Die Registerkarte Gläubiger

Die Registerkarte “Gläubiger” der geöffneten Akte enthält die Liste aller Gläubiger.

Die Akten-Registerkarte "Gläubiger"

Der Klammerzusatz in der Registerkarten-Beschriftung zeigt an, wie viele Einträge (hier Gläubiger) vorhanden sind. (Diese Zusatzinformation kann ausgeblendet werden, wenn im Hauptfenster-Menüband "Einstellungen" > Gruppe “System-Parameter" > Button Programm > Registerkarte "Akten-Eigenschaften" die Check-Box Register mit Anzahl deaktiviert wird.)

Neben der Auflistung der Gläubigernamen und Adressen wird hier auch der festgestellte Forderungsbetrag angezeigt. Die Spalten "A" und "V" enthalten den entsprechenden Buchstaben, wenn der jeweilige Gläubiger mindestens eine Forderung angemeldet hat (A) oder dem Gläubiger ein Vertreter zugeordnet wurde (V).

Tipp: Wenn der Aufbau der Liste zu lange dauert, blenden Sie die zusätzlichen Spalten (z. B. "Festgestellt") aus. Rufen Sie dazu über das Hauptfenster-Menüband "Einstellungen" > Gruppe "System-Parameter" > Button Programm die Registerkarte "Akten-Eigenschaften" die Check-Box auf und stellen Sie unter zusätzliche Spalten ein: "nie anzeigen" oder “bis maximal”. Nur wenn Sie an der genannten Stelle “immer anzeigen” ausgewählt haben, sind die zusätzlichen Spalten auch im Aktenfenster mit der Check-Box ohne Zusatzinfo unten rechts unter der Liste der Gläubiger ein- oder auszublenden. Insomacs merkt sich dann zu jeder einzelnen Akte, welchen Umfang der Anzeige Sie bevorzugen.

Eine neue Gläubiger-Adresse fügen Sie mit dem Button Neu ein. Eine früher eingefügte und in der Liste markierte Adresse ändern Sie über den Button Adresse. Der Button Entfernen bewirkt, dass der markierte Gläubiger aus der Liste gelöscht wird.

Im Feld Anmeldeglb. (Anmeldegläubiger) tragen Sie die Anzahl der Gläubiger mit angemeldeten Forderungen ein. Wenn hier keine Null steht, wird diese Zahl, unabhängig von den in den Unterakten der Gläubiger erfassten Forderungen, beim Aufrufen des Vergütungsrechners aus dem Aktenfenster heraus als Vorschlag für die Anzahl der Gläubiger übernommen. Solange Sie für jeden einzelnen Gläubiger mit angemeldeten Forderungen nur einen Listeneintrag anlegen, benötigen Sie dieses Feld nicht und behalten die Voreinstellung Null bei.

Beispiel: Die Anzahl der anmeldenden Gläubiger ist ein relevanter Faktor bei der Berechnung der Vergütung des Insolvenzverwalters. Die Anzahl entnimmt der Vergütungsrechner aus den in der Tabelle hinterlegten Informationen. Zuweilen kann eine Abweichung von dieser Anzahl gegeben sein.
Im Falle mehrerer beteiligter, anmeldender Behörden einer Gebietskörperschaft würden diese einzeln als Beteiligte gezählt werden. Tatsächlich darf aber nur deren Gebietskörperschaft "stellvertretender Weise" alleine gezählt werden. Dies hat Einfluss auf die Anzahl der Anmeldegläubiger und damit auf die Vergütungsberechnung. Um dies zu berücksichtigen, lässt sich im Gläubigerbereich eine abweichende, niedrigere Anzahl von Anmeldegläubiger eintragen.

Details zu den Unterakten von Gläubiger-Adressen finden Sie im Kapitel Unterakten von Gläubigern.

Beteiligte tauschen

Es ist auch möglich, einen Gläubiger auszutauschen. Dabei wird dessen Adresse durch eine andere (vorhandene) Adresse ausgetauscht. Forderungen, Vertreter und weitere Zuordnungen der bisherigen Adresse bleiben dabei erhalten. Um einen Gläubigertausch durchzuführen, markieren Sie zuerst den bisherigen Gläubiger in der Liste. Klicken Sie dann bei gedrückter Taste [Alt] auf den Button Neu. Sie werden nun gefragt, ob Sie die Adresse wirklich durch eine andere ersetzen möchten und durch welche.
Der Adressenaustausch funktioniert ebenso für Gläubiger-Vertreter, Gläubiger-Ausschuss, Massegläubiger, Debitoren, Aus-/ Absonderer, Arbeitnehmer und Drittbeteiligte.

Tipp: Mittels des Beteiligten-Imports importieren Sie ganze Gläubiger-Listen aus Excel.

Status der Gläubigerforderungen

Öffnen Sie mit dem Button Status Fenster "Forderungsstatus". Dieses zeigt die Anzahl der Gläubiger und Anmeldegläubiger an, die Summe der Gläubigerforderungen, der angemeldeten Forderungen und die Gesamtsumme pro Prüfungsergebnis.

Fenster Forderungsstatus

Übersicht

Gläubigerverzeichnis

Sie erstellen ein Gläubigerverzeichnis gem. § 152 InsO, indem Sie in der Akte die Registerkarte "Gläubiger" öffnen und auf den Button Verzeichnis am unteren Fensterrand klicken.

Das Fenster "Verzeichnis § 152 InsO"

Diese Auswertung ist besonders für die Erstellung des Gutachtens und den Anfang des Hauptverfahrens gedacht, wenn noch gar keine oder nur wenige echte Forderungsanmeldungen vorliegen. Das Verzeichnis kommt ohne Nummerierung aus und orientiert sich an § 152 InsO. Deshalb werden neben den reinen Insolvenzgläubigern die absonderungsberechtigten Gläubiger und die Massegläubiger gesondert aufgelistet. Darüber hinaus werden Forderungen, die mit Rangklasse "nicht-angemeldet" erfasst worden sind, im Rang § 38 InsO angezeigt, so dass man sich einen schönen Überblick über die zu erwartende Tabelle machen kann.

Mit dem Button Unterakte (oder einem Doppelklick auf die betreffende Tabellenzeile) wird die passende Unterakte zu der in der Liste markierten Forderung geöffnet.

Folgende Druckoptionen stehen am oberen Fensterrand zur Verfügung:

Wählen Sie eines der Optionsfelder unter (Verzeichnis):

  • "Verzeichnis (kompakt)": Das Gläubigerverzeichnis wird in kompakter Form ausgegeben.
  • "Verzeichnis (ausführlich)": Das Gläubigerverzeichnis wird im Querformat mit zusätzlichen Angaben ausgeben (u. a. mit Vertretern Nebenkosten und Sicherheiten).

Wenn die Check-Box Überschrift erweitert "aktiviert" ist, wird die Überschrift fett und zentriert gedruckt.

Wenn die Check-Box FIBU-Wert "aktiviert", wird in der Tabelle und dem Ausdruck auch der Buchwert der Forderung angegeben.

Wählen Sie aus, welche Adress-Gruppe der Gläubiger Sie verwenden.

Tipp: Die als Kanzleieinstellung anzulegenden Adressgruppen stehen als frei zu vergebendes Filterkriterium zur Verfügung (Hauptfenster-Menüband "Einstellungen" > Gruppe "Kanzlei" > Button Adress-Gruppen).

Die Gläubigertabelle

Näheres zur Gläubigertabelle finden Sie hier.

Das Verteilungsverzeichnis

Mit einem Klick auf den Button Verteilung (Registerkarte "Gläubiger") öffnen das Verteilungsverzeichnis. Ist bereits früher ein Verteilungsverzeichnis angelegt worden, erscheint ein Suchfenster, in dem die gewünschte Verteilung zum Öffnen auswählen, eine angelegte Verteilung löschen oder eine neue Verteilung anlegen können.

Hinweis: Zum Anlegen und Löschen von Verteilungsverzeichnissen benötigt der Benutzer jeweils das entsprechende Benutzerrecht (vgl. Kapitel Benutzerverwaltung).

Das Fenster für das Verteilungsverzeichnis besteht aus mindestens zwei Registern: "Verzeichnis" enthält das eigentliche Verteilungsverzeichnis, welches auch für die Ausschüttung von Quotenzahlungen verantwortlich ist. Über "Zahlungsträger" werden im Anschluss die Auszahlungen vorbereitet. Noch nicht durchgeführte Zahlungen, die bereits erstellt worden sind, löschen Sie ggf. auf dem Register "Erstellte Auszahlungen".

