen:

00001 Summe 1000 und von 1501 bis 1509 und K100

00002 Differenz Z1 und K1000

00003 Prozent Z2 und Z3

00004 Quotient Z1 und K12 und max 20

00005 Summe Z2 und K5 und 160100

Weitere Beispiele:

(hier steht <ARG1>, <ARG2> usw. jeweils für ein Argument, also ein Konto, eine Zeile oder eine Konstante wie oben beschrieben)

Summe <ARG1>

Zeilenwert: einzelner Wert eines Kontos (nur bei Konten als Argument sinnvoll!)

Beispiel: Summe 8010

Summe <ARG1> und <ARG2>

Zeilenwert: Summe der Argumente <ARG1> und <ARG2>

Beispiel: Summe 1501 und 1502

Addiert die Salden der Konten 1501 und 1502. Es können auch mehr als 2 Argumente addiert werden.

Summe von <ARG1> bis <ARG2>

Zeilenwert: Summe der Salden von Konto1 bis Konto2

Oder Summe der Werte von Zeile bis Zeile

Beispiel: Summe von 8010 bis 8014

Addiert die Salden aller Konten zwischen Kontonummer 8010 und (einschließlich) 8014.

Differenz <ARG1> und <ARG2>

Zeilenwert: Saldo Konto1 abzüglich Konto2

Beispiele: Differenz 801000 und 801004 ergibt Konto 801000 abzügl. Konto 801004;

Differenz Z10000 und Z10002 ergibt Zeile 10000 abzüglich Zeile 10002.

Produkt <ARG1> und <ARG2>

Zeilenwert: Saldo ARG1 multipliziert ARG2

Beispiele: Produkt Konto1 und K5 ergibt Konto1 multipliziert mit 5;

Produkt Konto1 und -K1 dreht das Vorzeichen des Saldos von Konto1 um.

Prozent <ARG1> und <ARG2>

Zeilenwert: prozentuales Verhältnis von ARG1 zu ARG2

Beispiel: Prozent Z10000 und Z60000

enthält z. B. die Zeile 10000 den Umsatz eines bestimmten Referats und Zeile 60000 den Gesamtumsatz der Kanzlei, dann liefert das Beispiel den prozentualen Anteil des Referats am Gesamtumsatz.

Auswertungsmodus

Um die gewünschten Auswertungen eines Modells zu erhalten, rufen Sie dieses auf und wählen den Modus "Auswertung". Nach einer kurzen Berechnungsdauer werden die Modell-Definitionen durch die tatsächlichen, aktuellen Werte ersetzt.

Den Zeitraum, für den das Modell berechnet wird, bestimmen Sie durch die Einstellungen in den Optionsfeldern Zeitraum sowie Monat. Dabei gilt:

  • "Jahr": Alle Umsätze des gesamten Jahres werden berücksichtigt.
  • "bis Monat": Alle Umsätze bis zum eingestellten Monat werden berücksichtigt.
  • "Monat": Nur der eingestellte Monat wird dargestellt.

Prüfen jedes selbst erstellten Modells!
Bitte überprüfen Sie am Anfang durch manuelles Nachrechnen Ihr Modell auf die Richtigkeit Ihrer Definition!

Übergabe an die Textverarbeitung

Um die Auswertungen einer weitergehenden Gestaltungsmöglichkeit zuzuführen, ist es möglich, dass Sie die Zelleninhalte als Wert einem Rohtext übergeben, der im Textprogramm verarbeitet wird. Dabei sind die Platzhalter der Zellen für den Rohtexte definiert wie folgt:

^FM.Z[Spaltenbuchstabe][Zeilennummer]^

Beispiele:

^FM.ZA1^ Sie erhalten den Feldinhalt der Zelle A1
^FM.ZA32^ Sie erhalten den Feldinhalt der Zelle A32
^FM.ZB3^ Sie erhalten den Feldinhalt der Zelle B3

Den als Standard-Auswertungsrohtext vorgesehenen Rohtext können Sie in Rohtext dem Modell zuordnen. Dieser wird dann in der Rohtexte-Liste vorgeschlagen, wenn Sie mit dem Button Textprozessor auf die Schnittstelle zum Textverarbeitungsprogramm zugreifen.

Export

Um das angezeigte Ergebnis in eine Datei zu exportieren, z. B. um es weiterverarbeiten zu können, klicken Sie in der Button-Leiste des Fensters auf den Button Export. Sie werden dann nach dem Zielverzeichnis gefragt und ob die exportierten Inhalte gleich in der Tabellenkalkulation angezeigt werden sollen.

Zellenwerte mit vorgegebener Zeitraum-Definition

Üblicherweise wird im Auswertungsmodus durch die Einstellung Zeitraum bestimmt, ob die Auswertung Werte für das gesamte Jahr, für einen bestimmten Monat oder für die Zeit bis zu einem bestimmten Monat liefert. Interessant sind aber auch Auswertungen, welche die Entwicklung eines bestimmten Wertes abhängig von der Zeit zeigen.

Beispiele:

  • Sie wünschen eine Auswertung, in der für jeden einzelnen Monat dargestellt wird, welchen Umsatz Sie bei Unfallsachen machen oder welche Bürokosten Sie im jeweiligen Monat hatten.
  • Sie möchten eine Gegenüberstellung der aktuellen Werte mit denen des Vorjahres erhalten.

Dies erreichen Sie, in dem Sie dem Zelleninhalt, der sonst nur die Zeilennummer enthält, ein Komma und eine Zeitraumdefinition anhängen.

Dabei sind folgende Ergänzungen möglich:
J0 Das aktuelle Jahr ("0") wird ausgewertet.
J1 Das vorherige Jahr ("-1") wird ausgewertet.
M1 Monat 1 = Januar
bis M12 Monat 12 = Dezember

Beispiele:
Z20200 schreibt den Wert gemäß der Einstellung in Zeitraum.
Z20200,M3 schreibt den Wert des Monats März des aktuellen Jahres.
Z20200,J0M3 schreibt ebenfalls den Wert des Monats März des aktuellen Jahres.
Z20200,J1M3 schreibt den Wert des Monats März des vorherigen Jahres.

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