Das Register "Verzeichnis"

Hier legen Sie die Verteilung an, das heißt, welche Forderungen mit welcher Quote befriedigt werden.

Das Verteilungsverzeichnis: das Register "Verzeichnis"

Rechts der Buttons lassen sich diverse Einstellungen vornehmen.

Vorläufige Verteilung bewirkt, dass ein Verteilungsverzeichnis erstellt wird, das von später durchgeführten Verteilungen nicht berücksichtigt wird. So kann ein Verteilungsverzeichnis für eine Quotenprognose oder 100-%-Abschlagsverteilung ohne Folgen erstellt werden. Dementsprechend lassen sich vorläufige Verteilungen auch nicht ausbezahlen. Der Betrag wird auch nicht als “zurückgehalten” interpretiert.

Abschlag: Es werden die bestrittenen Forderungen im Verteilungsverzeichnis berücksichtigt. Die Rückstellungen für die bestrittenen Forderungen werden automatisch ermittelt.

Zum Berechnen der Quote stehen Ihnen drei Möglichkeiten zur Verfügung:

  • Entweder Sie tragen in Masse den Betrag der zu verteilende Masse ein. Nach einem Klick auf den Button >>Berechnen>> bestimmt Insomacs die Quote und zeigt im Verzeichnis darunter für jede festgestellte Forderung den quotal auszuschüttenden Betrag an.
  • Alternativ berechnen Sie die Quote händisch und tragen sie in das Feld Quote in % ein.
  • Falls Sie den kompletten Betrag (Gesamtforderung abzüglich Ausgezahlt und Zurückgehalten) an alle Gläubiger quotal verteilen möchten, klicken Sie auf den Button 100%-Verteilung. Die Ges.Quote in % wird auf 100,00 % gesetzt und Rundungsfehler vermieden.

Zuvor müssen Sie sie Angaben für die Berechnung der Quote erfassen:

Bereich "Rangklasse"

Stellen Sie ein, für welche Rangklasse die Berechnung erfolgt.

Die Check-Box Abstimmungsgruppe ist nur sichtbar, wenn Sie in den Gläubiger-Optionen im Bereich "IM Vote" Insolvenzplan (Stimmliste) aktiviert haben.
Wenn Sie nun hier die Check-Box aktivieren, wird direkt unterhalb von Abstimmungsgruppe ein Datenbankfeld sichtbar, das über den Button (Lupe) befüllt werden kann.

Bereich "Quote"

Masse €: die zur Verfügung stehende Masse

Rabatt: Von der Masse wird während der Wohlverhaltensperiode im 5 . und 6. Jahr der Motivationsrabatt abgezogen.

Vergütung: Von der Masse wird während der Wohlverhaltensperiode im 5. und 6. Jahr die Treuhändervergütung abgezogen.

Rückstellung €: Rückstellungen für Verfahrenskosten, die in der Wohlverhaltensperiode entstehen

Gerichtskosten: Gerichtskosten werden von der zu verteilenden Masse abgezogen.

Zu verteilen € berechnet die zu verteilende Masse

Ein Klick auf den Button >>Berechnen>> berechnet die Quote. Bei vielen (kleinen) Forderungen kann es zu einer Abweichung des in der Summe auf alle einzelnen Forderungen auszuschüttenden Betrages von der zu verteilenden Masse kommen. Diese Differenz wird im Feld Abweichung angezeigt. Durch manuelles Anpassen der Quote (z. B. über die beiden kleinen Pfeile neben dem Feld Quote in %) minimieren bzw. passen Sie diese Abweichung vom zu verteilenden Betrag so an, dass noch ein gewisser Betrag für den Abschluss des Verfahrens zur Verfügung steht.

Bereich "Gläubiger"

Bestimmen Sie, wie die Angaben über Gläubiger dargestellt werden:

Name2: Es wird der vollständige Gläubigername ausgegeben (nicht nur die Angabe aus dem Eingabefeld Name1).

Adresse: Es wird auch die Adresse der Gläubiger ausgegeben, und zwar in dem nachfolgend eingestellten Format:

  • "Block": Die Adresse wird in mehreren Zeilen dargestellt (mit Zeilenumbrüchen).
  • "Zeile": Die Adresse wird in nur einer Zeile dargestellt (mit Semikolon getrennt).
Bereich "Gesamtforderung"

Legen Sie mit Hilfe der Check-Boxen fest, ob im Verzeichnis nur festgestellte Forderungen (dies ist die Voreinstellung für neue Verzeichnisse) oder auch andere Arten von Forderungen berücksichtigt werden sollen.

Bereich "Anzeige"

Die Steuerelemente ermöglichen Ihnen das Ein-/ Ausblenden einzelner Tabellenspalten und Anzeigeeinstellungen zur Gesamtquote:
Bezeichnung, Bestritten, Zurückgen., Ausgezahlt, Zurückgehalten, Quotal, Auszuzahlen, Verbleiben, Ges.Quote.

Darunter befindet sich die Tabelle (Register "Verzeichnis").
Diese zeigt das Ergebnis an, nämlich die Gläubiger mit ihren Forderungen (samt laufender Nummer) an.

Darin ist eine Spalte "Q" vorhanden: Wenn sie eine Markierung enthält ("X"), wird diese Forderung quotal berücksichtigt. Ein Mausklick in die Zelle entfernt die Markierung und lässt die Forderung damit unberücksichtigt. Ein Klick auf den Button Quote ohne Arbeitnehmer entfernt die Markierung in der Spalte "Z" bei allen Arbeitnehmern.

Eine Markierung in der Spalte "Z" besagt, dass eine tatsächliche Auszahlung erfolgt (über die Register "Zahlungsträger") – entfernen Sie das "Z" mit einem Mausklick, wenn Sie die Zahlung noch zurückhalten möchten.

Haben Sie die Quote endgültig ermittelt, lassen Sie sich zunächst das eigentliche Verteilungsverzeichnis durch Klick auf den Button Druck ausgeben. Die Auszahlung führen Sie im gleichen Fenster durch – auf dem zweiten Register "Zahlungsträger".

Bereich "Anzeige-/ Druckoptionen"

Wenn die Check-Box Überz.-Korrektur "aktiviert" ist, verwendet Insomacs im Verteilungsverzeichnis die Überzahlungskorrektur. In diesem Fall dient die Gesamtquote als Grundlage der Verteilung. Bei der Berechnung der Gesamtquote wird die Summe aus "zu verteilende Masse" und "bereits verteilte Masse" durch die Summe der Gesamtforderungen dividiert. Der Betrag Quotal (korr.) ist die Differenz aus Gesamtquotal und den Beträgen Ausgezahlt und Zurückgehalten.

Legen Sie als Bezeichnung die Überschrift für den Ausdruck fest, z. B. "Verteilungsverzeichnis", "Schlussverzeichnis" oder "Abschlagsverteilung".

Wenn die Check-Box Kleine Schriftart "aktiviert" ist, wird eine kleinere Schriftart verwendet.

Wenn die Check-Box Sortierung nach Nummern "aktiviert" ist, wird das Verzeichnis nicht alphabetisch, sondern nach laufenden Nummern sortiert.

Wenn die Check-Box Überschrift erweitert "aktiviert" ist, druckt Insomacs eine Überschriftenzeile über der Tabelle aus.

Wenn die Check-Box Druck nur Auszahlung "aktiviert" ist, werden nur diejenigen Forderungen auf Papier ausgegeben, die auch für die Auszahlung markiert sind.

Wenn die Check-Box Überschrift groß "aktiviert", wird die Überschriftenzeile wird in einer größeren Schriftgröße ausgedruckt.

Wenn die Check-Box Zwischensummen "aktiviert" ist, werden für jeden Gläubiger Zwischensummen angezeigt.

Wenn die Check-Box Datum "Erstellt am" "aktiviert" ist, wird das Erstellungsdatum des Drucks ausgedruckt. Damit ist es möglich, zwischen Druckdatum und Datum der Erstellung der Verteilung zu differenzieren. Dieses Feld steht nur zur Verfügung, wenn vorher entweder Überschrift erweitert oder Überschrift groß gewählt wird.

Wenn die Check-Box Netto/ USt. "aktiviert", werden die Gesamtforderung und das Quotal, nicht als Bruttobetrag, sondern differenziert als Netto und USt.-Betrag ausgegeben.

Der Button Export exportiert die angezeigte Tabelle in die Datei Verteilung.txt und kann anschließend in Excel angezeigt werden.

Der Button EGVP und der Button beA öffnen die entsprechenden Übergabe-Dialoge.

Das Register "Zahlungsträger"

Nachdem das Verteilungsverzeichnis festgelegt wurde, wird die Auszahlung der Summen vorbereitet. Die Auszahlungen aller Gläubiger-Forderungen werden hier erstellt.

Das Verteilungsverzeichnis: das Register "Zahlungsträger"

Tipp: Um zwischen der Darstellung IBAN/ BIC und Kontonr./ BLZ zu wechseln, treffen Sie Ihre Einstellung oben im Fenster über das Drop-down-Menü Bank.

Hier wird zunächst noch einmal ein Verteilungsverzeichnis in Kurzform angezeigt, welches zu jedem Gläubiger dessen Bankverbindung und den ihm insgesamt auszuschüttenden Betrag anzeigt. Gehen Sie die Liste kurz durch, um evtl. fehlende Bankverbindungen nachzutragen.

Hinweis: Falls zu einem Gläubiger keine Bankverbindung erfasst wurde, bzw. die IBAN-Nummer fehlt, wird dies im Verteilungsverzeichnis entsprechend angezeigt. Datensätze ohne IBAN-Angabe werden nicht zum Übertragen an den Zahlungsträgeraustausch bzw. Verbuchen in die Unterakte (Zahlungen) selektiert. Falls die Bankverbindung nicht erfasst wurde, bzw. die IBAN-Nummer fehlt, muss nacherfasst werden. Durch einen Doppelklick auf die Spalte "Bank" öffnet sich die Unterakte des entsprechenden Gläubigers > Register "Bankverbindung"".

Hinweis: Hier kann die Bankverbindung verriegelt werden. In der Datensatzliste öffnet ein Rechtsklick mit der Maus ein Kontextmenü, in dem nur die Option "Bankverbindung verriegeln" auszuwählen ist.

Um die eigentlichen Zahlungsträger zu erstellen, wählen Sie zunächst im linken Fensterbereich "Zahlungsträgeraustausch" das Eigenes Konto aus, von dem die Auszahlung vorgenommen wird (dieses muss man bereits im Vorfeld erfasst haben über das Hauptfenster-Menüband "Einstellungen" > Gruppe "Buchhaltung" > Button Eigene Konten) und füllen das Eingabefeld Zweck aus.

Beim Verwendungs-Zweck und beim Buchungstext können auch Platzhalter verwendet werden: z. B. ^Titel^^Vorname^^Name1^, ^LfdNr^ und ^Quote^ wurde um ^FordAZ^.

Falls in den Programm-Parametern (Registerkarte "Steuerung" > Bereich "Verteilungsverzeichnis/ Überweisungen") die Check-Box Auszahlung pro Forderung aktiviert ist, übernimmt der Platzhalter ^LfdNr^ die Laufende Nummer aus der Forderung und ^FordAZ^ das Aktenzeichen der Forderung. Andernfalls liefert der Platzhalter ^LfdNr^ eine Semikolon getrennte Liste der Aktenzeichen aus den Forderungen und ^FordAZ^ bleibt leer.

Ein Klick auf den Button Übertragen übergibt dann die Zahlungsaufträge an das Zahlungsträgeraustauschmodul. Anschließend wechselt man ins Zahlungsträgeraustauschmodul (Hauptfenster-Menüband "Start" > Gruppe "Zubehör" > Button Überweisungen), wo der eigentliche Zahlungsträger erstellt wird.

Wenn Sie in den Programmeinstellungen festlegt haben, dass ein ausgehend von einer Akte geöffnetes Überweisungsfenster nur Konten mit Aktenbezug berücksichtigt (Hauptfenster-Menüband "Einstellungen" > Gruppe "System-Parameter" > Button Programm > Registerkarte "Steuerung" > Bereich "Verteilungsverzeichnis/ Überweisungen" > Drop-down-Menü Eigene Konten), ist der Button Überweisungen sichtbar, damit Sie das genannte Fenster öffnen können.

Abschließend ist die Ausschüttung zu verbuchen. Im Fensterbereich "Verbuchen" tragen Sie das Buchungsdatum ein (den Tag ein, an dem die Bank die eigentlichen Überweisungen tätigt) und den Buchungstext (eine kennzeichnende Beschreibung). Durch Klick auf den Button Verbuchen werden den jeweiligen Forderungen der Gläubiger die quotal auf sie entfallenden Ausschüttungen gutgeschrieben.

Im Verteilungsverzeichnis werden die Bankverbindungen beim Verbuchen (Button Verbuchen) und beim Übertragen (Button Übertragen) an den Zahlungsträgeraustausch verriegelt.

Tipp: Kann die Erstellung von Zahlungsträgern oder das Verbuchen nicht für alle Gläubiger gleichzeitig erfolgen (z. B. weil sich Bankverbindungen als falsch herausstellen), führen Sie diese Tätigkeiten nur für einen Teil der Gläubiger durch: Markieren Sie die entsprechenden Gläubiger in der ersten Spalte per Mausklick mit einem "X", bevor Sie auf den Button Übertragen oder den Button Verbuchen klicken.

Führen Sie diesen Programmpunkt nicht mehrfach aus, da sonst mehrfach Verbuchungen erstellt werden.

Tipp: Mit dem Button alle markieren kennzeichnen Sie alle Auszahlungen zu Gläubiger ohne gültige Bankverbindung zur weiteren Verarbeitung.

Der Button Serienbrief erstellt aus der angezeigten Liste heraus einen Serienbrief für die Empfänger der Ausschüttung. Zur Auswahl stehen Rohtexte der Klasse "Verteilung".

Das Register "Erstellte Auszahlungen"

Bereits erstellte Auszahlungen können gelöscht werden, soweit die Zahlungen noch nicht durchgeführt wurden (über den Zahlungsträgeraustausch). Dazu dient das Register "Erstellte Auszahlungen", das nur sichtbar ist, wenn für das Verteilungsverzeichnis bereits eine Auszahlung durchgeführt wurde.

Das Verteilungsverzeichnis: das Register "Erstellte Auszahlungen"

Die Auszahlungen können nur insgesamt für die Verteilung gelöscht werden, nicht in Bezug auf einzelne Forderungen. Für eine neue Verteilung muss anschließend ein neues Verteilungsverzeichnis angelegt werden.

Hinweis: Zum Löschen von Auszahlungen benötigt der Benutzer jeweils das Benutzerrecht (vgl. Kapitel Benutzerverwaltung).

Wenn Sie in den Einstellungen festlegt haben, dass ein aus der Akte geöffnetes Überweisungsfenster nur Konten mit Aktenbezug berücksichtigt (Hauptfenster-Menüband "Einstellungen" > Gruppe "System-Parameter" > Button Programm > Registerkarte "Steuerung" > Bereich "Verteilungsverzeichnis/ Überweisungen" > Drop-down-Menü Eigene Konten), ist der Button Überweisungen zum Öffnen des genannten Fensters sichtbar.

Tipp: Mit dem Button alle markieren kennzeichnen Sie alle Auszahlungen zu Gläubiger ohne gültige Bankverbindung zur weiteren Verarbeitung.

Die Gläubiger-Optionen

Über den Button Optionen (Registerkarte "Gläubiger") legen Sie einerseits fest, wie mit vorläufig bestrittenen Gläubiger-Forderungen umgegangen werden soll und welche Rangklasse andererseits bei neu eingegebenen Forderungen vorgeschlagen werden soll.

Das Fenster "Optionen"
Bereich "Gläubiger-Forderungen"

Sie lassen bestrittene Forderungen entweder wie festgestellte oder wie bestrittene Forderungen behandeln. Dies wirkt sich in der Vermögensübersicht und damit in der Buchhaltung aus.

Wenn Sie hier eine neue Einstellung getroffen haben, müssen Sie die Buchhaltung und die Akte schließen. Erst beim erneuten Öffnen wirken sich die Änderungen aus.

Bereich "Rang-Vorschlag"

Hier definieren Sie eine Rangklasse, die nur für diese Akte gilt. Klicken Sie im Fensterbereich "Rang-Vorschlag" auf Spezieller Vorschlag für dieses Verfahren und stellen Sie die zutreffende Rangklasse ein.

Bereich "Forderung aus vorsätzlich begangener unerlaubter Handlung"

Wenn Sie einer Hauptforderung das Kennzeichen "Forderung aus vorsätzlich begangener unerlaubter Handlung" zuweisen, kann es auch allen Nebenforderungen automatisch zugewiesen werden. Eine Markierung hier wirkt als Standard-Vorgabe (vgl. Gläubiger-Unterakte: Register "Forderungen"), die im Einzelfall aber auch wieder ausgeschaltet werden kann.

Bereich "Verzeichnis § 152 InsO und Verteilungsverzeichnisse"

Wählen Sie Sortierung nach Nummern, wird das Verteilungsverzeichnis der Registerkarte "Gläubiger" nach Lfd.Nr. sortiert.

Bereich "IM Vote"

Wenn Insolvenzplan (Stimmliste) aktiviert wird, kann das Verteilungsverzeichnis für eine Abstimmungsgruppe erstellt werden. Ferner ist in der Gläubiger-Unterakte > Register "Vertreter" eine Vollmacht und bei den Akten zu hinterlegen.

Ratenzahlung/ Zahlungsplan

Mit dem Button Raten (Registerkarte "Gläubiger") finden Sie die Verbraucherinsolvenz-Auswertung "Zahlungsplan".

Hier erstellen Sie für die außergerichtliche Schuldenbereinigung Zahlungspläne, wobei Sie sowohl die Möglichkeit haben, eine Einmal-Zahlung einzugeben, als auch einen "echten" Zahlungsplan mit monatlichen Raten und einer Gesamtlaufzeit zu erfassen.

Das Fenster "Zahlungsplan"

Die Abstimmungsgruppen

Für die Gläubiger jeder Akte kann eine individuelle Zahl von Abstimmungsgruppen definiert werden. Klicken Sie dazu auf den Button Abstimmgruppen (Registerkarte "Gläubiger").

Das Fenster "Abstimm-Gruppen"

Als Ausgangspunkt bietet sich dabei der Button Standard an. Automatisch werden so die drei Gruppen "Arbeitnehmer", "Großgläubiger" und "Kleingläubiger" angelegt. Die Gruppen passen Sie individuell an Ihre Bedürfnisse an.

Die Stimmliste

Mit dem Button Stimmliste (Registerkarte "Gläubiger") erstellen Sie eine Stimmliste für Gläubigerversammlungen. Dafür wird für die einzelnen Forderungen das damit verbundene Stimmrecht gespeichert. Dieser Button ist nur sichtbar, wenn in den Gläubiger-Optionen die Check-Box Insolvenzplan (Stimmliste) aktiviert ist.

Das Fenster "Stimmliste"

Tipp: Legen Sie für die Ansicht der Stimmliste eine kanzleiweite Vorlage (oder mehrere) an. Lesen Sie dazu das Kapitel Auswertungen verwalten. Stellen Sie bitte hinterher die Vorlage in dem Fenster ein, in dem sie zum Einsatz kommen soll – selbst wenn Sie nur eine Vorlage erstellt haben. Das dafür notwendige Drop-down-Menü finden Sie nach Erstellung der Vorlage links, direkt über der Kopfzeile der Stimmliste.

Die Stimmrechte werden über die Gläubiger-Unterakte > Register "Forderung" bzw. die Gläubigertabelle gesteuert. Hier wird nur gedruckt, exportiert, aktualisiert oder die Unterakte des markierten Gläubigers geöffnet.

Die Gläubigerliste

Auf der Registerkarte "Gläubiger" führen Sie mit dem Button Listen (am unteren Fensterrand) Auswertungen zu allen Gläubigern der Akte durch. Sie haben die Möglichkeit, sich Gläubiger anzeigen zu lassen mit Forderungen aus unerlaubter Handlung oder mit titulierten Forderungen.

Das Fenster "Gläubiger – Listen"

Wenn die Check-Box Überschrift erweitert "aktiviert" ist, erhalten die Kopfzeilen auf dem Ausdruck eine Überschriftenzeile und darunter Angaben zum Gericht, Insolvenzverwalter und Eröffnungsdatum.

Die Unterakten von Gläubigern

In der Unterakte eines Gläubigers werden alle seine Angaben verwaltet, die nur für ihn in genau diesem einen Verfahren gültig sind. Beachten Sie bitte auch die Existenz der Register "Memo" und "Adressgruppen", die hier nicht näher beschrieben werden.

Die Gläubiger-Unterakte

Der Button WM Doku zeigt die zugehörigen Dokumente in WM Doku an.

Der Button Historie öffnet die Akten-Historie. Über das seitliche Drop-down-Menü gelangen Sie in die Historien der einzelnen Gläubigerforderungen. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass auf dem Register "Forderungen" bereits Gläubigerforderungen hinterlegt worden sind. Erfahren Sie dort Näheres zur Forderungs-Historie.

Der Button Masse-Glb. erzeugt und/ oder öffnet aus der Gläubiger-Unterakte eine Massegläubiger-Unterakte. Bei Anlage einer neuen Massegläubiger-Unterakte ist die Sicherheitsabfrage "Massegläubiger zu Gläubiger anlegen?" mit dem Button Ja zu beantworten.

Button Arbeitnehmer erzeugt und/ oder öffnet aus der Gläubiger-Unterakte eine Arbeitnehmer-Unterakte. Bei Anlage einer neuen Arbeitnehmer-Unterakte ist die Sicherheitsabfrage "Arbeitnehmer zu Gläubiger anlegen?" mit dem Button Ja zu beantworten.

Übersicht

Das Register "Allgemein"

Zusätzlich zu den bereits auf dem Register "Allgemein"aufgeführten Eingaben befinden sich in der Unterakte "Gläubiger" folgende zusätzliche Eingabemöglichkeiten:

Die Gläubiger-Unterakte: das Register "Allgemein"

Nummer: Anzeige der Kreditorennummer: Jeder Gläubiger kann je nach Verfahrensstand bis zu drei verschiedene Kreditoren-Nummern erhalten:
Die Nummernkreise 7... stehen für "vor Eröffnung", 8... für "vorläufige Verwaltung" und 9... im Insolvenzverfahren.

Hinweis:
Diese Eingabemöglichkeit besteht nur für Nutzer von "Insomacs PLUS".

Bereich "Gläubiger"

Bei Postempfänger legen Sie fest, ob Dokumente direkt an den Gläubiger oder an einen seiner Vertreter geschickt werden.

Stellen Sie bei Geldempfänger ein, ob ein im Rahmen einer Verteilung auszuschüttender Betrag an den Gläubiger direkt oder an seinen Vertreter ausbezahlt werden soll.

  • "aktiviert": Standardeinstellung: Der Gläubiger selbst ist Geldempfänger.
  • "deaktiviert": Soll hingegen der Vertreter des Gläubigers, z. B. sein Anwalt, den auszuschüttenden Betrag erhalten, entfernen Sie den Haken hier, wechseln auf das Register "Vertreter" und markieren dort beim gewünschten Vertreter die gleichnamige Check-Box.
    Im Verteilungsverzeichnis wird die Geldempfänger-Check-Box automatisch berücksichtigt. Bei der Erstellung der Datenträger oder dem Ausdruck der Scheck- oder Überweisungsformulare wird dann automatisch auf die Bankverbindung des Geldempfängers zurückgegriffen. Hierzu müssen bei allen Geldempfängern die korrekten Bankverbindungen hinterlegt sein.

Das Drop-down-Menü Zustellart hat folgende Optionen:

  • "Aufgabe zur Post"
  • "Zustellungsurkunde (ZU)"
  • "Empfangsbekenntnis (EB)"

Wenn die Check-Box keine Verteilung "aktiviert" ist, wird der Gläubiger von der Verteilung ausgeschlossen. In diesem Fall gibt es auch keine Auszahlung.

Wenn die Check-Box keine Auszahlung "aktiviert" wird, kann im Einzelfall die Auszahlung verhindert werden, wenn eine Verteilung vorgenommen, aber noch nicht ausbezahlt wurde.

Bereich "Abweichender Postempfänger"

E-Mail: Über das ausgefüllte Feld (Taste [F2] oder Button @) wird eine E-Mail mit automatisch generiertem Betreff (Reg.Nr. + Sache) erzeugt. Falls zusätzlich das AZ (Aktenzeichen) hinterlegt ist, wird der Betreff um dieses ergänzt (Reg.Nr. Sache - AZ: ...).

Bereich "Insolvenzstatistik"

Gläubiger-Art (Amt)

  • "Bundesagentur für Arbeit"
  • "Finanzamt"
  • "Sozialversicherungsträger"
Bereich "Abweichender Postempfänger"

Wählen Sie im Datenbankfeld Adresse eine Adresse aus.

FAX, E-Mail wird automatisch mit den entsprechenden Daten der ausgewählten Adresse ausgefüllt. Eine manuelle Eingabe ist möglich.

Bereich "Gläubiger-Art"

Wenn die Check-Box Gläubigermehrheit "aktiviert" ist, handelt es sich bei der Partei um mehrere Gläubiger.

Markieren Sie in dem Optionsfeld darunter, wie diese Gläubiger zueinanderstehen: in "Gläubigergemeinschaft" oder als "Gesamtgläubiger".

Hinweis: Die Adresse der Registerkarte "Gläubiger" "summiert" quasi die Gläubigermehrheit wie z. B. ein Ehepaar. Folglich legen Sie die Adresse des Gläubigers als "Ehepaar ..." an. Alle einzelnen Mitglieder der Gläubigergemeinschaft fügen Sie auf dem Register "Gläubigermehrheit" hinzu.

Bereich "Verfahrensadresse"

Zum Zeitpunkt der Anlage einer Gläubiger-Unterakte werden aus der Adresse (als zentraler Adressdatenbank) die Angaben für Name1 bis Name4, Titel, Vorname, Straße, PLZ, Ort und Land übernommen und in der Unterakte gespeichert. Wenn die Anschrift sich ändert und im Adressfenster korrigiert wird, kann diese Korrektur mit dem Button aktualisieren in die Unterakte übernommen werden.

Zusatz c/ o: Hier können Sie einen Namen eintippen.

Bereich "gesetzlicher Vertreter im Verfahren"

Funktion und Name: Für den Fall, dass es in der Adresse des zugeordneten Gläubigers mehrere gesetzliche Vertreter gibt, die ggf. auch nicht mehr aktuell sind, kann hier, der in diesem Verfahren aktuelle gesetzliche Vertreter hinterlegt werden. Es wird dann auch nur dieser in den Tabellenblättern ausgegeben. Hierzu wäre dann der Platzhalter in den Vorlagen der Tabellenblätter zu tauschen. Sofern Sie dies wünschen, wenden Sie sich gerne an den Support von Septeo.

Für den Export der Tabelle an das Gericht über die BLK- oder die Judica-Schnittstelle, ist die Angabe bzw. Zuordnung des gesetzlichen Vertreters auf dem Register "Vertreter" ist nach wie vor zwingend. Lesen Sie dazu das Kapitel Vertreter des Beteiligten. Die Zuordnung auf dem Register "Allgemein" wirkt sich nur auf die Texterstellung aus!

Das Register "Gläubigermehrheit"

Erfassen Sie eine Mehrheit von Gläubigern auf dem Register "Gläubigermehrheit" der Gläubiger-Unterakte.

Diese Registerkarte ist nur sichtbar, wenn Sie zuvor in der Gläubiger-Unterakte auf dem Register "Allgemein" die Check-Box Gläubigermehrheit (Bereich "Gläubiger-Art") aktiviert haben.

Die Gläubiger-Unterakte: das Register "Gläubigermehrheit"

Erfassen Sie jedes einzelne Mitglied der Gläubigermehrheit wird hier erfasst. Dazu muss die Adresse bereits im Insomacs-Adressbestand vorhanden sein.

Die Check-Box Postempfänger wird bei dem Mitglied der Gläubigervertreter "aktiviert", das die Post empfangen soll.

Stellen Sie die Art der Zustellung ein: "Aufgabe zur Post", "Zustellungsurkunde" oder "Empfangsbekenntnis".

Das Register "Vertreter"

Die Funktionen dieser Registerkarte sind oben im Kapitel Vertreter des Beteiligten beschrieben. Zusätzlich befindet sich hier allerdings bei Gläubigern die Check-Box Geldempfänger. Dies ist zu markieren, wenn der Gläubiger-Vertreter auch der Empfänger von auszuschüttendem Geld sein soll.

Hinweis: Sobald Sie den Status der Check-Box Postempfänger oder Geldempfänger für den Vertreter des Gläubigers ändern oder dem Gläubiger einen Vertreter neu zuordnen, wird die zugehörige Einstellung des Gläubigers entsprechend angepasst. Somit bekommt nur jeweils einer der beiden Postsendungen und Geldzahlungen. Eine Änderung müssen Sie nach dem Bearbeiten des Vertreters und beim Schließen der Unterakte des Gläubigers durch Bestätigung der diesbezüglichen Frage speichern.

Die Gläubiger-Unterakte: das Register "Vertreter"

Hinweis: Der Bereich "Gläubigerversammlung/ Stimmliste" ist nur sichtbar, wenn Sie in den Gläubiger-Optionen die Check-Box Insolvenzplan (Stimmliste) aktiviert haben.

Das Register "Bankverbindung"

Die Gläubiger-Unterakte: das Register "Bankverbindung"

Geben Sie hier explizit die Bankverbindung des Gläubiger-Geldempfängers in diesem Verfahren ein, soweit sie von der allgemeinen Bankverbindung, so wie sie in der Adresse hinterlegt ist, abweicht.

Falls in den Programm-Parametern (Registerkarte "Steuerung") die Check-Box Bankverbindungen aus Adressen verwenden deaktiviert wird, gilt dies auch für den Vertreter als Geldempfänger.

Zudem kann ein abweichender Verwendungszweck hinterlegt werden. Ist in der Unterakte ein Aktenzeichen hinterlegt, so wird dieses dem Zweck vorangestellt.

Beispiel: AZ 1234/2012, Verteilung für xy

Über den Button << wird die angezeigte Bankverbindung als "Bankverbindung des Geldempfängers in diesem Verfahren" übernommen.

Das Register "Forderungen"

Forderungen der Gläubiger gegen den Gemeinschuldner werden auf dem Register "Forderungen", in der Unterakte der Gläubiger gebucht bzw. verwaltet.

Hinweis: Die Buchungen der Gläubigerforderungen sind Grundlage für die Gläubigertabelle, die gesondert beschrieben ist.

Die Gläubiger-Unterakte: das Register "Forderungen"

Die Button-Leiste am oberen Fensterrand enthält unter anderem folgende Elemente:

Der Button Historie öffnet die Akten-Historie für den Beteiligten.

Über das seitliche Drop-down-Menü gelangen Sie in die Historien der einzelnen Gläubigerforderungen. Voraussetzung dafür ist, dass Sie auf dieser Unterebene:

  • gerade eine Gläubigerforderung anlegen (Button Neu)
  • bereits Gläubigerforderungen angelegt haben (in der Liste stehen).

Hinterlegen Sie in den Historien zu den Forderungen die Dokumente, falls Sie begründende Unterlagen zu Forderungen per beA/EGVP/Governikus an Ihr Insolvenzgericht übermitteln müssen. Ziehen Sie diese per Drag-and-drop in den Listenbereich der Historie. Ausgangspunkt für das Drag-and-drop kann ein Ordner im Windows-Explorer sein, aber auch die Dokumentliste in WM Doku sein. In letzterem Fall müssen Sie während des Drag-and-drops gleichzeitig die Taste [Strg] drücken.

Hinweis: Verknüpfen Sie auch Dokumente aus der Akten-Historie (nachträglich) mit bereits angelegten Forderungen.

Der Button Zinsen ruft den Zinsrechner auf (vgl. Kapitel Zinsrechner). Ist als Forderungsart "Zins- oder allg. Nebenforderung" eingestellt, dann wird in den Rechner automatisch die Höhe der zugehörigen Hauptforderung, als Datum der Tag vor Verfahrenseröffnung sowie ein evtl. im Feld Fälligkeit erfasstes Datum übergeben. Damit ist das Überprüfen von angemeldeten Zinsen als Nebenforderung sehr einfach und komfortabel.

Der Button Zahlungen ist im nachfolgenden Unterkapitel Zahlungen und Ausschüttungen beschrieben.

Eine Übersicht über frühere Prüfungsergebnisse der gewählten Forderung erhalten Sie über den Button P-Historie der Prüfungsergebnisse-Historie (Prüfungshistorie) am oberen Fensterrand. Sie können die Prüfungsergebnisse entweder manuell führen (= jeweils dort eintragen). Oder Sie markieren im Hauptfenster der Akte in den Stammdaten die Check-Box Ford. Prüfungshistorie, um jeweils bei Änderungen gefragt zu werden, ob die Forderungshistorie (automatisch) ergänzt werden soll. Bejahen Sie, werden die Änderungen vermerkt.

Der Button Neu, der Button Bearbeiten, der Button Entfernen, der Button OK und der Button Abbruch beziehen sich auf die Forderungen in der Liste auf der unteren Fensterhälfte. Falls auf eine Forderung bereits verteilt wurde, darf diese nicht mehr gelöscht werden. Sonst gibt es ein fehlerhaftes Verteilungsverzeichnis. Aus diesem Grund kommt in dem beschriebenen Fall nach Betätigen des Button Entfernen die Meldung, dass die Forderung bereits verteilt wurde und nicht mehr gelöscht werden kann.

Verwenden Sie den Button Prüfen zum Prüfen der Summen einer bereits angelegten Forderung, bevor die Forderungen an das Gericht exportiert wurden. Dadurch werden die Eingabefelder oben rechts freigegeben, in denen die tatsächlich zustehenden, die bestrittenen, ausgefallenen etc. Beträge erfasst werden. Nach dem Export können die Angaben nur über den Button Berichtigen geändert werden.

Verwenden Sie den Button Berichtigen zum Prüfen der Summen einer bereits angelegten Forderung, nachdem die Forderungen an das Gericht exportiert wurden. Dadurch werden die Eingabefelder oben rechts freigegeben. Die Prüfungshistorie wird automatisch aktualisiert.

Sobald Sie in der Liste der Forderungen vor mindestens einem Datensatz einen Haken gesetzt haben, wird der Button Mehrfach aktiv. Wenn Sie diese betätigen, gelangen Sie in das Fenster "Mehrfachzuordnungen – Forderungen der Gläubiger".

Der Button Aus-/ Abs. erzeugt aus der in der Liste markierten Gläubigerforderung ein Aus-/ Absonderungsrecht, das auf der entsprechenden Registerkarte der Akte angelegt wird.

Der Button Masse-Glb. erzeugt aus der in der Liste markierten Gläubigerforderung einen Massegläubiger.

Der Button Arbn*nehmer erzeugt direkt aus der Gläubigerunterakte einen Arbeitnehmer. Oft sind Gläubiger auch Arbeitnehmer, die zuerst als Gläubiger erfasst werden. Über die Arbeitnehmer kann man dann die Insolvenzgeldbescheinigung drucken.

Die linke Spalte darunter umfasst folgende Eingabefelder zur gerade gewählten oder zu erfassenden Forderung:

Rangklasse: Auswahl, für welchen Rang die Forderung angemeldet wurde. Nebenforderungen können nur im gleichen Rang wie die zugehörige Hauptforderung gebucht werden. Ist dies sachlich falsch, z. B. bei Zinsen ab Verfahrenseröffnung, müssen diese als eigenständige Hauptforderung in einer anderen Rangklasse gebucht werden. Wird eine nicht angemeldete Forderung lediglich aus den vorliegenden Unterlagen des Schuldners heraus im Rahmen des Gutachtens erfasst, dann wird hier als Rang "nicht angemeldet" eingestellt. Dadurch ändert sich die Bezeichnung des folgenden Eingabefeldes von Anmeldung zu Erfassung.

Ist in vorstehendem Feld als Rang "nicht angemeldet" eingestellt, dann geben im Feld Anmeldung das Datum ein, an dem die Forderung erfasst wurde, in der Regel also das aktuelle Tagesdatum.

Die Check-Box geschäftlich wird "aktiviert", wenn die Forderung geschäftlich begründet ist.

Im Datumsfeld Prüf.-Termin geben Sie einen Prüftermin für die Forderung ein.

Nachmeldung "aktiviert": Die Forderung wird als Nachmeldung gekennzeichnet.

Laufende Nr.: Laufende Nummer, unter der schließlich diese Forderung bei Gericht geführt wird: Diese Nummer wird normalerweise automatisch von Insomacs erzeugt, wenn Sie auf den Button vor der Feldbezeichnung klicken. Zur Korrektur der laufenden Nummer klicken Sie auf den Button # hinter der Zeile. In diesem Fall wird die Nummer auch automatisch für neu angelegte und zugeordnete Nebenforderungen übernommen und um einen Buchstaben (a,b,c, ...) erweitert.
Auf der Akten-Registerkarte "Gläubiger" wird rechts in der (nach links verschiebbaren!) Datensatzliste auch die Laufende Nummer zu den Forderungen Rangklasse "§ 38 InsO" ausgegeben, wenn die Zusatzspalten eingeblendet sind.
Die laufende Nummer kann auch direkt in der Unterakte erfolgen, wenn dies eingestellt ist: Hauptfenster-Menüband "Einstellungen" > Gruppe "System-Parameter" > Button Programm > Registerkarte "Akten-Eigenschaften" > Nummerierung direkt in Gläubiger-Unterakte "aktiviert" . Dann wird der Button 123 zum Vergeben von Laufenden Nummern vor der Feldbezeichnung eingeblendet. In dem Fall wird der Button Nummerieren in der Gläubiger-Tabelle > Register "Export/ Nummern" ausgeblendet.

FIBU-Wert der Buchwert der Forderung

Darunter erfassen Sie jeweils für die verschiedenen Forderungsarten den Betrag (Höhe der angemeldeten Brutto-Forderung), den USt.-Satz % und eine Bezeichnung (Beschreibung der Forderung als Buchungstext und für die Tabelle).

Diese Angaben können Sie jeweils treffen für Hauptforderung, Zinsen, Kosten I, Kosten II oder Kosten III.

Hinweis: Bei der Bezeichnung der Hauptforderung ist die manuelle Eingabe auf 454 Zeichen beschränkt, da die Schnittstellen für den Export ans Gericht (BLK und IT-Inso) nicht mehr zulassen. Wird beim Insolvenzgericht das Export-Format "Papier" (Hauptfenster-Menüband "Start" > Gruppe "Akten & Adressen" > Drop-down-Menü Button Adressen > "Gerichte" > rechte Fenster-Hälfte: Register "Export/ Sonstiges") eingestellt, entfällt die Prüfung auf 454 Zeichen. Maximal sind dann für die Bezeichnung der Hauptforderung 500 Zeichen möglich. Der Button Export in der Gläubigertabelle (Register "Export/ Nummern") ist dann deaktiviert.

Wenn Sie die Tabelle (§ 175 InsO) über die BLK-Schnittstelle zu Gericht exportieren, darf in der Bezeichnung der Hauptforderung kein Euro-Zeichen (€) enthalten sein, da dieses Zeichen am Exportziel nicht ausgegeben werden kann und als Fragezeichen wiedergegeben wird.

Angemeldet berechnet aus den Forderungen darüber die Summe, die anzumelden ist.

tituliert: Gibt es bezüglich der Forderung einen Titel?

bei den Akten: Wurde der Titel bei Gericht eingereicht? (nur aktiv, wenn tituliert markiert wurde)

Titel: Bezeichnung des Titels (nur aktiv, wenn tituliert markiert wurde).

Stellen Sie bei RSB ausgenommen ein, ob es sich um eine von der Restschuldbefreiung ausgenommene Forderung handelt, z. B. eine Forderung aufgrund einer unerlaubten Handlung. Die Punkte, die im Drop-down-Menü zur Auswahl angeboten werden, verwalten Sie über das Hauptfenster-Menüband "Einstellungen" > Gruppe "Kanzlei" > Button Ausgenommene Forderungen. Der Text wird inklusive Trennzeichen in der Gläubigertabelle als Erweiterung der Forderungsbezeichnung ausgegeben. Nach den "ausgenommenen Forderungen" kann auch gefiltert werden in der Gläubigertabelle und in Listen (Gläubigerauswertungen).

ausg. Betrag: Betrag, der von der Restschuldbefreiung ausgenommen wird.

Fälligkeit das ursprüngliche Datum der Fälligkeit einer Forderung beim Gläubiger

Hinweis: Das Eingabefeld Leist-Datum (Leistungsdatum) steht nur für Nutzer von Insomacs PLUS zur Verfügung.

Mit dem Button neben dem Feld Personenkonto weisen Sie dem Gläubiger eine Kreditorennummer zu, die vom Verfahrensstand abhängig ist. Für Kreditoren gibt es die Nummernkreise 7... für "vor Eröffnung", 8... für "vorläufige Verwaltung" und 9... im Insolvenzverfahren. Diese bekommen Sie auf dem Register "Allgemein" angezeigt.
Hinweis: Dieses Eingabefeld Personenkonto steht nur für Nutzer von Insomacs PLUS zur Verfügung.

Bei Abstimm.-Gr. ordnet man den einzelnen Gläubigerforderungen eine vorher in der Akte definierte Abstimmungsgruppe zu.

Stimmrecht für Gläubigerversammlung

Blatt-Nr.: Nach dem Ausdruck und Abheften der Tabelle für das Gericht können Sie hier die Seitennummer eintragen, auf der die Forderung steht (z. B.: Bd. II, S. 13-18). Dieses Feld ist insbesondere dann wichtig, falls Ihr Gericht Winsolvenz einsetzt. Das Gericht kann damit eine Anmeldung schnell wiederfinden. Bis zu 50 Zeichen können eingegeben werden.

Das Feld Konto Nr. ist nur aktiv, wenn die Buchhaltung zur Akte geöffnet ist. Ordnen Sie dann diesem Aktionsfeld per Auswahlliste das entsprechende Konto des Kontenrahmens zu. Die richtige Kontonummer wird abhängig vom Rang der angemeldeten Forderung ermittelt.

  • Rang "nicht angemeldet": Einer Forderung mit Rang "nicht angemeldet" wird keine Konto-Nr. zugewiesen, damit diese Forderung gerade nicht in der Vermögensübersicht erscheint.
  • Rang "§ 264": Diese Forderungen werden i. d. R. über das Konto 5400 "Kreditrahmenforderungen gem. §§ 264, 266" gebucht.
  • Rang "§ 38": Forderungen dieses Ranges sind "Insolvenzforderungen". Für diese stehen 10 Konten (Konten 5500 – 5590) im Kontenrahmen zur Verfügung, deren Bezeichnung jeweils mit IF beginnt. Je nach sachlichem Grund der Forderung muss einer vom Gläubiger angemeldeten Hauptforderung das entsprechende IF-Konto zugewiesen werden. Nebenforderungen zu § 38 Hauptforderungen müssen immer auf dasselbe Konto wie die zugehörige Hauptforderung gebucht werden (zugewiesene Nebenforderungen haben auch immer den gleichen Rang und das gleiche Anmeldedatum wie die Hauptforderung).
  • Rang "§ 39": Forderungen nach § 39 InsO, z. B. Zinsforderungen nach Verfahrenseröffnung müssen in Insomacs als Hauptforderung angemeldet werden. Für diese nachrangigen Forderungen stehen im Kontenrahmen sechs Konten (Konten 5600 – 5650) zur Verfügung, deren Bezeichnung jeweils mit NF beginnt (NF steht für "Nachrangige Forderung" – nicht etwa für "Nebenforderung"!).
  • Rang "N VI A” bis "N IX A": Forderungen bei Nachlass-Insolvenzen: Andere Konten als die vorstehend beschriebenen dürfen für Gläubigerforderungen nicht verwendet werden. Diese Konten entsprechen genau den Passiva-Positionen der Vermögensübersicht. Sie reichen aus, müssen also nicht durch weitere Konten ergänzt werden. Bei der Eingabe von Nebenforderungen wird die Kontonummer der Hauptforderung übernommen. Beim Ändern der Kontonummer einer Hauptforderung, werden die Kontonummern aller zugehörigen Nebenforderungen mitgeändert.

Die Check-Box in Quote markiert die Forderung im Verteilungsverzeichnis so, dass sie quotal berücksichtigt wird.

Die Check-Box in Auszahlung markiert die Forderung im Verteilungsverzeichnis so, dass sie quotal ausbezahlt wird.

Die Check-Box geprüft bei Gericht zeigt an, ob die Forderung bereits an das Gericht übermittelt wurde.

Die rechte Spalte setzt die Eingaben zur gerade gewählten oder zu erfassenden Forderung fort. Hier werden im oberen Bereich die Prüfungsergebnisse dokumentiert. Die Felder können bearbeitet werden, indem Sie die entsprechende Forderung in der Tabelle markieren und dann auf den Button Prüfen klicken (soweit die Forderung noch nicht an das Gericht exportiert wurde) bzw. auf den Button Berichtigen (nach dem Tabellenexport).

Das Feld Ungeprüft enthält zunächst den ganzen Betrag der Forderung, so wie Sie ihn in der linken Spalte erfasst haben. Der Inhalt dieses Feldes wird automatisch berechnet und kann nicht manuell geändert werden.

Ins Feld Zurück kommt der Teilbetrag, der vom Gläubiger zurückgenommen wurde.

Das Feld Festgestellt enthält den Betrag, der nach der Prüfung dem Gläubiger tatsächlich zusteht.

Die Forderung fällt in der im Feld Ausfall angegebenen Höhe aus.

Der Betrag bei Aufschiebend steht dem Gläubiger erst zu, wenn die aufschiebende Bedingung eingetreten ist.

Der Betrag bei Auflösend steht dem Gläubiger zu, solange die auflösende Bedingung nicht eingetreten ist.

Ins Feld Bestritten kommt Summe, die vom Gläubiger bestritten wird. Einen Grund für das Bestreiten können Sie unten bei Bestritten wg. erfassen.

Falls die Forderung nur vorläufig bestritten wird, aktivieren Sie die Check-Box nur vorläufig.

Wenn das Vorrecht bestritten ist, kann unter Neuer Rang der geänderte Rang der Forderung angegeben werden.

Im Feld Zusatz haben Sie Platz für eine Anmerkung (bis zu 200 Zeichen). Der hier eingetragene Kommentar wird an den "Status" der Forderung angehängt (auf Tabellenübersichten und -blättern), nicht aber zu Gericht exportiert.

Soweit eine Forderung bestritten wird, können Sie im Feld Bestritten wg. den Grund angeben (z. B. falsche Zinsberechnung oder nur vorläufige Angaben) oder sonstige Hinweise hinterlegen (z. B. Hinweis auf eine andere Forderung). Diese Angabe wird exportiert bzw. gedruckt.

Hinweis: Wie Sie die Summen hier schnell in die einzelnen Felder verteilen, lesen Sie im folgenden Kapitel Forderungsprüfung.

Hinweis: Falls Sie die Forderungshistorie führen (Stammdaten der Akte), werden Sie beim Speichern einer nachträglichen Umverteilung gefragt, ob Sie die Änderung in der Historie erfassen möchten, um sie jederzeit nachvollziehen zu können.

Mit der Check-Box Bemerkung blenden Sie die Spalte "Bemerkung" in der Tabelle § 175 InsO ein- bzw. aus.

Wenn Sie die Tabelle (§ 175 InsO) über die BLK-Schnittstelle zu Gericht exportieren, darf die Bemerkung kein Euro-Zeichen (€) enthalten sein, da dieses Zeichen am Exportziel nicht ausgegeben werden kann und als Fragezeichen wiedergegeben wird.

Ins Feld Intern kommen weitere Informationen, die nicht veröffentlicht werden

Die Liste im unteren Fensterbereich enthält alle bereits erfassten Forderungen. In der Spalte "Pr" findet sich die Abkürzung für den aktuellen Status der Forderung. Folgende Kürzel kommen dabei zur Anwendung:

  • "?": ungeprüft
  • "F": festgestellt
  • "A": festgestellt für den Ausfall
  • "s": aufschiebend bedingt festgestellt
  • "I": auflösend bedingt festgestellt
  • "Vb": (vorläufig) bestritten
  • "z": vom Gläubiger zurückgenommen

Hat eine Forderung z. B. das Kürzel ZF, dann hat der Gläubiger einen Teil der Forderung zurück genommen, der andere Teil wurde festgestellt.

In der Spalte "Abs." wird angezeigt, ob zu der Forderung Aus-/ Absonderungsrechte vorhanden sind.

Am unteren Fensterrand können Sie außerdem einstellen, ob und welche Summen angezeigt werden: Standardmäßig wird die "Gesamt"-Summe über sämtliche angemeldete Forderungen des Gläubigers angezeigt.
Da die Berechnung der Summen bei sehr großen Konten während der Massenerfassung zu Leistungseinbrüchen führen kann, kann die Anzeige über "keine" im Einzelfall abgeschaltet werden.
Zudem können Sie sich nur die Summen der markierten "Hauptforderung" anzeigen lassen, inklusiv der zugehörigen Nebenforderungen (Kosten und Zinsen).

Übersicht

Die Forderungsprüfung

Nachdem die Anmeldung des Gläubigers in dessen Unterakte, Register "Forderungen", in der linken Hälfte des Fensters erfasst wurde, befindet sich der komplette angemeldet Betrag im Feld Ungeprüft.

Um diesen Betrag nach der rechtlichen Prüfung in die entsprechenden Eingabefeldern darunter zu verteilen, markieren Sie die entsprechende Forderung in der Tabelle. Klicken Sie dann auf den Button Prüfen (wenn der Tabellenexport zu Gericht noch nicht erfolgt ist). Es öffnet sich folgendes Fenster.

Das Fenster "Forderungsprüfung"

Nun stehen Ihnen zwei Möglichkeiten zur Verfügung:

  • Per Maus und Drag-and-drop
    Mit dieser Methode verteilen Sie den Betrag zwischen den einzelnen Feldern mit der Maus.
    Klicken Sie hierzu mit der (linken) Maustaste auf den Betrag, der in Ungeprüft steht, und halten Sie die Maustaste gedrückt. Fahren Sie dann mit der Maus auf das entsprechende Betragsfeld, in das der ungeprüfte Betrag “umverteilt” werden soll. Lassen Sie die Maustaste los.
    Jetzt werden Sie gefragt, wie viel des ungeprüften Betrages Sie umverteilen möchten. Um hier den kompletten Betrag umzuverteilen, bestätigen Sie einfach mit der Taste [Enter]. Ansonsten ändern Sie den Betrag (in die Summe, die umverteilt werden soll) und klicken auf den Button OK. Auf die gleiche Weise können Sie (Teil-) Beträge der Felder untereinander umschichten.
  • Per Tastatur
    Ungeprüft stellt den insgesamt zu verteilenden Betrag dar. Wenn Sie nun z. B. im Feld Festgestellt direkt den festzustellenden Betrag eingeben und mit der Taste [Tab] weiterspringen, wird der nun festgestellte Betrag vom ursprünglich ungeprüften abgezogen. Haben Sie hierbei lediglich einen Teilbetrag festgestellt, so verbleibt der noch ungeprüfte Rest in Ungeprüft. Um diesen Rest nun z. B. vorläufig zu bestreiten, springen Sie mit der Taste [Tab] weiter bis in Bestritten und geben dort den Restbetrag ein. Nachdem Sie nochmals mit der Taste [Tab] weitergesprungen sind, steht der Betrag Ungeprüft auf 0,00 Euro.

Bei der Forderungsprüfung kann der ungeprüfte Teilbetrag als Bestritten mit dem Button OK übernommen werden. Dazu beantworten Sie die Rückfrage: "Eine Forderung kann nur komplett geprüft werden (ein ungeprüfter Teilbetrag ist nicht möglich). Soll der ungeprüfte Betrag auf bestritten gesetzt werden?" mit dem Button Ja.

Tipp: Greifen Sie auf den Zinsrechner im Prüfungsfenster zurück. Klicken Sie auf den Button Zinsen.

Der Button Berichtigen (wenn der Export bereits durchgeführt wurde) gibt die betreffenden Eingabefelder am rechten, oberen Fensterrand der Gläubiger-Unterakte (Register "Forderungen") frei.

Hinweis: Bei der Prüfung/ dem Berichtigen von Gläubigerforderungen ist es möglich, in den KeyEdit’s für Zusatz und Bestritten wegen mehrfach über Button oder die Taste [F2] Schlüsseltexte ins Eingabefeld zu übernehmen. Über die Taste [Ende] wird das Wort vor dem Cursor durch den ermittelten Schlüsseltext ersetzt.

Hinweis: Die Vorgaben für die Prüfvermerke der Spalten "Pr." (Prüfung) und "Ber." (Berichtigung) in der Liste der Forderungen in der Gläubiger-Unterakte (Register "Forderungen") sind in den Kanzlei-Einstellungen (Hauptfenster-Menüband "Einstellungen" > Gruppe "Kanzlei" > Button Prüfvermerke) hinterlegt.

Am unteren Fensterrand der Gläubiger-Unterakte (Register "Forderungen") werden folgende Daten angezeigt: die Gesamtsumme aller erfassten Forderungen und die Summe aller angemeldeten Forderungen. Da es bei sehr großen Konten zu Performance-Problemen während der Massenerfassung kommen kann, gibt es die Möglichkeit, diese Funktion abzuschalten. Wählen Sie bei Summen "keine" statt "Gesamt".

Die Prüfungshistorie

Vollziehen Sie über die Prüfungshistorie nach, wie Sie bestimmte Gläubigerforderungen früher geprüft und bewertet haben. Öffnen Sie dazu die Gläubiger-Unterakte, wechseln Sie auf den Register "Forderungen" und öffnen Sie dort die Bearbeitung einer Forderung (indem Sie eine Forderung markieren und auf den Button Bearbeiten klicken). Dann wird der Button P‑Historie (Prüfungshistorie) aktiv geschaltet, über die Sie das Fenster der Forderungshistorie öffnen können. Hier können Sie sämtliche Änderungen der ausgewählten Forderung in chronologischer Reihenfolge nachvollziehen. Jede Änderung erzeugt eine neue Zeile in der Tabelle.

Die Prüfungshistorie

Nachträgliche Änderungen bei der Prüfung von Forderungen werden hier automatisch eingetragen – aber nur, wenn in den Stammdaten der Akte markiert ist, dass eine Forderungshistorie geführt werden soll, und wenn Sie nach der Änderung im Einzelfall bestätigen, dass diese in die Prüfungshistorie übernommen werden soll. Wenn zu einer Forderung in der Prüfungshistorie mehrere Einträge existieren, erscheint eine Fehlermeldung mit Hinweis auf Rang und laufende Nummer der betroffenen Forderung.

Die Check-Box ohne Standardtext steuert die Anzeige in der Gläubigertabelle: Ist dieses Kennzeichen gesetzt, wird nicht der von Insomacs aus der Prüfungshistorie generierte Standardtext in der Spalte "Berichtigung" ausgegeben, sondern nur der Text aus dem Feld Bemerkung 2. Dieses Feld muss ausgefüllt werden, wenn die Check-Box ohne Standardtext markiert ist.

Zahlungen und Ausschüttungen

In der Gläubiger-Unterakte, Register "Forderungen", tragen Sie Zahlungen ein und sichten sie, wann welche Zahlungen geflossen sind.

Die Gläubiger-Unterakte: das Register "Forderungen"

Mit einem Klick auf den Button Zahlungen erhalten Sie folgende zusammenfassende Darstellung über die Gläubigerforderungen unter Berücksichtigung bereits geleisteter Ausschüttungen und der sich hieraus ergebenden Restforderung. Dabei werden Teilzahlungen addiert.

Das Fenster "Zahlungen zu Gläubiger"

Wünschen Sie eine detaillierte Darstellung der einzelnen Zahlungen, dann markieren Sie zunächst die entsprechende Forderung. Mit dem Button Zahlungen rufen Sie nun folgende Detailübersicht auf:

Das Fenster "Zahlungen auf Rechnung"

Mehrfachzuordnungen

Mit Hilfe der Mehrfachzuordnung nehmen Sie in einem Arbeitsschritt gleiche Änderungen für mehrere Forderungen vor.
Zum Bearbeiten der einzelnen Bereiche bzw. Eingabefelder setzen Sie einen Haken in die Check-Boxen davor.

Das Fenster "Mehrfachzuordnungen – Forderungen von Gläubigern"
Die Gläubiger-Unterakte (Ausschnitt)

Die farbigen Rahmen in der oberen Abbildung markieren die Bereiche, auf die im Fenster der Gläubiger-Unterakte > Register "Forderungen" unten eingewirkt wird.

Bei Forderungen, die bereits beim Gericht geprüft sind und deshalb nur berichtigt werden können, hat die Option Forderung insgesamt ungeprüft (keine Berichtigung) keine Wirkung.

Wenn Sie in dem Fenster der Mehrfachzuordnungen vorläufig bestritten aktivieren, wird jeweils bei Bestritten die Check-Box nur vorläufig aktiviert.

Bei Abstimmgruppen wählen Sie die von Ihnen angelegten Abstimmgruppen aus.

Stimmrecht wirkt sich auf die Stimmliste aus.

Mit dem Button OK bestätigen Sie die Änderungen; mit dem Button Abbruch brechen Sie die Bearbeitung der ausgewählten Forderungen ab.

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